KLASSENBUCH

Eintracht-Einzelkritik: Marmoush und Ekitiké überragen alle

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Duo Infernale: Hugo Ekitiké (rechts) und Omar Marmoush.
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Zwei Eintracht-Spieler treten gegen Hoffenheim tadellos auf, keiner der Profis schwächelt. Das FR-Klassenbuch nach dem souveränen 3:1-Sieg.

Tadellos

Omar Marmoush: Am Tag nach seinem Treuebekenntnis mit einer Galavorstellung, zeigte, weshalb er so außerordentlich wichtig ist fürs Team. Feuerte aus allen lagen, sprühte vor Spielwitz. Bereitete das 1:0 wunderbar vor, leitete das zweite Tor ein, das dritte machte er gleich selbst, und das Stadion stand Kopf. Herausragend.

Hugo Ekitiké: Bewies seine Extraklasse nicht nur beim Führungstreffer, den er klug und abgezockt erzielte. Die Vorarbeit zum 2:0 war schlicht brillant. Steter Unruheherd, mit seinen Finten und Haken nur schwer zu verteidigen. Ausnahmekönner.

Gut dabei

Niels Nkounkou: Sein mit Abstand bestes Spiel im Eintracht-Dress. Marschierte die Linie wie aufgedreht auf und ab, voller Power, kaum zu stoppen auf links. Sein einleitender Pass auf Marmoush vor dem 1:0 war perfekt und der Türöffner zum Tor. Im zweiten Abschnitt schaltete er einen Gang herunter.

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Hugo Larsson: Überall zu finden, vorne, hinten, natürlich auch in der Mitte. Und auch mutig auf dem Weg nach vorne, das sollte sich auszahlen. Drang nach einer guten halben Stunde in den Sechzehner der Hoffenheimer ein, wurde grandios von Ekitiké bedient – und machte das 2:0. Ein Tor wie aus dem Bilderbuch. Vor dem Anschlusstor zu zögerlich, machte es fast im Gegenzug mit seinem beherzten Sprint vor dem 3:1 wett. Stark.

Mario Götze: Der Spielleiter. Lenkte die Partie klug und souverän. Was er macht, hat Hand und Fuß, viele Feinheiten, die nicht viele können. Wie sein Zuckerpass auf Marmoush vor dem 3:1. Ist halt ein Instinktfußballer.

Robin Koch: Ohne Fehl und Tadel in der Abwehrzentrale, Kopf der Verteidigung. Verlor gefühlt keinen Zweikampf, auch in der Luft eine Bank. Den Anschluss konnte er nicht verhindern.

Arthur Theate: Auch er mit einem sehr erwachsenen Auftritt, stoppte die Hoffenheimer fast im Alleingang.

Ganz okay

Rasmus Kristensen: Harter Zweikämpfer, unermüdlicher Dauerbrenner auf rechts. Beim 1:2 allerdings nicht ganz im Bilde. Am Ende hinten mit ein paar Problemchen.

Ellyes Skhiri: Trug nach seinem Jochbeinbruch eine Gesichtsmaske – doch die schien ihn so gar nicht zu behindern. Sichtlich darum bemüht, seine unglückliche Vorstellung von Dortmund vergessen zu machen. Das gelang. Fleißig ohne Ende, lief alle Löcher zu.

Tuta: Auch er beim Anschlusstreffer zu sehr mit sich selbst beschäftigt. Kann passieren. Ansonsten eine abgeklärte Vorstellung.

Kevin Trapp: Geruhsamer Nachmittag, hatte kaum etwas zu tun. Verschätzte sich einmal, kam bei einem Steilpass einen Schritt zu spät, doch Kaderabek konnte kein Kapital daraus schlagen. Im zweiten Abschnitt einmal nicht ganz so souverän bei einem Fernschuss, das Ding flatterte aber auch fies (61.). Hat was zu feiern: Holte in seinem 350. Pflichtspiel für die Eintracht den 100. Sieg. Das gelang keinem Frankfurter Torwart vor ihm.

Igor Matanovic: Gleich mittendrin, treibt sich da rum, wo es gefährlich wird. Das ist gut. Brachte hinter einen Kopfball keine Wucht (68.), dann aber einmal doch unglücklich. Wartete freistehend so lange mit dem Torschuss, bis er noch geblockt wurde (76.). So viel Zeit hat man in der Bundesliga nicht, wird er noch lernen.

So lala

Kein Eintrag.

Schwächelnd

Kein Eintrag.

Zu spät gekommen

Ansgar Knauff, Can Uzun, Fares Chaibi, Nnamdi Collins. dur

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