VonMelanie Gottschalkschließen
Mit emotionalen Worten hat sich ein Wintersport-Star von der großen Bühne verabschiedet – und ist gespannt, was die Zukunft für sie bereit hält.
München – Das italienische Wintersport-Team muss den nächsten Abgang verkraften. Die 35 Jahre alte Snowboarderin Raffaela Brutto gab am Dienstag ihren Rücktritt auf Instagram bekannt – und wählte dafür emotionale Worte. 17 Jahre lang hatte die Italienerin im Weltcup-Zirkus mitgemischt, dreimal an Olympischen Winterspielen teilgenommen. Nun möchte sie neue Leidenschaften entdecken.
| Raffaella Brutto | |
|---|---|
| Geboren am: | 10. Januar 1988 (35 Jahre), Genua, Italien |
| Disziplin: | Snowboardcross |
| Größte Erfolge: | 1x Zweite im Weltcup, 2x Dritte im Weltcup |
Brutto hört auf – eine Entscheidung beeinflusste ihr Leben sehr
„Es ist schwer, so einen langen und schönen Teil meines Lebens loszulassen, aber alles geht zu Ende, auch meine Snowboardkarriere“, beginnt sie ihren Post. Es sei unglaublich, wie die Entscheidung, Snowboarden auszuprobieren, ihr Leben so tief beeinflusst habe. Nun aber ist es für sie Zeit, das Brett in die Ecke zu stellen und sich einer neuen Aufgabe zu widmen.
Denn vor rund eineinhalb Jahren wurden Brutto und ihr Partner Eltern einer kleinen Tochter, die 35-Jährige verpasste aufgrund dessen die vorletzte Weltcup-Saison, griff im vergangenen Winter aber nochmal an. Für sie war das Kapitel Leistungssport offenbar noch nicht beendet. Jetzt ist die Zeit für Brutto aber gekommen.
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Nach Karriere-Ende: Brutto hofft, neue Leidenschaften zu finden
In ihrem Beitrag, der ihre Liebe zum Snowboarden sehr deutlich macht, gibt Brutto jungen Menschen einen Rat: „Die Entscheidungen, die wir jeden Tag treffen, prägen unsere Zukunft, und die Erfahrungen, die wir machen, definieren uns. Ich möchte jungen Menschen raten, Spaß zu haben und ihrer Leidenschaft zu folgen, denn nur so können sie ihre Träume verwirklichen“, schreibt sie.
Zusätzlich dankt sie vielen Wegbegleitern und Wegbegleiterinnen, die ihre Karriere in den vielen Jahren von der Jugend bis hin zur Nationalmannschaft geprägt haben – und freut sich auf die Zukunft. Auch wenn ihre Snowboard-Karriere zu Ende gehe, freue sie sich und hoffe, neue Leidenschaften und Herausforderungen zu finden. „Dies ist erst der Beginn eines neuen Kapitels in meinem Leben, und ich kann es kaum erwarten, was die Zukunft bringt“, schließt sie ihr Statement ab.
Im Weltcup fuhr Brutto insgesamt dreimal aufs Podium, bei den Olympischen Winterspielen wurde sie 2010 (Vancouver) 17., 2014 (Sotschi) 16. und 2018 (Pyeongchang) 8. Auch bei den Weltmeisterschaften reichte es nie für den ganz großen Coup. Stolz kann sie auf diese Karriere trotzdem sein. Brutto ist nicht die Erste, die sich nach Ende der vergangenen Saison aus dem italienischen Wintersport-Kader verabschiedet. Bereits im April hatte ein Routinier überraschend das Ende seiner Karriere verkündet. (msb)
