Deutschlands Schiri-Albtraum

Umstrittener Schiedsrichter erzürnt FC Bayern: Neuer Eklat im PSG-Spiel

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Anthony Taylor verweigert dem FC Bayern einen Strafstoß. Ausgerechnet Musiala verletzt sich schwer. Deutschlands Schiedsrichter-Albtraum schlägt erneut zu.

München – Der Name Anthony Taylor lässt deutsche Fußballfans noch immer schaudern. Ausgerechnet der englische Schiedsrichter, der Deutschland bei der EM 2024 um den Einzug ins Halbfinale brachte, sorgte beim FC Bayern gegen PSG erneut für Ärger. In der Nachspielzeit verweigerte Taylor den Münchenern einen Elfmeter und nahm die Entscheidung nach VAR-Eingriff sogar zurück.

Anthony Taylor verweigert FC Bayern Elfmeter gegen PSG

Die umstrittene Szene ereignete sich in der 90. Minute: Thomas Müller ging im Strafraum mit dem Kopf zum Ball, als PSG-Verteidiger Nuno Mendes mit dem Fuß viel zu hoch kam und den Bayern-Routinier am Arm traf. Zunächst zeigte Taylor auf den Punkt, doch nach Ansicht der Videobilder nahm er seine Entscheidung zurück. Medien berichteten, dass der Referee am Monitor sah, dass Mendes „zunächst Thomas Müller und erst dann den Ball trifft“ – dennoch blieb es bei der Rücknahme.

Die Entscheidung sorgte für Unverständnis bei den Bayern. „Mendes trifft mich nicht im Gesicht, aus meiner Sicht ist es aber nicht erlaubt, dass du im Strafraum mit gestrecktem Bein auf Kopfhöhe so agierst“, erklärte Thomas Müller nach dem Spiel bei DAZN. Es hätte mindestens einen indirekten Freistoß für gefährliches Spiel geben müssen.

