VonMelanie Gottschalkschließen
Vor der WM in Australien und Neuseeland muss Bundestrainerin Martina Voss-Tecklenburg Entscheidungen treffen – eine ist bereits gefallen.
Herzogenaurach - Das DFB-Team ist in die heiße Vorbereitungsphase auf die Frauen-WM 2023 in Australien und Neuseeland gestartet. In zwei Wochen wird das Turnier eröffnet, die Mannschaft von Bundestrainerin Martina Voss-Tecklenburg steigt am 24. Juli gegen Marokko in die WM ein. Für die erste Spielerin ist der Traum von der WM nun bereits geplatzt.
| Paulina Krumbiegel | |
|---|---|
| Geboren am: | 27. Oktober 2000 (Alter 22 Jahre), Mannheim |
| Position: | Mittelfeld |
| Aktueller Verein: | TSG 1899 Hoffenheim |
Paulina Krumbiegel muss Trainingslager des DFB-Teams verlassen
Mittelfeldspielerin Paulina Krumbiegel von der TSG 1899 Hoffenheim ist vorzeitig aus dem Trainingslager der deutschen Fußballerinnen abgereist und wird nicht zum Kader für die Weltmeisterschaft gehören. Dies teilte der DFB am Mittwoch in Herzogenaurach mit.
„Sie war tatsächlich eine Wackelkandidatin und hatte die Tage auch muskuläre Probleme“, sagte Joti Chatzialexiou, Leiter Nationalmannschaften beim Verband, bei einer Pressekonferenz. Deshalb habe die Bundestrainerin ihr gesprochen, anschließend habe sie das Quartier verlassen. Die 22-Jährige hatte beim 2:1-Testspielsieg gegen Vietnam am 24. Juni in Offenbach das 1:0 erzielt, jetzt ist der WM-Traum aber geplatzt.
23 Spielerinnen fahren mit zur WM 2023
Derzeit bereitet sich der nun 28-köpfige Kader auf das Turnier vom 20. Juli bis 20. August in Australien und Neuseeland vor. Am Wochenende werden nach dem letzten Testspiel der Vize-Europameisterinnen am Freitag (20.30 Uhr/ARD) in Fürth gegen Sambia die 23 WM-Teilnehmerinnen bekannt gegeben.
Die weite Reise nach Australien könnte aber eine besondere Maßnahme erfordern. „Wir haben immer noch Überlegungen, ob wir eventuell noch ein oder zwei Spielerinnen mit dazu nehmen“, sagte Britta Carlson, die Assistentin von Bundestrainerin Martina Voss-Tecklenburg, bei einer DFB-Pressekonferenz am Dienstag. Die 45-Jährige verwies auf die weite Anreise. Diese erschwert Nachnominierungen, wenn jemand kurzfristig ausfällt.
Lange Anreise könnte zu besonderer Maßnahme führen
Bundestrainerin Voss-Tecklenburg hatte dieses Vorgehen schon länger erwägt. „Das hängt auch davon ab, wie fit der Kader ist, wenn wir nominieren. Wenn wir vielleicht Verletzungen haben, die nicht so einzuordnen sind“, erklärte Carlson, betonte aber: „Wir haben noch keine finale Entscheidung, ob es nur der 23er-Kader wird oder 23 plus eins oder zwei.“
Fest steht indes bereits, dass Deutschlands Kapitänin Alexandra Popp bei der WM keine Kapitäninnen-Binde in Regenbogenfarben tragen wird. Die FIFA stellte in der vergangenen Woche allerdings acht Alternativen vor, die bei dem Endrunden-Turnier erlaubt sein werden. (msb)
Rubriklistenbild: © Harry Koerber/imago

