Von Henning Bräuninger
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Mitten in der EM-Vorbereitung zieht eine erfahrene Abwehrspielerin einen Schlussstrich – und sorgt für Bedauern beim DFB.
Frankfurt – Sara Doorsoun hat ihren Rücktritt aus der deutschen Frauen-Nationalmannschaft verkündet. Diese Entscheidung kommt nur wenige Tage vor der Bekanntgabe des Kaders für die bevorstehende Europameisterschaft in der Schweiz . „Dass es vor dem Turnier im Sommer passiert, war, um ehrlich zu sein, nicht der Plan“, schrieb, die erfahrene Eintracht -Defensivspielerin auf Instagram.
Ihre Entscheidung wurde maßgeblich durch die Mitteilung beeinflusst, dass sie nur im erweiterten EM-Kader stehen würde. „Nachdem man mir mitgeteilt hat, dass ich für das Turnier ‚nur‘ auf Abruf stehe, habe ich mich dazu entschieden, meine Karriere nach fast 10 Jahren in der Nationalmannschaft zu beenden“, erklärt Doorsoun. Der Frankfurter Eintracht bleibt die Spielerin zumindest noch ein weiteres Jahr erhalten – Der Vertrag der Vizekapitänin wurde erst im März bis 2026 verlängert.
Bundestrainer Wück bedauert Doorsoun-Rücktritt Bundestrainer Christian Wück äußerte Bedauern über den Rücktritt der 33-Jährigen und betonte, dass sie „immer ein wichtiger Teil“ der Mannschaft gewesen sei. „Leider ist sie in den vergangenen Monaten durch ihre Verletzung in einer entscheidenden Phase der Vorbereitung auf das Turnier zurückgeworfen worden“, so Wück.
Noch am vergangenen Dienstag spielte Doorsoun im DFB-Dress beim 6:0-Sieg des deutschen Teams in der Nations League über Österreich. „Ich habe dieses Trikot immer voller Stolz getragen“, betont die Abwehrspielerin. DFB -Sportdirektorin Nia Künzer respektiert Doorsouns Entscheidung ebenfalls und würdigte sie als „offene, professionelle und starke Persönlichkeit“.
Diese deutschen Nationalspieler feierten ihr Debüt unter Julian Nagelsmann Chris Führich feierte am 14. Oktober 2023 beim 3:1-Sieg gegen die USA sein Debüt für die Nationalmannschaft. Als dynamischer Flügelspieler des VfB Stuttgart überzeugte er mit Tempo und Technik. Seitdem entwickelte er sich zu einem festen Bestandteil des DFB-Kaders und wurde für die UEFA Euro 2024 nominiert. © Imago Am 18. Oktober 2023 kam Kevin Behrens beim 2:2 gegen Mexiko zu seinem ersten Länderspieleinsatz. Damals noch bei Union Berlin unter Vertrag, wechselte er Anfang 2024 zum VfL Wolfsburg. Obwohl er bislang nicht erneut nominiert wurde, bleibt er mit seiner physischen Präsenz eine Option für die Offensive. © Imago Marvin Ducksch debütierte am 18. November 2023 gegen die Türkei. Als torgefährlicher Angreifer von Werder Bremen wurde er in zwei Länderspielen eingesetzt. Trotz starker Leistungen im Verein blieb es bislang bei diesen Einsätzen. © Imago Beim 0:2 gegen Österreich am 21. November 2023 feierte Robert Andrich sein Debüt für die Nationalmannschaft. Mit konstanten Leistungen bei Bayer Leverkusen etablierte er sich schnell im DFB-Kader und wurde für die EM 2024 nominiert. © Imago Maximilian Mittelstädt debütierte am 23. März 2024 beim 2:0-Sieg gegen Frankreich. Als linker Verteidiger des VfB Stuttgart überzeugte er mit defensiver Stabilität und Offensivdrang. Seine Leistungen führten zur Nominierung für die EM 2024. Maximilian Mittelstädt debütierte am 23. März 2024 beim 2:0-Sieg gegen Frankreich. Als linker Verteidiger des VfB Stuttgart überzeugte er mit defensiver Stabilität und Offensivdrang. Seine Leistungen führten zur Nominierung für die EM 2024. © Imago Im selben Spiel feierte auch VfB-Kumpel Deniz Undav sein Debüt. Auch der Stürmer fuhr mit zur Europameisterschaft 2024. Am 23. März 2024 gab Deniz Undav beim 2:0 gegen Frankreich sein Länderspieldebüt. Als torgefährlicher Stürmer des VfB Stuttgart zeigte er seine Qualitäten und wurde für die EM 2024 berücksichtigt. © Imago Waldemar Anton debütierte ebenfalls am 23. März 2024 gegen Frankreich. Der