Jamal Musialas Weg zur 10: Die entscheidenden Momente seiner Karriere

 Der entscheidende Transfer
Mit nur 16 Jahren wagte Musiala den mutigen Schritt von Chelsea zum FC Bayern München für 200.000 Euro Ablöse. Eine strategische Familienentscheidung, die den Grundstein für seinen kometenhaften Aufstieg legte. © imago images/Eibner
Profidebüt & erste Rekorde
Am 20. Juni 2020 wurde Musiala mit 17 Jahren und 115 Tagen zum jüngsten Bundesliga-Spieler der Bayern-Geschichte. Sein Debüt gegen Freiburg war der offizielle Eintritt in die Geschichtsbücher des Vereins. © imago images/kolbert-press
Das erste Tor, der erste Rekord
Beim 8:0-Kantersieg gegen Schalke erzielte Musiala sein erstes Bundesligator und pulverisierte mit 17 Jahren und 205 Tagen den 20 Jahre alten Rekord von Roque Santa Cruz. Der Beweis, dass aus dem Talent eine sofortige Bedrohung für jeden Gegner geworden war. © imago images/MIS
Der erste Start in der Champions League
Am 1. Dezember 2020 vertraute Hansi Flick dem 17-jährigen Musiala einen Startelfeinsatz gegen Atlético Madrid an. Ein gewaltiger Vertrauensbeweis in einem der schwierigsten Auswärtsspiele Europas. © imago images/Agencia EFE
Die Weggabelung einer Karriere
Am 24. Februar 2021 entschied sich Musiala nach intensivem Werben für die deutsche Nationalmannschaft statt England. Eine Bauchgefühl-Entscheidung, die sein internationales Vermächtnis definierte, bevor es richtig begonnen hatte. © IMAGO/Kessler-Sportfotografie
Ein europäischer Meilenstein
Mit seinem Tor gegen Lazio Rom wurde Musiala mit 17 Jahren und 363 Tagen zum jüngsten Champions-League-Torschützen der Bayern-Geschichte. Seine Ankunft auf der Weltbühne vor globalem Publikum. © imago images/LaPresse
Debüt bei einem großen Turnier
Bei der EURO 2020 wurde Musiala mit 18 Jahren und 117 Tagen zum jüngsten deutschen Spieler bei einem großen Turnier. Sein entscheidendes Dribbling gegen Ungarn rettete Deutschland ins Achtelfinale. © imago images/Eibner
Das erste Länderspieltor
Am 11. Oktober 2021 erzielte Musiala sein erstes Tor für Deutschland gegen Nordmazedonien. Mit 18 Jahren und 227 Tagen wurde er zum zweitjüngsten Torschützen der DFB-Geschichte. © imago images/Matthias Koch
Das entscheidende Tor im Klassiker
Musialas Treffer zum 3:1 gegen Borussia Dortmund am 23. April 2022 war mehr als nur ein Tor - es war der Moment, der die historische zehnte Meisterschaft in Folge sicherte. In dem Spiel traf ausgerechnet das Gesicht der nächsten Generation. © IMAGO/RHR-Foto
Die Krönung zur 10. Meisterschaft
Nach dem entscheidenden Sieg gegen Dortmund feierte Musiala mit seinen Teamkollegen die historische zehnte deutsche Meisterschaft in Folge. Ein symbolischer Akt der Staffelübergabe, der zeigte, dass die Zukunft des Vereins in ebenso fähigen Händen lag. © IMAGO/Sven Simon
Eine herausragende WM-Leistung
Bei der WM 2022 in Katar war Musiala der überragende deutsche Akteur trotz des Gruppenphasen-Aus. Seine 12 erfolgreichen Dribblings gegen Costa Rica stellten einen Teenager-Rekord bei Weltmeisterschaften auf. © IMAGO/BSR Agency
Deutschlands Nationalspieler des Jahres 2022
2022 wurde Musiala erstmals zu Deutschlands Nationalspieler des Jahres gewählt. Eine frühe Anerkennung seines außergewöhnlichen Talents und seiner wachsenden Bedeutung für die Nationalmannschaft trotz seines jungen Alters. © IMAGO/ActionPictures
Das Meistertor von Köln
In der 89. Minute des letzten Spieltags der Saison 2022/2023 zirkelte Musiala den Ball gegen Köln ins lange Eck und entriss Dortmund die schon sicher geglaubte Meisterschaft. Sein „Aguero-Moment“ - ein Treffer, der in die Ewigkeit eingehen wird. © IMAGO/RHR-Foto
Die dramatischste Meisterfeier
Nach seinem Last-Minute-Siegtor brachen alle Dämme - Musiala feierte mit seinen Teamkollegen die wohl dramatischste Meisterschaft der Bayern-Geschichte. Ein Titel, der in der allerletzten Minute einer chaotischen Saison gerettet wurde und ihn bei den Fans unsterblich machte. © IMAGO/Eibner
Anerkennung unter Gleichaltrigen
2023 wurde Musiala sowohl bei der Kopa Trophy als auch beim Golden Boy Award Zweiter hinter Jude Bellingham. Die formelle Anerkennung als einer der beiden besten jungen Fußballer der Welt. © IMAGO/Xinhua
Der erste Hattrick bei den Profis
Beim 4:0-Pokalsieg gegen Mainz erzielte Musiala am 30. Oktober 2024 seinen ersten Profi-Hattrick. Der Beweis seiner Entwicklung zu einer rücksichtslosen und dominanten Tormaschine. © IMAGO/HJS
Der Star der EURO 2024 - Auf dem Platz
Bei der Heim-EM 2024 dominierte Musiala mit drei entscheidenden Toren gegen Schottland, Ungarn und Dänemark die deutsche Offensive. Er trug die Hoffnungen einer ganzen Nation auf seinen Schultern und lieferte spektakulär ab. © IMAGO/Moritz Müller
Der Goldene Schuh - Die Krönung
Als einer der Torschützenkönige der EURO 2024 erhielt Musiala den Goldenen Schuh und wurde damit offiziell als bester Torjäger des Turniers ausgezeichnet. Die persönliche Wiedergutmachung nach der WM-Enttäuschung von 2022 war perfekt. © IMAGO/Sven Simon
Der Distanz-Donnerschlag
Im Spiel gegen St. Pauli 2024 offenbarte Musiala eine neue Waffe mit einem brutalen 25-Meter-Schuss an die Unterkante der Latte. Der greifbare Beweis seiner kontinuierlichen Entwicklung zu einem noch kompletteren Torjäger. © IMAGO/Lobeca
Deutschlands Nationalspieler des Jahres 2024
2024 erhielt Musiala erneut die Auszeichnung als Deutschlands Nationalspieler des Jahres nach seiner herausragenden EURO-Leistung im eigenen Land. Die Bestätigung seiner Rolle als unumstrittener Fahnenträger und bester deutscher Fußballer seiner Generation. © IMAGO/Laci Perenyi
Der neue Vertrag
Am 14. Februar 2025 unterschrieb Musiala einen Vertrag bis 2030 mit 25 Millionen Euro Jahresgehalt und 175 Millionen Euro Ausstiegsklausel. Die Krönung zum unantastbaren Eckpfeiler des FC Bayern für das nächste Jahrzehnt. © IMAGO/Sven Simon
Hattrick auf der Weltbühne
Bei der FIFA Klub-WM 2025 erzielte Musiala einen Hattrick gegen Auckland City und erreichte seine persönliche Bestmarke von 20 Saisontoren. Ein weiterer Baustein seiner internationalen Marke auf globaler FIFA-Bühne. © IMAGO/Agencia EFE
Triumph bei der Klub-WM
Nach dem dominanten 10:0-Sieg gegen Auckland City feierten Musiala und seine Bayern-Teamkollegen den perfekten Start in die neu formatierte FIFA Klub-Weltmeisterschaft. Ein Moment des kollektiven Triumphs auf der größten Klubbühne der Welt. © IMAGO/Beautiful Sports
Das Erbe einer Ikone
Im Juli 2025 übernahm Musiala die legendäre Rückennummer 10 beim FC Bayern München, die zuvor von Ikonen wie Arjen Robben und Lothar Matthäus getragen wurde. Die ultimative Bestätigung seines Status als kreativer Herzschlag und unumstrittener Talisman der Mannschaft - ein Mantel der Verantwortung, den nur die größten Bayern-Legenden trugen. © FC Bayern
Die Reifung zum Anführer
Um 2025 herum ist Musialas Transformation vom Wunderkind zum unumstrittenen Anführer abgeschlossen. Er spricht offen davon, „eine Ära beim FC Bayern prägen“ zu wollen - die Sprache eines wahren Führungsspielers. © IMAGO/Sven Simon

