Play-offs in der Conference League

Mittelfeldstar fit für Eintracht-Duell gegen Saint-Gilloise – überrascht Toppmöller mit Startelf?

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Eintracht Frankfurt trifft in der Conference League auf Union Saint-Gilloise. Wie könnte die Startelf von Cheftrainer Toppmöller aussehen?

Frankfurt – Für die Frankfurter Eintracht wird es international wieder ernst, denn die Play-offs in der Conference League stehen an. Die SGE trifft auf Union Saint-Gilloise und muss zunächst auswärts ran. In Belgien haben die Adler die große Chance, wieder einen Schritt in die richtige Richtung zu machen, nachdem die Partien in der Bundesliga zuletzt alles andere als erfolgreich war.

Eintracht Frankfurt zu Gast bei Union Saint-Gilloise

Cheftrainer Toppmöller freut sich auf die Aufgabe. „Es fühlt sich besonders an. Jeder, der den Verein kennt und verfolgt hat, weiß, dass internationale Nächte für diesen Klub etwas Besonderes sind. Das habe ich direkt am Sonntag thematisiert. Man muss eine ganze Saison dafür arbeiten, um international spielen zu dürfen, und jetzt dürfen wir es. Mit genau dieser Ernsthaftigkeit gehen wir die Aufgabe an. Es ist harte Arbeit, um sich für Europa zu qualifizieren. Wir wollen die Möglichkeit beim Schopfe packen, um diese Festtage noch auszuweiten und zu genießen“, so der Cheftrainer der SGE auf der Pressekonferenz.

Wieder im Kader ist Éric Junior Dina Ebimbe, der beim Heimspiel gegen den VfL Bochum wegen einer Muskelverletzung fehlte. „Er ist dabei, aber noch kein Kandidat für die Startelf. Hugo Larsson fällt verletzt aus, Elias Baum ist krank“, gab Toppmöller ein Personal-Update für das Conference-League-Spiel.

Eintracht-Cheftrainer Dino Toppmöller.

Nach den schwachen Bundesligaspielen beim 1. FC Köln und gegen den VfL Bochum könnte Toppmöller seine Startelf auf mehreren Positionen verändern. Sicher ist, dass Kevin Trapp ins Tor zurückkehrt. Ansonsten hat der Cheftrainer viele Optionen, gerade in der Offensive. Kommt Hugo Eikitike unter Umständen zu seinem Startelfdebüt für Eintracht Frankfurt?

Eintracht-Coach Toppmöller warnt vor kommendem Gegner

Eintracht-Profi Aurelio Buta, der kürzlich zum ersten Mal Vater geworden ist, kennt den kommenden Gegner aus seiner Zeit bei Royal Antwerpen. „Ich spiele nicht das erste Mal gegen sie. Saint-Gilloise ist ein Team, das immer schwer zu bespielen ist. Die Qualität der Spieler ist hoch, in den vergangenen Jahren haben sie es gut gemacht. Aber wir sind bereit, haben die vergangenen beiden Tage gut trainiert und geben unser Bestes, um das Spiel zu gewinnen“, warnt der 27-Jährige vor den Belgiern.