Innenverteidiger des VfB Stuttgart überzeugte mit Zweikampfstärke und Spielintelligenz und wurde in den EM-Kader 2024 aufgenommen. Waldemar Anton debütierte ebenfalls am 23. März 2024 gegen Frankreich. Der Innenverteidiger des VfB Stuttgart überzeugte mit Zweikampfstärke und Spielintelligenz und wurde in den EM-Kader 2024 aufgenommen. © Imago Kurz vor der EM 2024 debütierte Maximilian Beier für die deutsche Nationalmannschaft. Am 3. Juni im Spiel gegen die Ukraine (0:0) brachte Nagelsmann den damaligen TSG-Stürmer für 30 Minuten. Anschließend stand er auch im EM-Kader, kam aber nur zu einem Kurzeinsatz. Kurz vor der EM 2024 debütierte Maximilian Beier für die deutsche Nationalmannschaft. Am 3. Juni im Spiel gegen die Ukraine (0:0) brachte Nagelsmann den damaligen TSG-Stürmer für 30 Minuten. Anschließend stand er auch im EM-Kader, kam aber nur zu einem Kurzeinsatz. © IMAGO/Sebastian Räppold/Matthias Koch Am 29. August 2024 wurde Angelo Stiller erstmals für die Nationalmannschaft nominiert. Der zentrale Mittelfeldspieler des VfB Stuttgart zeigte starke Leistungen in der Bundesliga und wurde für die Nations-League-Spiele berücksichtigt. Am 29. August 2024 wurde Angelo Stiller erstmals für die Nationalmannschaft nominiert. Der zentrale Mittelfeldspieler des VfB Stuttgart zeigte starke Leistungen in der Bundesliga und wurde für die Nations-League-Spiele berücksichtigt. © Imago Alexander Nübel feierte sein Debüt am 6. September 2024 im Spiel gegen Bosnien-Herzegowina. Als Torhüter des VfB Stuttgart wurde er für seine konstanten Leistungen belohnt und in den DFB-Kader berufen. Alexander Nübel feierte sein Debüt am 6. September 2024 im Spiel gegen Bosnien-Herzegowina. Als Torhüter des VfB Stuttgart wurde er für seine konstanten Leistungen belohnt und in den DFB-Kader berufen. © Imago Tim Kleindienst debütierte am 6. September 2024 gegen Bosnien-Herzegowina. Der Stürmer von Borussia Mönchengladbach wurde für seine Torjägerqualitäten in die Nationalmannschaft berufen. Tim Kleindienst debütierte am 6. September 2024 gegen Bosnien-Herzegowina. Der Stürmer von Borussia Mönchengladbach wurde für seine Torjägerqualitäten in die Nationalmannschaft berufen. © Imago Jonathan Burkardt gab sein Debüt am 6. September 2024 gegen Bosnien-Herzegowina. Der Angreifer von Mainz 05 wusste Julian Nagelsmann durch seinen Offensivdrang zu überzeugen. Jonathan Burkardt gab sein Debüt am 6. September 2024 gegen Bosnien-Herzegowina. Der Angreifer von Mainz 05 wurde für seine Leistungen in der Bundesliga belohnt und in die Nationalmannschaft berufen. © Imago Oliver Baumann debütierte am 10. September 2024 im Spiel gegen die Niederlande. Nach langem Warten hinter Manuel Neuer und Marc-André ter Stegen, durfte der erfahrene Keeper der TSG Hoffenheim unter Nagelsmann endlich ran. Oliver Baumann debütierte am 10. September 2024 im Spiel gegen die Niederlande. Der erfahrene Torhüter der TSG Hoffenheim war bereits zuvor regelmäßig im DFB-Kader, kam allerdings nie zu einem Einsatz. © Imago Jamie Leweling feierte am 10. September 2024 gegen die Niederlande ein beeindruckendes Debüt, bei dem er das entscheidende Tor zum 1:0-Sieg erzielte. Der Offensivspieler des VfB Stuttgart verpasste weitere Einsätze verletzt. Jamie Leweling feierte am 10. September 2024 gegen die Niederlande ein beeindruckendes Debüt, bei dem er das entscheidende Tor zum 1:0-Sieg erzielte. Der Offensivspieler des VfB Stuttgart wurde für seine Leistung gefeiert und etablierte sich im DFB-Kader. © Imago Yann-Aurel Bisseck wurde am 20. März 2025 erstmals für die Nationalmannschaft nominiert. Der Innenverteidiger von Inter Mailand überzeugte mit starken Leistungen in der Serie A und wurde für die Nations-League-Spiele berücksichtigt. Yann-Aurel Bisseck wurde am 20. März 2025 erstmals für die Nationalmannschaft nominiert. Der Innenverteidiger von Inter Mailand überzeugte mit starken