Champions League

Warum Mathys Tel plötzlich wieder für den FC Bayern spielt

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Mathys Tel ist gegen Slovan Bratislava unerwartet in der Startelf des FC Bayern. Warum hat Vincent Kompany ihm das Vertrauen geschenkt?

München – Die Startaufstellung des FC Bayern für das letzte Champions-League-Gruppenspiel offenbarte viele Überraschungen. Unter anderem beginnt Mathys Tel gegen Slovan Bratislava.

Kompany erklärt Startelfeinsatz für Mathys Tel

Das Sturm-Talent des deutschen Rekordmeisters hatte in den drei vorangegangenen Pflichtspielen keine einzige Minute auf dem Rasen erlebt und soll übereinstimmenden Medienberichten zufolge daraufhin entschieden haben, den FC Bayern zu verlassen. Die Hoffnung auf den Durchbruch in München hat sich vorerst zerschlagen, statt eine wichtige Rolle einzunehmen, ringt Tel um jede einzelne Minute Spielpraxis.

Dass ihm diese ausgerechnet gegen Bratislava winkt, kommt überraschend. Am DAZN-Mikrofon beteuerte Cheftrainer Vincent Kompany, es handele sich um keine Reaktion auf den mutmaßlich geäußerten Wechselwunsch. „Er hat es sich ganz einfach verdient. Es ist natürlich wichtig, dass wir die Offensivspieler bringen, die uns helfen können, Tore zu erzielen. Wir haben im Kader viele Spieler, die das können, aber Mathys hat das verdient“, sagte Kompany.

Mathys Tel will den FC Bayern angeblich wegen zu geringer Einsatzchancen verlassen

Die Gerüchte über einen potenziellen Abschied vom FC Bayern seien „Geschichten außerhalb des Vereins“, sagte Kompany, „das hat nichts mit meinem Job und meiner Rolle zu tun.“ Er habe „keinen Hintergedanken“, betonte der Coach und ergänzte: „Wer es verdient, spielt. Hoffentlich zeigt er, wie gut er ist.“

Macht Tel den Weg frei für Nkunku?

Ob Kompany Tel mit einem einzigen Startelfeinsatz besänftigen kann, erscheint unwahrscheinlich. Sollte der 19-jährige Franzose bleiben und in den kommenden Wochen vermehrt auf der Bank sitzen, hätte sich seine Situation kaum verändert.

Ein Abschied bis zum Transferschluss am 3. Februar bleibt daher vorstellbar – auch, weil Bayern im Gegenzug mit Christopher Nkunku in Verbindung gebracht wird. Verlässt Tel den Klub, wäre der Kaderplatz für den ehemaligen Bundesliga-Torschützenkönig (2023, mit 16 Toren für RB Leipzig) frei.

Auf diese Weise erhielten die Münchner eine flexible Offensivwaffe mit Torgefahr, die in der Reihe hinter Harry Kane fehlt. Der Engländer ist mit 23 Pflichtspieltoren der vereinsinterne Top-Torschütze vor Jamal Musiala (14) und Michael Olise (10). Von den übrigen Angreifern steht Leroy Sané bei sieben Toren, während Kingsley Coman viermal, Serge Gnabry dreimal und Tel keinmal getroffen haben.

Rubriklistenbild: © IMAGO/Arne Amberg

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