FC Bayern schlägt harmlose Hoffenheimer bei letztem Bundesliga-Auftritt von Thomas Müller
VonBenedict Hottner
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David Heermann
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Der FC Bayern gewinnt am letzten Spieltag in Hoffenheim souverän. Thomas Müller hat seinen letzten Bundesliga-Auftritt. Der Ticker zum Nachlesen.
TSG Hoffenheim – FC Bayern München 0:4
Der FC Bayern München verabschiedet sich mit einem überzeugenden Erfolg aus der Bundesliga-Saison. Gegen ein harmloses Hoffenheim geben sich die Münchner keine Blöße und feiern einen ungefährdeten Sieg. Für den emotionalen Höhepunkt des Spiels sorgt die Auswechslung von Thomas Müller – die Vereinsikone bestritt ihr letztes Bundesliga-Spiel im Trikot des Rekordmeisters.
Update, 17. Mai, 14.35 Uhr: Die Aufstellung des FC Bayern ist da, es gibt eine Überraschung: Superstar Harry Kane sitzt im letzten Bundesliga-Spiel der Saison nur auf der Bank. Thomas Müller und Serge Gnabry werden sich die Aufgaben in der Sturmspitze aufteilen.
Die Bayern-Aufstellung im Überblick: Neuer - Laimer, Stanisic, Dier, Guerreiro - Kimmich, Pavlovic, Olise, Coman - T. Müller, Gnabry
Erstmeldung, 17. Mai: Hoffenheim – Die Party-Tage beim FC Bayern gehen in die letzte Runde – mit dem Rathaus-Balkon als großem Feier-Finale. Und Trainer Vincent Kompany hat im Zuge der Ibiza-Reise eines Teils der Münchner Meisterspieler um Kapitän Manuel Neuer, dem designierten Torschützenkönig Harry Kane und Rekord-Champion Thomas Müller in dieser Woche ein neues deutsches Wort gelernt.
„Wie heißt das: Wettbewerbsverzerrung?“, fragte der 39 Jahre alte Belgier am Freitag in der Pressekonferenz vor dem letzten Saisonspiel am Samstag (15.30 Uhr/Sky) bei der noch nicht vor dem Abstieg geretteten TSG Hoffenheim. Diese geht mit drei Punkten Vorsprung und einer um sechs Treffer besseren Tordifferenz auf den Tabellen-16. 1. FC Heidenheim in den letzten Spieltag.
Noch droht Hoffenheim die Relegation. Und ganz Deutschland wird natürlich genau hinschauen, ob die Bayern-Profis ihre Arbeit nach dem Trip auf die Party-Insel mit der nötigen Ernsthaftigkeit angehen.
Kompany bewertete den Ausflug eines Teils seiner Mannschaft in der Freizeit am Freitag nicht. Er warb stattdessen für eine objektive Einordnung. Darum erinnerte er daran, dass seine Spieler erst kürzlich keine 72 Stunden nach dem bitteren Champions-League-Aus bei Inter Mailand in Heidenheim praktisch ohne Vorbereitung mit 4:0 gewonnen hätten. Und jetzt habe man – trotz Ibiza – fast die ganze Woche Zeit gehabt, um sich auf Hoffenheim einzustimmen.
„Also über Wettbewerbsverzerrung sollte man sich noch mal Gedanken machen“, riet Kompany. Ein engagierter und erfolgreicher Auftritt wäre aber wohl auch ihm am liebsten, um die Kritiker verstummen zu lassen. „Wir sind Meister geworden mit viel harter Arbeit. Und wir dürfen es jetzt keinem Gegner schenken, dass sie gegen uns einen guten Nachmittag haben“, mahnte er.
Kompany freut sich auf Urlaub vor der Klub-WM
Zumal die Meister-Zeremonien gleich nach dem Rückflug vom Hoffenheim-Spiel am Samstagabend mit einer internen Vereinsfeier in München weitergehen. Und am Sonntag (ab 13.30 Uhr) präsentiert sich das Meisterteam um Kapitän Neuer dann zum Abschluss gemeinsam mit der Frauen-Mannschaft, die deutscher Meister und Pokalsieger wurde, den Fans auf dem Münchner Rathaus-Balkon.
„Für mich ist das ein besonderer Moment nach einer Saison, die nicht leicht war, auf dem Marienplatz zu stehen“, kündigte Sportvorstand Max Eberl an. Kompany freut sich ebenfalls auf seinen ersten Balkon-Auftritt als deutscher Meister – und auf gut zweieinhalb Wochen Urlaub unmittelbar danach.
„Ab Montag will ich ein bisschen Papa sein“, sagte der Familienvater. Am 5. Juni beginnt dann für die Nicht-Nationalspieler um Manuel Neuer und Thomas Müller die Vorbereitung auf die am 15. Juni beginnende Klub-WM in den USA.
Diese 32 Teams kämpfen 2025 um den Klub-WM-Titel in den USA
Der im Anschluss an das Turnier von seinem Herzensclub scheidende Müller steht in Hoffenheim vor seinem letzten Liga-Einsatz im Bayern-Trikot. Wer es alles in der neuen Saison trägt, muss Sportvorstand Eberl in einem durch die Klub-WM „speziellen“ Transfersommer noch klären. (dpa/DaHee)