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Jungnationalspieler Tom Bischof war die erste FCB-Neuverpflichtung für die Saison 2025/26. Im WM-Quartier des Rekordmeisters in Orlando wurde er nun in einer Medienrunde vorgestellt.
Orlando/München – Der 19-jährige Tom Bischof, der beim Spiel um den Dritten Platz in der Nations League gegen Frankreich (0:2) sein Debüt in der deutschen A-Nationalmannschaft gegeben hat, zeigt sich bei seiner Präsentation durch den FC Bayern begeistert von seinem neuen Verein und den Teamkollegen. Der U-Nationalspieler mit einem Marktwert von 30 Millionen Euro kam (fast) ablösefrei vom Bundesligakonkurrenten TSG Hoffenheim und hat große Ambitionen beim Verein, dessen Fan er schon seit Kindheit ist.
Bischof über die ersten Eindrücke beim FC Bayern
Bischof, der am Donnerstag mit vielen anderen Nationalspieler im FCB-„WM-Basis-Camp“ in Florida eingetroffen ist, ist äußerst angetan von der Stimmung bei seinem neuen Verein: „Der erste Tag war sehr gut, ich wurde überragend aufgenommen von den Jungs. Ich hatte das Glück, bei der Nationalmannschaft schon mit dem einen oder anderen zusammengespielt zu haben. Heute wurden schon die ersten Matches gespielt nach dem Training, Tischtennis und vieles mehr. Es macht mir echt viel Spaß hier.“
Der ebenfalls beim Pressetalk anwesende FCB-Sportdirektor Christoph Freund ergänzt: „Tom ist ein richtig talentierter Spieler, jetzt auch schon Nationalspieler. Er war in der letzten Saison Stammspieler und hat Verantwortung übernommen. Von seiner Art passt er sehr gut zum FC Bayern und in die Mannschaft. Er hat sich richtig gut entwickelt. Ich bin überzeugt, dass er sich hier sehr schnell wohlfühlen wird.“
Bayern-Neuzugang Bischof zum Vergleich mit Joshua Kimmich
Der 19-Jährige wird schnell auf einen häufigen Vergleich mit FCB-Führungsspieler Joshua Kimmich angesprochen, der selbst vor zehn Jahren fast im exakt gleichen Alter den Weg zum FC Bayern gefunden hatte. Mittlerweile hat Kimmich 101 Länderspiele auf dem Buckel und wird wohl ab 2026 die Kapitänsbinde von Manuel Neuer beim Rekordmeister übernehmen.
Dazu Bischof: „Ich hab das schon ein paar Mal gehört. Ich muss sagen, dass Jo ein überragender Fußballer ist. Ich schaue auch zu ihm auf. Ich glaube auch, dass sich unser Spielstil ähnelt, aber wir sind nicht komplett gleich.“
Bischof über seine Ziele beim FC Bayern
„Ich will gut in die Mannschaft reinfinden, geile Spiele machen und mit der Mannschaft Titel gewinnen. Ich habe Bock, anzugreifen und mit den Jungs zu spielen. Es sind geile Kicker dabei, das macht echt Spaß.“ Der Jungnationalspieler zieht dabei einen Vergleich zu seinem Ex-Verein Hoffenheim, bei dem er zehn Jahre lang gespielt hat und groß geworden ist: „Alles ist natürlich viel größer, aber das war mir schon bewusst. Die Qualität im Training ist nochmal eine andere. Ich freue mich einfach, dabei zu sein.“
Auch wenn er „früher eher im vorderen Bereich gespielt“ hat, sieht Bischof seine Position im Profibereich anders: „Ich sehe mich auf der Acht oder auf der Sechs, im Zentrum fühle ich mich sehr wohl.“
Klub-WM statt U21-EM
Obwohl Bischof, der von der U16 bis zur U20 sämtliche DFB-Nachwuchsteams durchlaufen hatte, eine Einladung für die U21-EM bekam, entschied er sich für das FIFA-Weltturnier mit dem FC Bayern: „Ich habe schnell gesagt, dass ich sehr gerne bei der Klub-WM dabei sein möchte. Wir hängen hoffentlich einen Monat zusammen und wachsen dadurch auch zusammen. Ich wünsche der U21 viel Erfolg, aber ich will hier um den Titel spielen.“
Bischof über den Wechsel zum FCB: Vom Fan zum Stammspieler?
Die Frage der anwesenden Medienvertreter, wie es zum Wechsel an die Säbener Straße kam, entlockt Bischof ein Lächeln, aber auch ein „Geständnis“: „Jetzt kann ich es sagen: Fan bin ich schon mein ganzes Leben lang. Ich habe ein großes Bild von mir im Bayern-Trikot über meinem Bett bei meinen Eltern hängen. Die Kontaktaufnahme war relativ früh und ich war mir schnell sicher, dass es Bayern wird. Die Gespräche mit Max Eberl und Christoph Freund waren sehr gut und den letzten Ausschlag haben dann die Gespräche mit dem Trainer gegeben.“
Dass es bei seinem Herzensverein auch tatsächlich funktionieren wird, ist sich der 19-Jährige sicher: „Das System kommt mir zugute. Ich bin der Meinung, dass es ein Perfect Match ist.“
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