Historischer Doppel-Coup: Ski-Ass gewinnt Nacht-Slalom in Schladming
VonSascha Mehr
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Linus Straßer gewinnt nach Kitzbühel auch den Nacht-Slalom in Schladming und feiert damit den zweiten Weltcup-Sieg in Serie.
Schladming – Linus Straßer hat den Nacht-Slalom in Schladming gewonnen und damit seine starke Form bestätigt. Der Münchener führte nach dem ersten Durchgang und ließ sich den Sieg im zweiten Durchgang nicht mehr nehmen. Am Ende siegte der 31-Jährige überlegen vor dem Norweger Timon Haugan und dem Franzosen Clement Noel.
Straßer ließ sich bei seinem fünften Weltcup-Sieg von den äußeren Bedingungen nicht stoppen. „Schon früher im Fußball waren meine Spiele jene, bei denen es dreckig zur Sache ging“, flachste der Sieger im Bayerischen Fernsehen.
Ihm gelang bereits ein hervorragender erster Lauf und die Bestzeit. „Ich war am Start voll bei mir, voll bei der Sache. Ich hatte einen Plan, wie ich es angehen wollte, und habe das voll umgesetzt“, sagte der Münchner. Der Sieg drei Tage zuvor auf jenem Hang in Kitzbühel, wo er einst Skifahren gelernt und die ersten Kinderrennen bestritten hatte, war eine Erlösung für Straßer. „Den nimmt mir keiner mehr“, sagte er in Schladming, ehe er ergänzte: „Aber er hilft mir heute auch nichts.“
Im vorigen Jahr war der Athlet des TSV 1860 München in Schladming ausgeschieden, 2022 hatte er gewonnen. Mit seinem fünften Weltcup-Sieg – vor seinen vier Slaloms hatte Straßer auch einen Parallel-Wettkampf im Januar 2017 gewonnen – schloss der Stangenkünstler in der deutschen Bestenliste zu Thomas Dreßen auf.
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Der Speed-Spezialist hatte am Wochenende in Kitzbühel seine Laufbahn beendet. Mehr Weltcup-Erfolge feierten hierzulande bei den Herren nur Felix Neureuther (13), Markus Wasmeier (9) und Armin Bittner (7). Seit Bittner im Januar 1990 hat kein Deutscher mehr zwei aufeinanderfolgende Weltcup-Slaloms gewonnen.
Der Allgäuer Sebastian Holzmann als zweiter deutscher Fahrer im Finale landete auf dem 19. Platz. Anton Tremmel (41.) und Weltcup-Debütant Nikolaus Pföderl (53.) hatten den zweiten Durchgang verpasst. (dpa/smr)