100. Weltcup-Sieg vorerst verpasst

Ski-Legende bei brutalem Sturz „aufgespießt“ – jetzt gibt sie ein Update aus dem Krankenhaus

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Ski-Star Mikaela Shiffrin wollte die Heimrennen in Killington für einen historischen Triumph nutzen. Ein Sturz führt sie jedoch ins Krankenhaus.

Killington – Es war alles angerichtet für einen historischen Tag im Ski-Alpin-Zirkus: Als erste Sportlerin überhaupt wollte Ski-Superstar Mikaela Shiffrin am Samstag (30. November) die historische Marke von 100 Siegen im Weltcup knacken – doch ausgerechnet bei ihrem Heimrennen im amerikanischen Killington sollte es anders kommen.

Ski-Superstar Mikaela Shiffrin stürzt im Riesenslalom von Killington schwer

Die Ausgangslage für die US-Amerikanerin, die kürzlich auch mit einem unerwarteten Talent verblüffte, war eigentlich perfekt. Auf ihrer Heimstrecke nahe der Schule, die sie einst besuchte, zeigte sie im ersten Durchgang des Riesenslaloms wieder einmal ihre ganze Klasse. Shiffrin legte den besten Lauf hin und ging mit 0,32 Sekunden Vorsprung auf Olympiasiegerin Sara Hector aus Schweden als Führende in den 2. Durchgang.

Nach ihrem schweren Sturz in Killington hat Ski-Star Mikaela Shiffrin ein Update aus dem Krankenhaus gegeben.

Der magische Meilenstein des 100. Weltcup-Sieges war bereits zum Greifen nah – doch dann passierte das Unglück: Im zweiten Durchgang stürzte Shiffrin kurz vor dem Ziel schwer, überschlug sich und krachte in einen Fangzaun. Die dramatischen Bilder ließen nichts Gutes erahnen. Schließlich musste die 29-Jährige mit dem Rettungsschlitten abtransportiert werden.

Shiffrin meldet sich nach Sturz aus dem Krankenhaus: „Etwas hat mich aufgespießt“

Einen Tag darauf hat sich Shiffrin nun selbst aus dem Krankenhaus gemeldet – und leichte Entwarnung gegeben. „Ich kann mich nur nicht bewegen. Ich habe eine große Abschürfung und etwas hat mich aufgespießt“, erklärt die Skirennfahrerin in einem kurzen Video auf Instagram, während sie behandelt wird. Ihr tue es leid, „dass ich euch einen Schrecken eingejagt habe“, so Shiffrin weiter. Beim folgenden Slalom am Sonntag in Killington müsse sie leider zuschauen.

Wie der US-Skiverband kurz darauf mitteilte, habe Shiffrin zwar keine schwere Verletzung der Bänder in den Gelenken, Knochen oder inneren Organe erlitten, jedoch eine große Stichwunde auf der rechten Bauchseite. Diese könne auch vorerst nicht genäht werde, da sie zu tief sei, präzisierte der Verband später. Shiffrin, die sich im Sommer auch in Deutschland auf die Saison vorbereitet hatte, falle zunächst aus. Wie lange genau, ist unklar.

Der schlimme Sturz passiert dabei nur wenige Monate nachdem sich Shiffrin schon vergangene Saison schwer verletzte und kurz darauf auch noch um ihren Partner Aleksander Aamodt Kilde bangen musste. Nun muss die Weltcup-Rekordsiegerin vorerst auf ihren 100. Sieg warten. Noch keinem Mann und keiner Frau ist dieser Meilenstein bislang gelungen – bei Shiffrin dürfte es nach auskurierter Verletzung jedoch nur eine Frage der Zeit sein. (LuHa)

Rubriklistenbild: © Instagram / mikaelashiffrin und Joseph Prezioso / AFP

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