„So etwas relativiert vieles“

Ski-Ikone muss Comeback verschieben und berichtet von furchtbarem Unfall

  • schließen

Marcel Hirscher war gezwungen, sein Trainingscamp in Neuseeland frühzeitig zu verlassen. Zur gleichen Zeit traf ihn und die Ski-Welt eine erschütternde Nachricht.

Coronet Peak – Marcel Hirscher hat sein Trainingslager in Neuseeland aufgrund schlechter Schnee- und Wetterbedingungen vorzeitig abgebrochen. „Wir sind noch wie geplant nach Coronet Peak angereist, haben aber vor Ort gesehen, dass es aufgrund der grenzwertigen Schneelage und der Wettervorhersagen wenig Sinn gemacht hätte, länger zu bleiben. Also haben wir uns entschlossen, die paar Tage früher als geplant heimzufliegen“, erklärte Hirscher gegenüber Krone.

Hirscher bricht Trainingslager vorzeitig ab – und spricht über schrecklichen Unfall

Trotz des vorzeitigen Abbruchs zeigte sich der achtfache Gesamtweltcupsieger zufrieden mit den gewonnenen Erkenntnissen. „Die weite Reise hat sich absolut gelohnt: Wir hatten bis zuletzt großartige Bedingungen und nehmen aus den zwei Wochen Testen und Training in Roundhill und Ohau viele wichtige Learnings mit“, sagte der Salzburger.

Nun bereitet sich Hirscher auf den Weltcup-Auftakt in Sölden vor, für den er dank einer umstrittenen Wildcard keine Qualifikationspunkte benötigt. Ursprünglich wollte der Österreicher beim Australia NZ CUP (ANC) sein Renn-Comeback feiern. Dieses fällt vorerst ins Wasser

Parallel zu Hirschers Trainingslager ereignete sich in Neuseeland ein schwerer Verkehrsunfall, bei dem drei Mitglieder des südkoreanischen Ski-Nationalteams ums Leben kamen. Ein Van mit den Teammitgliedern kollidierte mit einem entgegenkommenden Geländewagen, drei Insassen überlebten das Unglück nicht. Diese Tragödie ging auch an Marcel Hirscher nicht spurlos vorbei.

Marcel Hirscher brach das Trainingslager in Neuseeland vorzeitig ab.

Hirscher von Ereignissen in Neuseeland tief betroffen

Der Österreicher zeigte sich tief betroffen. „Wir haben zur gleichen Zeit in Roundhill (ca. 1 1/2 Autostunden vom Unglücksort entfernt; Anm. d. Red.) trainiert und dann kam die erschütternde Nachricht vom Unfall“, sagte der 35-Jährige. „So etwas relativiert vieles“.

Marcel Hirscher ist mittlerweile wieder in die Heimat zurückgekehrt, wo er weiter an seiner Form für die kommende Saison feilen will. Der Ski-Superstar bleibt optimistisch und fokussiert auf sein Comeback beim Weltcup-Auftakt in Sölden.

Rubriklistenbild: © IMAGO / Eibner Europa

Kommentare