Von Platz 16 auf Platz 3: Eintracht Frankfurts erstaunliche Wende
VonDaniel Michel
schließen
Eintracht Frankfurts Erfolg wird durch spektakuläre Statistiken untermauert. Trainer Dino Toppmöller hat das Offensivspiel der Hessen transformiert.
Frankfurt – Jedem Fan und Beobachter ist natürlich klar, dass die Saison 2024/25 für Eintracht Frankfurt deutlich besser lief als die Spielzeit 2023/24. Das Team von Trainer Dino Toppmöller holte in der abgelaufenen Saison Platz drei und qualifizierte sich erstmals direkt über die Bundesliga für die Champions League. In der Saison davor wurde bis zur letzten Sekunde gezittert, um mit Platz sechs den Start in der Europa League zu sichern.
Ein wesentlicher Grund für die Verbesserung der Mannschaft ist natürlich die Transfer-Politik der Eintracht und die rasante Entwicklung von Stars wie Omar Marmoush oder Hugo Ekitiké, die nun beide für viel Geld nach England (Manchester City, FC Liverpool) verkauft wurden. Viel bedeutender ist aber darauf zu blicken, dass Eintracht-Coach Dino Toppmöller das Spielsystem in der Offensive strukturell deutlich verbessert hat.
Eintracht Frankfurt schießt nun häufiger auf das gegnerische Tor
Hierzu liefern vergleichende Daten aus den Saisons 2024/25 und 2023/24 den Beleg, wie herausragend der Coach gearbeitet hat. In der ersten Saison unter Toppmöller gab die Eintracht nur 298 Torschüsse ab, das bedeutete ligaweit Platz 16. Ganz anders nun 2024/25: Mit 358 Torschüssen sicherten sich die Hessen Platz drei in diesem Ranking.
Und so lässt sich das Ganze noch weiter fortführen: 2023/24 brachte die Eintracht nur 145 Schüsse aufs Tor (Platz elf), 2024/25 waren es 182 und der gemeinsame dritte Platz mit dem VfB Stuttgart in dieser Kategorie. Weil die Eintracht also öfter auf das Tor schoss, in bessere Abschluss-Positionen kam und sich dadurch effizienter verhielt, hat sie in Toppmöller-Saison Nummer zwei auch 17 Treffer mehr erzielt (68 zu 51).
Dusche, Tankstelle, Küche: Die skurrilsten Verletzungen im Profifußball
Die Gegenüberstellung von großen Tor-Chancen bestätigt dies: 2023/24 kam die Eintracht auf 77 Großchancen, 2024/25 waren es 112, also 35 mehr. Auch ein interessanter Blick auf die „expected Points-Tabelle“ zeigt, wie beständig die Eintracht geliefert hat. Hätte nicht Bayer Leverkusen um neun Punkte überperformt, wären die Hessen sogar Vize-Meister geworden. 2023/24 wäre es nur Rang sieben gewesen. Für die anstehende Saison wird nun spannend zu sehen sein, ob Toppmöller das Niveau in der Offensive auch ohne die Stars Marmoush und Ekitiké konservieren kann.