Die größten Transfer-Flops von Eintracht Frankfurt

Anderson Bamba Ordonez Eintracht Frankfurt sieht sich die Commerzbank Arena an 05 02 2017 Eintr
Platz 10: Anderson Ordonez wechselte im Januar 2017 für 1 Mio. Euro von Barcelona an den Main. Jedoch nicht vom katalanischen Weltklub, sondern vom ecuadorianischen Pendant aus Guayaquil. Nach einem Jahr mit Verletzungsproblemen und nur vier Einsätzen ging es wieder zurück nach Ecuador, wo er bis heute spielt. © imago
Training Eintracht Frankfurt Ali Akman (Eintracht Frankfurt, 30) auf dem Rad. Training von Eintracht Frankfurt am 28. Ju
Platz 9: Ali Akman kam 2019 mit vielen Vorschusslorbeeren und reichliche Drama von Buraspor zur Eintracht. Weil er einen Vorvertrag in Deutschland unterschrieb, ließ Buraspor sein Toptalent für die restliche Vertragslaufzeit nicht mehr auflaufen. Die SGE zahlte ein wenig drauf, Akman kam noch früher. Der Stürmer kann sich aber bis heute nicht durchsetzten. Bis Sommer 2023 ist er an Göztepe ausgeliehen. Bislang ist er noch ohne Torerfolg in der Türkei. Der Durchbruch in Frankfurt wird ihm wohl nicht mehr gelingen. © Kessler/imago
31.10.2020, xjhx, Fussball 1.Bundesliga, Eintracht Frankfurt - Werder Bremen emspor, v.l. Bas Dost (Eintracht Frankfurt
Platz 8: Bas Dost schloss sich für stolze 7 Mio. Euro der SGE von Sporting aus Lissabon an. Nach einem vielversprechenden Start mit drei Treffern in fünf Spielen folgten in seiner Premierensaison nur noch fünf weitere Tore. Nach anderthalb Jahren ging er für 4 Mio. Euro - ein satter Verlust von 3 Millionen. © Huebner/imago
Lucas Alario fotografiert beim Fußball Freundschaft Spiel Eintracht Frankfurt gegen den SV Sandhausen am 2.12..22. in Fr
Platz 7: Für einen ähnlich hohen Betrag (6 Mio. Euro) kam Lucas Alario im Sommer 2022 von Bayer Leverkusen zu Eintracht Frankfurt. Mit nur 200 Spielminuten und nur einem mageren Törchen ist der Argentinier ein großer Flop - eigentlich. Denn noch hat Alario die Chance, das Ruder herumzureißen und sich mit Toren am Fließband aus dieser Liste zu katapultieren. © Schmidt/imago
Nelson VALDEZ F verletzt mit Krücken Fussball 1 Bundesliga 3 Spieltag Eintracht Frankfurt F
Platz 6: Bundesliga-Veteran Nelson Valdez kam 2014 immerhin ablösefrei aus den Vereinigten Arabischen Emiraten an den Main. Doch der Paraguayer riss sich bereits in seiner dritten Partie das Kreuzband. Zum Ende der Spielzeit kam er für acht Einsätze nochmal zurück, eher er die SGE wieder verließ. Immerhin: Bei seinem Comeback gegen Paderborn traf der Angreifer und sorgte für große Emotionen. © imago
Tommy Berntsen 2001 im Trikot von Eintracht Frankfurt
Platz 5: Nur die wenigsten Eintracht-Fans werden sich noch an Tommy Berntsen erinnern. 2001 für die damals schwindelerregende Ablösesumme von rund 1,9 Mio. Euro aus dem norwegischen Lillestrom nach Frankfurt gewechselt, reichte es nur zu drei Kurzeinsätzen in zwei Monaten. Neun Monate lang wurde der Norweger nicht mehr eingesetzt, ehe es wieder in die Heimat ging. © imago
Ümit Korkmaz von Eintracht Frankfurt mit Trainer Armin Veh
Platz 4: Als Toptalent von Rapid Wien für 2,3 Mio. Euro unter Vertrag genommen, konnte Ümit Korkmaz die Erwartung bei der Eintracht nie erfüllen. Zahlreiche Verletzungen verhinderten, dass der Österreicher mal viele Spiele in Folge absolvieren konnte. Dennoch ist der mittlerweile 37-Jährige immer ein gern gesehener Gast in Frankfurt. © imago
11.12.2019, xmhx, Fussball UEFA Europa League, Eintracht Frankfurt - Training und PK emspor, v.l. Dejan Joveljic (Eintr
Platz 3: Mit ähnlich großen Erwartungen schloss sich Dejan Joveljic den Adlerträgern an. Satte 4 Mio. Euro zahlte der Klub 2019 für das hoffnungsvolle Talent an Roter Stern Belgrad. Doch der Serbe setzte sich nie durch. Nach zwei Leihgeschäfte folgte im Sommer 2021 der Schritt nach Los Angeles - ohne je einen Bundesliga-Treffer erzielt zu haben. Mit einer Ablösesumme von 3,5 Mio. Euro konnte zumindest der finanzielle Schaden in Grenzen gehalten werden. © Huebner/imago
15.05.2021, Fussball, Saison 2020/2021, 1. Bundesliga, 33.Spieltag, FC Schalke 04 - Eintracht Frankfurt, Steven Zuber (E
Platz 2: 3 Milo. Euro ließ sich die Eintracht Steven Zuber Kosten. In 23 Einsätzen konnte er sich nicht in die Herzen der SGE-Fans spielen und enttäuschte größtenteils. Sein Leihgeschäft und anschließender Transfer-Deal nach Athen spülten immerhin 2 Mio. Euro wieder zurück in die Kassen der Hessen. © Rehbein/imago
Sam Lammers 9 (Eintracht Frankfurt), Bayer Leverkusen vs. Eintracht Frankfurt, Fussball, 1. Bundesliga, 32. Spieltag, 0
Platz 1: Schon die Rahmenbedingungen des größten Eintracht-Flops aller Zeiten machten stutzig. 3,6 Mio. Euro zahlten die Frankfurter für das einjährige Leihgeschäft von Sam Lammers an Atalanta Bergamo. Der Niederländer wirkt in jeder seiner größtenteils kurzen Einsätze wie ein Fremdkörper im Spiel der SGE. Der völlig überteuerte Leih-Deal wurde zur großen Enttäuschung. Ein anschließender Kauf stand zu keinem Zeitpunkt zur Debatte, sodass der Angreifer nach einem Jahr wieder zurück nach Italien gehen musste. © Niemeyer/imago

Toppmöller schließt sich den Worten seines Spielers an und hebt vor allem die Schnelligkeit und das Umschaltvermögen des kommenden Gegners hervor: „Wir brauchen über 90 Minuten Aktivität, werden dabei aber auch mal tiefer verteidigen, denn man kann nicht über ein gesamtes Spiel sprinten. Saint-Gilloise hat eine gute Mischung im Spiel. Sie gehen nicht das größte Risiko hinten raus und halten ihr Spiel relativ einfach, haben allerdings vorne einen hohen Speed, eine gute Aktivität im Pressing sowie ein gutes Umschaltverhalten in beide Richtungen. Sie haben gute Ideen in der Offensive wie auch Defensive.“ Die Startelf, die den Sieg bei Saint-Gilloise einfahren soll, verriet er wenig überraschend aber noch nicht. (smr)

Rubriklistenbild: © IMAGO/Jan Huebner

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