- VonAndre Oechsnerschließen
Die vorangegangene Ski-Saison war durchsetzt mit schweren Stürzen. Ein prominentes Paar des Wintersports war ebenfalls betroffen.
Innsbruck – Nach ihrer Verlobung schweben Mikaela Shiffrin und Aleksander Aamodt Kilde im siebten Himmel, doch in den vergangenen Monaten war nicht immer alles eitel Sonnenschein. Das Ski-Traumpaar wurde von schweren Stürzen überschattet, was vor allen Dingen Shiffrin im Gedankenkarussell gefangen hielt.
„Der Sturz von Aleks hat mein Leben verändert. Zumal ich in den letzten fünf Jahren so viel erlebt habe und zu viele Menschen, die ich liebe, im Krankenhaus besuchen musste“, erinnert sich Shiffrin im Eurosport-Interview an die schwere Zeit zurück.
Ski Alpin: Mikaela Shiffrin bangte nach Sturz um Aleksander Aamodt Kilde
Kurze Rückblende: Kilde war im Januar im Schweizer Wengen so schwer gestürzt, dass er sogar mit dem Heli abtransportiert werden musste. Im S-förmigen Zieleinlauf verlor Kilde die Kontrolle und stürzte. Ungebremst raste er in die Auffangnetze und blieb kurz vor der Ziellinie liegen. Zu dem Zeitpunkt war Kilde mehr als 100 km/h schnell.
Kilde kam schlussendlich glimpflicher davon als zunächst befürchtet. Der Gesamt-Weltcupsieger der Saison 2019/20 erlitt beim Sturz „nur“ eine Schnittwunde an der Wade und kugelte sich die Schulter aus. Shiffrin, die kurze Zeit später bei der Abfahrt im italienischen Cortina d‘Ampezzo selbst schwer stürzte, nahm Kildes Verletzung schwer mit.
Mikaela Shiffrin emotional: „Ihn dort zu sehen, war wirklich schrecklich“
„Ihn dort zu sehen, nach seinem Unfall so viele Fragen zu haben und nicht zu wissen, wie es ihm geht, das war wirklich erschreckend. Für ihn war es traumatisch“, erinnert sich Shiffrin. „Aber ich durfte es nicht zu sehr an mich rankommen lassen, weil ich wieder in den Rennmodus kommen und für den Rest der Saison stark sein musste – und dann bin ich selbst gestürzt.“
Während sich Shiffrin nach ihrem Sturz noch in der Saison in den Weltcup zurückkämpfen konnte, schuftet Kilde noch immer an seinem Comeback. „Die Herausforderung besteht darin, immer wieder aufzustehen“, so Shiffrin. Der Auftakt des Ski-Weltcups ist am 26. und 27. Oktober in Sölden. (aoe)
Rubriklistenbild: © IMAGO/Pontus Lundahl/TT
