Vereinsikone sieht FC Bayern im Champions-League-Finale
VonPeter Grad
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Thomas Müller stand insgesamt viermal mit dem FC Bayern im Endspiel der Fußball-Königsklasse. Diesen Coup traut er seinen Ex-Teamkollegen auch diesmal zu.
Der Weltmeister von 2014 traut seinem Herzensverein in dieser Spielzeit in der Champions League sehr viel zu. „Ich sage, sie kommen ins Finale“, so Müller gegenüber der Sport Bild und erklärt „einige entscheidende Gründe“ für seinen Optimismus: „Sie sind teamtaktisch eingespielt, sie haben gute Einzelspieler und sind vor allem in der Defensive personell breit aufgestellt. In der Offensive schadet es nicht, wenn die Protagonisten wie beispielsweise Harry Kane und Michael Olise den Frühling über fit bleiben. Man spürt in diesem Team das Vertrauen und den Hunger.“
Der 36-Jährige gewann die Champions League selbst 2013 und 2020 mit dem deutschen Rekordmeister, nachdem er 2010 und vor allem 2012 im „Finale dahoam“ noch gescheitert war. Müller gewann dabei mit den Bayern 111 seiner 163 CL-Partien und ist damit der Spieler der Wettbewerbsgeschichte mit den meisten Siegen mit einem einzigen Verein.
FC Bayern wieder auf Triple-Kurs?
In der laufenden Saison präsentiert sich sein Ex-Klub in allen Wettbewerben in ausgezeichneter Verfassung. In der Bundesliga beträgt der Vorsprung auf den Tabellenzweiten Borussia Dortmund sechs Punkte, obwohl auch der Erzrivale bislang punktemäßig eine ausgezeichnete Serie spielt. Platz zwei nach der Ligaphase der Königsklasse sowie das in einer Woche anstehende Viertelfinale gegen RB Leipzig im DFB-Pokal lassen die Bayern wieder einmal – wie 2013 und 2020 – vom Triple träumen.
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Müller, der 2025 von der Säbener Straße nach Kanada zu den Vancouver Whitecaps in die MLS wechselte, verfolgt auch weiterhin seine eigenen ehrgeizigen Ziele: „Ich würde mir für die Saison natürlich wünschen, dass wir wieder ins Finale kommen und es dann erneut gegen Inter Miami und Messi geht“, so der Rekordspieler des FC Bayern und will dabei eine Revanche: „Da ist wie gesagt noch eine Rechnung offen.“ Zum Abschluss der vergangenen Spielzeit hatte Müller mit Vancouver sein erstes MLS-Finale gegen exakt jenen Gegner unglücklich mit 1:3 verloren.