VonMarcel Schwenkschließen
Deutschland muss beim Auftaktspiel der Frauen-WM gegen Marokko höchstwahrscheinlich ohne Lena Oberdorf und Marina Hegering auskommen.
Wyong – Die Fußball-WM der Frauen ist angelaufen, im Eröffnungsspiel gab es direkt mal eine Überraschung. Die Gastgeberinnen aus Neuseeland setzten sich mit 1:0 gegen die Favoritinnen aus Norwegen durch – trotz eines verschossenen Elfmeters wenige Minuten vor dem Ende.
| Deutschland vs. Marokko | |
|---|---|
| Ereignis: | Frauen-WM 2023, 1. Gruppenspiel |
| Datum: | Montag, 24. Juli 2023 |
| Uhrzeit: | 10.30 Uhr (deutsche Zeit) |
| Austragungsort: | AAMI Park (Melbourne) |
Frauen-WM: Deutschland gegen Marokko ohne Oberdorf und Hegering
Bis die deutsche Auswahl in das Turnier eingreift, ziehen aber noch etwas mehr als drei Tage ins Land. Am Montag (24. Juli) ist es schließlich so weit, dann geht es für die Mannschaft von Martina Voss-Tecklenburg in der ersten WM-Partie um 10.30 Uhr deutscher Zeit gegen Marokko.
Allerdings musste die Bundestrainerin schon vor dem Auftakt eine schlechte Nachricht verkünden. So werden aller Voraussicht nach Verteidigerin Marina Hegering und Mittelfeldspielerin Lena Oberdorf nicht gegen die Nordafrikanerinnen auflaufen können.
DFB-Frauen ohne Oberdorf und Hegering: Voss-Tecklenburg spricht von „Risikominimierung“
„Es sieht so aus, als ob wir auf beide nicht zurückgreifen sollten, werden und können. Das hat unterschiedliche Gründe und zum Teil natürlich auch mit Risikominimierung zu tun“, so die 55-Jährige gegenüber der ARD-Sportschau. Oberdorf laboriert an einer Oberschenkelverletzung, Hegering hat mit einer Fersenprellung zu kämpfen. Schon vor dem Abflug gen Australien musste eine DFB-Spielerin das Camp verletzungsbedingt verlassen.
Nichtsdestotrotz zeigt sich Voss-Tecklenburg optimistisch bezüglich besserer Leistungen in der Gruppenphase als noch in den Testspielen gegen Vietnam (2:1) und Sambia (2:3). Dass eine erfolgreiche WM kein Selbstläufer sein wird, ist ihr aber natürlich bewusst.
Auszeit vor der WM: Deutschlands Fußball-Frauen im Sommerurlaub




Frauen-WM: DFB-Trainerin Voss-Tecklenburg sieht „alles auf Augenhöhe“
„Wir wissen, dass es sportlich eine ganz tolle WM sein wird. Alles auf Augenhöhe, in der K.o.-Phase glaube ich, dass es nur noch 50:50-Spiele geben wird. Von daher freuen wir uns einfach darauf. Es ist ein Privileg, eine WM spielen zu dürfen“, blickt sie auf das Turnier (hier geht‘s zum kompletten Spielplan).
Konkurrenzfähig sieht Voss-Tecklenburg ihre Mannschaft um Spielführerin Alexandra Popp auf jeden Fall. „Wir haben die Erwartungen geschürt. Wir wollen um Titel mitspielen. Aber damit muss man umgehen können, das erzeugt Druck. Aber wir versprechen: Wir werden Leidenschaft und Intensität sehen. Wir werden an und über unsere Grenzen gehen“, macht die gebürtige Duisburgerin klar.
Der „schlimme“ Anschlag in Auckland unmittelbar vor dem WM-Start sei durchaus Thema in der Mannschaft, beeinflusst das Team aber anscheinend nicht allzu sehr. „Wir fühlen uns im Camp sehr sicher. Es wird am Tisch beim Mittagessen auch darüber gesprochen, was passiert ist. Es ist natürlich sehr tragisch“, bezieht Voss-Tecklenburg Stellung. (masc)
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