VonNiklas Noackschließen
Die Fans des VfB Stuttgart geben am Rande der Partie gegen die TSG Hoffenheim ein klares Statement zum Machtkampf ab. Vorstandschef Wehrle reagiert.
Sinsheim/Stuttgart - Dass eine Reaktion der aktiven Fanszene kommt, war abzusehen. Im Rahmen der Bundesligapartie bei der TSG 1899 Hoffenheim hissten die Anhänger des VfB Stuttgart ein Banner. Darauf stand geschrieben: „Mitglieder verkauft und verraten. Ihr habt zwei Wochen Zeit, den Fehler zu korrigieren.“
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VfB-Fans drohen offenbar mit Ausweitung des Protests
Was dann passiert, steht in den Sternen, doch es klingt so, als würden die Stuttgarter Ultras planen, ihren Protest auszuweiten. Wie dieser dann aussieht, bleibt abzuwarten. Das Plakat wurde auch von den VfB-Verantwortlichen zur Kenntnis genommen, wie von Vorstandschef Alexander Wehrle, der bereits versucht hatte, zwischen den zerstrittenen Parteien zu vermitteln. Auf die Frage, was die Fans mit ihrem Plakat meinen, sagte der Stuttgarter Boss am Sky-Mikrofon: „Weiß ich nicht, das müssen wir mit ihnen besprechen.“
Im Aufsichtsrat der Schwaben haben sich die Machtverhältnisse verschoben, da zwei Vertreter des neuen Investors Porsche ins Kontrollgremium berufen wurden. Am vergangenen Dienstag (12. März) kam es dann zur Eskalation: Präsident Claus Vogt wurde als Aufsichtsratsvorsitzender des VfB abgesetzt, anschließend folgten zersplitterte Statements der Funktionäre, die ein wahres Chaos bei den Schwaben offenbarten.
Wie der Machtkampf beim VfB Stuttgart eskaliert ist
Hintergrund ist, dass den VfB-Mitgliedern bei der Ausgliederung 2017 versprochen wurde, dass der bei der Mitgliederversammlung gewählte Präsident des e.V. auch immer Vorsitzender des Aufsichtsrats sein soll. Dies wurde allerdings nur mündlich gegeben und ist nirgendwo schriftlich festgehalten. Längst liegt der Verdacht nahe, dass Porsche Vogts Abwahl als Voraussetzung für den Einstieg als Investor gesehen hat. Ob die rechtlich Bestand hält, ist abzuwarten. Der Machtkampf beim VfB ist jedenfalls voll im Gange.
Rubriklistenbild: © Michael Weber IMAGEPOWER/IMAGO

