Von Peter Grad
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Borussia Dortmund zeigt sich nach den beiden Bayern-Patzer gegen Augsburg und in Hamburg im Titelrennen plötzlich selbstbewusst. Einem FCB-Star gefällt das.
München – Nach dem 5:1-Sieg zum Rückrunden-Auftakt bei RB Leipzig schien die 35. Bayern-Meisterschaft nur eine Frage des Zeitpunkts zu sein. Doch nur zwei Spieltage später ist der Vorsprung des Rekordmeisters in der Bundesliga gegenüber dem Tabellen-Zweiten Borussia Dortmund von elf auf sechs Punkte „geschrumpft“. Während einige Experten eine „Mini-Krise“ des FC Bayern sehen, hat mit Nationalspieler Nico Schlotterbeck ein erster BVB-Spieler nach dem 3:2 über Schlusslicht Heidenheim eine Kampfansage Richtung München geschickt.
Jonathan Tah und seine Teamkollegen enttäuscht nach dem 2:2 in Hamburg.
© IMAGO
„Man muss als BVB langsam auch mal den Anspruch haben, den Fans zu sagen: ‚Wir wollen Meister werden!‘ Die Jungs und ich wollen angreifen. Die Bayern kommen noch zu uns,“ so der 26-Jährige selbstbewusst. In München nimmt man die Ansage des Dortmunders zur Kenntnis, Schlotterbecks Innenverteidiger-Partner in der Nationalsmannschaft, Jonathan Tah , findet sie sogar gut.
Tah findet Schlotterbecks Ambition „schön“ In einem ausführlichen Interview mit Sky- Reporter Kerry Hau ordnet der 29-Jährige diese Meisterschafts-Ansage ein: „Ich finde es schön, wenn es Teams in der Liga gibt, die versuchen, erfolgreich zu sein. Wir verfolgen weiter unseren Weg. Wir wissen, wo wir hinwollen – wo wir am Ende stehen wollen. Trotzdem ist es schön, dass es Teams gibt, die diese Ambition haben.“
Schlotterbeck will am 28. Februar im Heimspiel gegen den großen Rivalen den Punktabstand weiter verkürzen und die Meisterschaft noch spannender machen, aber auch beim FCB -Verteidiger ist die die Vorfreude auf den deutschen Klassiker bereits „extrem groß. Auswärts in Dortmund ist etwas Besonderes. Das erste Mal für mich mit dem FC Bayern – daher freue ich mich sehr auf das Spiel. Es wird intensiv, aber es wird gut.“
Hass-Gipfel zwischen FC Bayern und BVB: Die größten Aufreger im Klassiker Früher hatte das Duell zwischen Bayern München und dem BVB noch etwas weniger Brisanz. Ein Ergebnis bleibt aber bis heute im Kopf: Die Bayern schlugen die Dortmunder 1971 im Grünwalder Stadion mit 11:1. © imago sportfotodienst, via www.imago-images.de Der erst kürzlich verstorbene Frank Mill sorgte am 9. August 1986 für ein legendäres Missgeschick. Beim Stand von 1:1 traf der Stürmer das leere Tor nicht. Am Ende musste sich der BVB mit einem Unentschieden begnügen. © IMAGO In der Saison 96/97 ging es zwischen beiden Mannschaften schon ordentlich hitzig zu. Bis heute kann man sich vor allem an eine Szene erinnern: Lothar Matthäus ahmt Andreas Möller nach und bezeichnete ihn indirekt als „Heulsuse“. Doch die kleine Meinungsverschiedenheit hat die Freundschaft der beiden Ex-DFB-Stars nicht belastet. © IMAGO Wenn man an Duelle zwischen Bayern und Borussia Dortmund zurückdenkt, dann kommt einem natürlich sofort Oliver Kahn in den Sinn. Die Bayern-Ikone war für den ein oder anderen Ausraster gut. Am 3. April holte er zum Beispiel zu einem Kung-Fu-Tritt gegen Stephane Chapuisat aus. © imago sportfotodienst, via www.imago-images.de Doch Chapuisat war nicht der einzige BVB-Spieler, der bei diesem Spiel etwas abbekam. Auch die Biss-Attacke von Kahn gegen Heiko Herrlich wird bis heute in jedem Bundesliga-Rückblick verwendet. Kahn erklärte sich übrigens im Nachhinein: „Ich hatte nach langer Zeit wieder ein Gegentor kassiert und das hat mich ziemlich geärgert. Und meine Situation in der Nationalmannschaft war auch nicht gerade rosig, es gab Kritik an mir.“ Doch Chapuisat war nicht der einzige BVB-Spieler, der bei diesem Spiel etwas abbekam. Auch die Biss-Attacke von Kahn gegen Heiko Herrlich wird bis heute in jedem Bundesliga-Rückblick verwendet. Kahn erklärte sich übrigens im Nachhinein: „Ich hatte nach langer Zeit wieder ein Gegentor kassiert und das hat mich ziemlich geärgert. Und meine Situation in der Nationalmannschaft war auch nicht gerade rosig, es gab Kritik an mir.