- VonLuca Hartmannschließen
Um Kinder möglichst spielerisch an das Skifahren heranzuführen, hat sich Ski-Ass Felix Neureuther eine ganz besondere Pups-Übung ausgedacht.
München – Nach seiner erfolgreichen Ski-Karriere engagiert sich Felix Neureuther besonders im sozialen Bereich. Mit seiner Stiftung will er Bewegung und Gesundheit von Kindern und Jugendlichen fördern und ein besseres Bewusstsein, unter anderem für Natur und Nachhaltigkeit, schaffen. Erst kürzlich kritisierte er beispielsweise die mangelnde Bewegung von Kindern an Schulen.
Im BR24-Podcast „Pizza & Pommes“ gibt er regelmäßig Einblicke in seine Arbeit mit der nächsten Generation. In der jüngsten Ausgabe sprechen Neureuther und sein Podcast-Kollege Phillipp Nagel mit Skilehrer Norbert Haslach und dem Schauspieler Ferdinand Hofer darüber, wie man Kindern das Skifahren beibringen kann – und Neureuther berichtet von einer ganz besonderen Übung.
Felix Neureuther bringt Kindern das Skifahren mit Pups-Übung bei
Um das Skifahren möglichst spielerisch zu vermitteln, müssten Eltern und auch Skilehrer versuchen, die Übungen „möglichst gut zu verpacken. Es bringt ja nichts, wenn du sagst, ‚mach mal einen Pflug und schau, dass der Oberkörper da außen drüber geht‘, sondern du musst die Übungen und Anweisungen verpacken“, erklärt Neureuther.
Er selbst habe deswegen schon die „Knödel-Übung“ und die „Pups-Übung“ als Skilehrer bei Kinder-Gruppen angewendet. „Beim Skifahren ist es sehr wichtig, die Hüfte zum Hang zu bringen. Und dann mussten sie jedes Mal, wenn sie einen Schwung fahren, die Hüfte reinmachen und so einen Pups machen“, erklärt Neureuther. In einem kurzen Video auf dem Wintersport-Kanal des BR auf Instagram ist zu sehen, wie Neureuther die Übung im Stehen vormacht und sich dabei sichtlich amüsiert.
Die 18 erfolgreichsten deutschen Wintersportler des neuen Jahrtausends




Unkonventionelle Methoden: Kinder von Neureuther-Übung begeistert
Doch offenbar hat die unkonventionelle Methode den gewünschten Effekt erzielt. „Die Kinder haben da die Hüfte reingebracht, nur weil sie so getan haben, als wenn sie pupsen. Und die Kinder haben einen riesengroßen Spaß gehabt. Die haben sich kaputt gelacht, schon alleine, wenn du ihnen die Übung erklärst“, so Neureuther, der kürzlich mit einem Vize-Olympiasieger Fasching auf der Piste feierte.
Den Spaß bei den Kindern zu sehen, sei schließlich auch für Lehrer oder Eltern das schöne. „Und dann pupsen die Kinder da den ganzen Hang runter und die Leute schauen. Das ist herrlich“, freut sich der 39-Jährige. Sinnvolle Übungen in solche Spielformen zu verpacken, sei laut Neureuther ein „Schlüsselmoment für die Kinder, damit sie Spaß und Freude daran haben.
Ob er die „Pups-Übung“ auch seinen eigenen Kindern beibringt, verriet er indes nicht. Ein seltenes Familienfoto mit seiner Frau Miriam und den gemeinsamen Kindern zu Beginn des Jahres zeigt jedoch, dass der Neureuther-Nachwuchs auch in jungen Jahren schon auf Skiern unterwegs ist. (LuHa)
Rubriklistenbild: © IMAGO/Manfred Segerer