Leistungen in der Serie A und wurde für die Nations-League-Spiele berücksichtigt. © Imago Nadiem Amiri kehrte im März 2025 nach vier Jahren Pause in die Nationalmannschaft zurück und wurde für die Nations-League-Spiele nominiert. Der Mittelfeldspieler von Mainz 05 zeigte starke Leistungen in der Bundesliga und verdiente sich die Rückkehr ins DFB-Team. Nadiem Amiri kehrte im März 2025 nach vier Jahren Pause in die Nationalmannschaft zurück und wurde für die Nations-League-Spiele nominiert. Der Mittelfeldspieler von Mainz 05 zeigte starke Leistungen in der Bundesliga und verdiente sich die Rückkehr ins DFB-Team. © Imago Nach starken Leistungen für den VfB Stuttgart wurde Nick Woltemade von Julian Nagelsmann für das Final Four in der Nations League erstmals in den DFB-Kader berufen. Am 4. Juni durfte er dann direkt gegen Portugal beginnen. Nach starken Leistungen für den VfB Stuttgart wurde Nick Woltemade von Julian Nagelsmann für das Final Four in der Nations League erstmals in den DFB-Kader berufen. Am 4. Juni durfte er dann direkt gegen Portugal beginnen. © IMAGO Tom Bischof feierte sein A-Länderspieldebüt am 8. Juni 2025 bei der 0:2-Niederlage im Spiel um Platz Drei in der Nations League gegen Frankreich. Tom Bischof feierte sein A-Länderspieldebüt am 8. Juni 2025 bei der 0:2-Niederlage im Spiel um Platz Drei in der Nations League gegen Frankreich. © IMAGO/Pressefoto Rudel/Robin Rudel Nnamdi Collins war bislang nur für die U-Nationalmannschaften aktiv. Nun steht er gleich bei seinem Debüt für das Team von Julian Nagelsmann in der Startelf. Nnamdi Collins gab am 4. September 2025 sein Debüt für die Nationalmannschaft. Im WM-Qualifikationsspiel gegen die Slowakei startete er von Beginn an. © IMAGO/BEAUTIFUL SPORTS/Meusel Für seine starken Leistungen für Eintracht Frankfurt wurde Nathaniel Brown von Julian Nagelsmann mit der DFB-Nominierung belohnt. Am 10. Oktober 2025 beim 4:0-Sieg gegen Luxemburg durfte der Linksverteidiger erstmals für die A-Nationalmannschaft auflaufen. Für seine starken Leistungen für Eintracht Frankfurt wurde Nathaniel Brown von Julian Nagelsmann mit der DFB-Nominierung belohnt. Am 10. Oktober 2025 beim 4:0-Sieg gegen Luxemburg durfte der Linksverteidiger erstmals für die A-Nationalmannschaft auflaufen. © IMAGO/Gladys Chai von der Laage Assan Ouédraogo feierte sein Debüt in der deutschen A-Nationalmannschaft beim letzten WM-Qualifikationsspiel gegen die Slowakei (6:0). Bei nur 13 Minuten Einsatzzeit trug sich der RB-Star direkt in die Torschützenliste ein. Assan Ouédraogo feierte sein Debüt in der deutschen A-Nationalmannschaft beim letzten WM-Qualifikationsspiel gegen die Slowakei (6:0). Bei nur 13 Minuten Einsatzzeit trug sich der RB-Star direkt in die Torschützenliste ein. © IMAGO/Maximilian Koch Sara Doorsoun hat in ihrer Karriere beachtliche Erfolge erzielt. Ihr Debüt feierte sie 2016 beim SheBelieves Cup gegen Frankreich. Sie nahm an zwei Europameisterschaften, zwei Weltmeisterschaften und den Olympischen Spielen 2024 teil, wo sie die Bronzemedaille gewann. Besonders hervorzuheben ist ihre Rolle bei der EM 2022, als sie mit der deutschen Mannschaft das Finale erreichte.
Dara Doorsoun beendet ihre DFB-Karriere.
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Doorsoun ein Vorbild für viele junge Spielerinnen Neben dem Platz engagierte sich Doorsoun stark für die Nachwuchsförderung von Kindern mit Migrationshintergrund. Ihr Vater stammt aus dem Irak, ihre Mutter aus der Türkei – eine Herkunft, die sie als Bereicherung empfindet und die sie motivierte, sich für Vielfalt im Sport einzusetzen. DFB-Vizepräsidentin Sabine Mammitzsch lobte Doorsoun als „ein Vorbild für viele junge Fußballerinnen“. Ihre Haltung und ihr Engagement seien inspirierend, sowohl auf sportlicher Ebene als auch in gesellschaftspolitischen Fragen. (hbr)
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