Deutschlands Schiedsrichter-Albtraum: Taylors umstrittene Vergangenheit

Anthony Taylor ist deutschen Fußballfans als „Schiedsrichter-Albtraum“ bekannt. Im EM-Viertelfinale zwischen Deutschland und Spanien am 5. Juli 2024 – exakt ein Jahr vor dem Bayern-Spiel – verweigerte er der DFB-Elf einen klaren Handelfmeter. Marc Cucurella hatte einen Schuss von Jamal Musiala klar mit der Hand abgeblockt, doch Taylor ließ weiterspielen. Die damalige Empörung und die anhaltenden Diskussionen um den englischen Referee waren riesig.

Nur wenige Wochen später sorgte Taylor erneut für Handspiel-Wirbel: Zum Premier League-Auftakt zwischen Chelsea und Manchester City verweigerte er den Blues einen Elfmeter nach einem klaren Handspiel von City-Star Mateo Kovačić. Die Ironie: Nach dem Cucurella-Skandal bei der EM ließ Taylor erneut ein eindeutiges Handspiel ungeahndet. Zudem stellte Taylor kurze Zeit später in der Premier League einen Rekord auf, als er in einem Spiel zwischen Chelsea und Bournemouth insgesamt 16 Gelbe Karten zeigte.

Der FC Bayern um Jamal Musiala ärgert sich über Schiedsrichter Anthony Taylor.

Musiala-Verletzung überschattet Bayern-Niederlage

Neben der umstrittenen Elfmeter-Entscheidung überschattete eine schwere Verletzung von Jamal Musiala das Spiel. Kurz vor der Halbzeit verletzte sich der 22-Jährige bei einem Zweikampf mit PSG-Torwart Gianluigi Donnarumma schwer am Sprunggelenk. Taylor ließ weiterlaufen und entschied nicht auf Foulspiel – eine vertretbare Entscheidung, auch, wenn einige Beobachter Elfmeter und Rote Karte forderten.

Die Ironie des Schicksals: Ausgerechnet Musiala, der bei der EM den entscheidenden Schuss abgegeben hatte, den Cucurella mit der Hand blockte, verletzte sich nun schwer – wieder mit Anthony Taylor als Schiedsrichter. „Es ist brutal bitter“, sagte Thomas Müller bei DAZN über die Verletzung seines Teamkollegen.

Das bittere Ende einer Ära: Mit der 0:2-Niederlage gegen PSG endete nicht nur Bayerns Klub-WM-Traum, sondern auch Thomas Müllers Karriere beim deutschen Rekordmeister. Der 35-Jährige wird den Verein nach 25 Jahren verlassen – sein letztes Spiel wurde von jenem Schiedsrichter geleitet, der schon bei der EM für deutsche Tränen gesorgt hatte. (ck)

Rubriklistenbild: © Scott W. Coleman/Imago

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