“ © imago sportfotodienst, via www.imago-images.de Am 7. April 2001 fand das größte Kartenfestival der Bundesliga statt. Beim 1:1 zwischen dem BVB und dem FC Bayern hagelte es insgesamt 14 Karten – elf davon gegen den FC Bayern. Lizarazu flog mit Gelb-Rot vom Platz, Effenberg musste nach einem Ellenbogen-Check duschen gehen. Trotzdem konnten die Bayern den Punkt sichern und wurden in einem denkwürdigen Saison-Finale Deutscher Meister. Am 7. April 2001 fand das größte Kartenfestival der Bundesliga statt. Beim 1:1 zwischen dem BVB und dem FC Bayern hagelte es insgesamt 14 Karten – elf davon gegen den FC Bayern. Lizarazu flog mit Gelb-Rot vom Platz, Effenberg musste nach einem Ellenbogen-Check duschen gehen. Trotzdem konnten die Bayern den Punkt sichern und wurden in einem denkwürdigen Saison-Finale Deutscher Meister. © via www.imago-images.de Auch Giovanne Elber brannten im Duell mit dem BVB mal die Sicherungen durch. Der Stürmer wäre fast auf Jens Lehmann losgegangen, konnte aber von Teamkollegen wie Claudio Pizarro gestoppt werden. Auch Giovanne Elber brannten im Duell mit dem BVB mal die Sicherungen durch. Der Stürmer wäre fast auf Jens Lehmann losgegangen, konnte aber von Teamkollegen wie Claudio Pizarro gestoppt werden. © IMAGO Eigentlich war die 1:2 Niederlage des BVB gegen den FC Bayern über weite Strecken ziemlich unspektakulär. Doch nach dem Führungstreffer von Pizarro konnte Keeper Jens Lehmann nicht aufhören zu meckern. Er flog vom Platz. Da das Wechselkontingent ausgeschöpft war, musste Hüne Jan Koller ins Tor. Immerhin hielt er seinen Kasten sauber und sorgte für einige legendäre Bilder. Eigentlich war die 1:2 Niederlage des BVB gegen den FC Bayern über weite Strecken ziemlich unspektakulär. Doch nach dem Führungstreffer von Pizarro konnte Keeper Jens Lehmann nicht aufhören zu meckern. Er flog vom Platz. Da das Wechselkontingent ausgeschöpft war, musste Hüne Jan Koller ins Tor. Immerhin hielt er seinen Kasten sauber und sorgte für einige legendäre Bilder. © imago sportfoto Durch eine längere sportliche Durststrecke des BVB wurde die Rivalität zwischen beiden Mannschaften etwas abgeschwächt – doch dann kam Jürgen Klopp. Der Erfolgs-Trainer zog den erfolgsverwöhnten Bayern den Stecker. Im Jahr 2012 verspottete Neven Subotić Arjen Robben, nachdem dieser den Ausgleich gegen den BVB vom Punkt vergeben hatte. Dortmund gewann mit 1:0 und wurde am Ende Meister. Durch eine längere sportliche Durststrecke des BVB wurde die Rivalität zwischen beiden Mannschaften etwas abgeschwächt – doch dann kam Jürgen Klopp. Der Erfolgs-Trainer zog den erfolgsverwöhnten Bayern den Stecker. Im Jahr 2012 verspottete Neven Subotić Arjen Robben, nachdem dieser den Ausgleich gegen den BVB vom Punkt vergeben hatte. Dortmund gewann mit 1:0 und wurde am Ende Meister. © imago sportfotodienst Doch nicht nur das: Auch im DFB-Pokal-Finale gewann Borussia Dortmund und zerlegte die Bayern-Defensive in ihre Einzelteile. Dank eines Dreierpacks von Robert Lewandowski konnte der BVB mit 5:2 gewinnen und ein denkwürdiges Double feiern. Doch nicht nur das: Auch im DFB-Pokal-Finale gewann Borussia Dortmund und zerlegte die Bayern-Defensive in ihre Einzelteile. Dank eines Dreierpacks von Robert Lewandowski konnte der BVB mit 5:2 gewinnen und ein denkwürdiges Double feiern. © imago sportfotodienst Das gefiel natürlich vor allem einem nicht: Uli Hoeneß (l.). Der Bayern-Boss und Hans-Joachim Watzke (r.) belebten die Rivalität auch immer wieder außerhalb des Platzes und hauten sich reihenweise Sprüche um die Ohren. Das gefiel natürlich vor allem einem nicht: Uli Hoeneß (l.). Der Bayern-Boss und Hans-Joachim Watzke (r.) belebten die Rivalität auch immer wieder außerhalb des Platzes und hauten sich reihenweise Sprüche um die Ohren. © imago sportfotodienst Und dann sollte die große Revanche folgen. Mit Jupp Heynckes an der Seitenlinie wollten die Bayern 