Bayern-Boss sieht „gute Gründe“ für Upamecano-Verbleib
VonPeter Grad
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Unter Vincent Kompany ist Innenverteidiger Dayot Upamecano endgültig in der Weltklasse angekommen. Beim FC Bayern ist man optimistisch, dass der Franzose beim Klub bleibt.
München - Seit fast einem Jahr verhandelt der FC Bayern mit Vizeweltmeister Dayot Upamecano über eine Verlängerung seines im Sommer 2026 auslaufenden Vertrags. Jan-Christian Dreesen, der Vorstandsvorsitzende des FC Bayern, zeigt sich sehr optimistisch, dass dies nun bald passiert. Der 58-Jährige sieht den Rekordmeister bei den Vertragsverhandlungen in einer exzellenten Position.
„Dass wir mit Upamecano verlängern wollen, ist allgemein bekannt. Und ich glaube auch, wir müssen uns mit dem, was wir ihm angeboten haben, nicht verstecken“, sagte Dreesen im Interview mit der Münchner Abendzeitung: „Das entspricht den hervorragenden Leistungen, die Upa in dieser Saison bringt.“
Gesamtpaket: Weitere wichtige Faktoren neben dem Finanziellen
Laut dem BILD-Podcast Bayern Insiderliegt dem 27-Jährigen ein unterschriftsbereites Angebot seitens des Vereins vor. Dazu BILD-Fußballchef Christian Falk: „Finanziell ist man sich ziemlich einig. Grundgehalt, Boni, Signing-Fee, das passt alles.“ Im Raum stehen offenbar ein Gehalt in Höhe von 20 Millionen Euro und ein Handgeld von knapp 20 Millionen Euro. Noch nicht völlig einig soll man sich dagegen bei der von der Upamecano-Seite geforderten Ausstiegsklausel sein.
Neben dem Finanziellen spielen bei solchen Vertragsverhandlungen auch andere Faktoren eine wichtige Rolle, Dreesen betont: „Dass der Trainer und das Trainerteam verlängert haben, ist ebenso wichtig. Es geht auch um die Frage, ob sich die Familie wohlfühlt, ob ich ein gutes Standing in der Mannschaft und beim Trainer habe. Ob ich in einem ambitionierten Klub spiele, der auch was gewinnt. Ob wir attraktiven Fußball spielen. Und ich meine, das sind gute Gründe für ihn, beim FC Bayern zu bleiben“, so der FCB-CEO.
Der französische Nationalspieler war 2021 – zusammen mit Julian Nagelsmann – für 42,5 Millionen Euro vom Liga-Kontrahenten RB Leipzig an die Säbener Straße gewechselt. Bislang hat er 172 Pflichtspiele (sechs Tore) für die Münchner bestritten. Nachdem in den ersten drei Jahren auf überragende Phasen immer wieder mentale Einbrüche gefolgt waren, hat sich der 27-Jährige unter Kompany stabilisiert und ist als Abwehrchef einer der Schlüsselspieler im Spielsystem.