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Am Samstag errang der FC Bayern einen 4:2-Sieg gegen den 1. FC Heidenheim. Ein gravierender Fehler brachte die Münchner jedoch in Schwierigkeiten.
München – Das Heimspiel des FC Bayern gegen den 1. FC Heidenheim zählt zu jenen Partien in dieser Saison, in denen sich der Rekordmeister das Leben selbst schwer gemacht hat.
Upamecano kassiert Rüffel nach erneutem Patzer
In der 18. Minute brachte Dayot Upamecano den FC Bayern nach einem Eckball in Führung. Die Hausherren strahlten große Dominanz aus und ließen nichts anbrennen, bis Upamecano nach dem Seitenwechsel ein schwerer Patzer unterlief.
Infolge eines langen Balls der Heidenheimer spielte der Franzose einen viel zu kurzen Rückpass auf Ersatztorhüter Daniel Peretz, der für Manuel Neuer zwischen den Pfosten stand. Mathias Honsak ging dazwischen, eroberte den Ball, ließ Peretz stehen und erzielte den Ausgleich für den Underdog (50.).
Über weite Strecken der Saison bot Upamecano souveräne Leistungen, gegen Heidenheim unterlief dem Innenverteidiger jedoch zum wiederholten Male ein folgenschwerer Fehler. „Wir haben uns das Leben leider selber schwer gemacht. Es war brutale Dominanz, Heidenheim hatte nicht einmal den Hauch einer Chance und dann schießen wir uns eigentlich ein Eigentor“, übte Sportdirektor Christoph Freund bei Sky Sport deutliche Kritik.
Freund: „Die zwei Gegentore waren unnötig“
Zwar erhöhten Jamal Musiala (56.) und Leon Goretzka (84.) auf 3:1, allerdings verkürzte Niklas Dorsch wenige Augenblicke später auf 3:2 (85.). Für die Erlösung sorgte Musiala, der in der ersten Minute der Nachspielzeit auf 4:2 stellte.
„Es war im Endeffekt ein souveräner Sieg, aber die zwei Gegentore waren unnötig“, haderte Freund mit dem defizitären Abwehrverhalten. „Wir waren die erste Halbzeit extrem dominant, müssen das zweite und dritte Tor nachlegen. Nach einem großen Fehler steht es 1:1, das ist unnötig.“
Der Österreicher weiß allerdings, dass auch solche Spiele zu einer Saison gehören. „Ansonsten waren wir extrem dominant, haben uns gut bewegt. Heimsieg, abhaken, weiter geht’s“, lautet daher das Motto des FC Bayern.
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