2012/2013 wieder angreifen und spielten eine Saison, die bis heute fest in den Geschichtsbüchern verankert ist. Auch das Champions-League-Finale zwischen dem FC Bayern und dem BVB turg dazu bei. Und dann sollte die große Revanche folgen. Mit Jupp Heynckes an der Seitenlinie wollten die Bayern 2012/2013 wieder angreifen und spielten eine Saison, die bis heute fest in den Geschichtsbüchern verankert ist. Auch das Champions-League-Finale zwischen dem FC Bayern und dem BVB turg dazu bei. © imago sportfotodienst via www.imago-images.de Und auch Arjen Robben bekam seine Rache. In der 89. Minute spitzelte er den Ball an Roman Weidenfeller vorbei und stürzte den BVB ins Tal der Tränen. Die Bayern gewannen das Triple und waren spätestens jetzt wieder die dominante Kraft in Deutschland. Und auch Arjen Robben bekam seine Rache. In der 89. Minute spitzelte er den Ball an Roman Weidenfeller vorbei und stürzte den BVB ins Tal der Tränen. Die Bayern gewannen das Triple und waren spätestens jetzt wieder die dominante Kraft in Deutschland. © imago sportfotodienst Ein weiterer Schachzug der Bayern, um den BVB auf die Plätze zu verweisen: Sie holten die besten Spieler vom großen Rivalen. Mario Götze erzielte nach seinem Wechsel an alter Wirkungsstätte das 1:0 und öffnete schon im November 2013 die Tür zur Meisterschaft. Jubeln wollte er natürlich nicht, die Wut der BVB-Fans war trotzdem groß. Ein weiterer Schachzug der Bayern, um den BVB auf die Plätze zu verweisen: Sie holten die besten Spieler vom großen Rivalen. Mario Götze erzielte nach seinem Wechsel an alter Wirkungsstätte das 1:0 und öffnete schon im November 2013 die Tür zur Meisterschaft. Jubeln wollte er natürlich nicht, die Wut der BVB-Fans war trotzdem groß. © imago sportfotodienst Doch auch in den kommenden Jahren gab es den ein oder anderen Aufreger. Beim DFB-Pokalsieg der Bayern 2014 erzielte Mats Hummels ein vermeintliches Tor. Doch das Schiedsrichtergespann entschied, dass der Ball nicht im Tor war - die Dortmunder wüteten. Heutzutage kann so etwas glücklicherweise nicht mehr passieren. Doch auch in den kommenden Jahren gab es den ein oder anderen Aufreger. Beim DFB-Pokalsieg der Bayern 2014 erzielte Mats Hummels ein vermeintliches Tor. Doch das Schiedsrichtergespann entschied, dass der Ball nicht im Tor war - die Dortmunder wüteten. Heutzutage kann so etwas glücklicherweise nicht mehr passieren. © imago sportfotodienst Der Nächste bitte: Auch Robert Lewandowski wechselte 2014 vom BVB zu den Bayern. Anders als Götze konnte der Weltstar sein Potenzial auch während seiner gesamten Laufbahn ausschöpfen. Besonders gerne traf er gegen den BVB. In 29 Spielen erzielte er 29 Tore gegen die Borussen und zog in den Duellen natürlich viel Unmut auf sich. Der Nächste bitte: Auch Robert Lewandowski wechselte 2014 vom BVB zu den Bayern. Anders als Götze konnte der Weltstar sein Potenzial auch während seiner gesamten Laufbahn ausschöpfen. Besonders gerne traf er gegen den BVB. In 29 Spielen erzielte er 29 Tore gegen die Borussen und zog in den Duellen natürlich viel Unmut auf sich. © IMAGO/Revierfoto Auch im Finale 2016 fühlte sich der BVB benachteiligt. In der 39. Minute gab es eine kleine Rangelei zwischen Castro und Ribery. Der Bayern-Star packte dem BVB-Spieler sogar ins Auge – eigentlich eine klare Rote Karte. Am Ende gab es für beide Parteien allerdings gelb. Der Rekordmeister sicherte sich den Titel im Elfmeterschießen. Auch im Finale 2016 fühlte sich der BVB benachteiligt. In der 39. Minute gab es eine kleine Rangelei zwischen Castro und Ribery. Der Bayern-Star packte dem BVB-Spieler sogar ins Auge – eigentlich eine klare Rote Karte. Am Ende gab es für beide Parteien allerdings gelb. Der Rekordmeister sicherte sich den Titel im Elfmeterschießen. © imago sportfotodienst via www.imago-images.de In den Folgejahren wollte der BVB den Bayern immer wieder ein Bein stellen, ging aber in München das ein oder andere Mal unter. Trauriger Höhepunkt war das 6:0 der Bayern im März 2018. Schon zur Halbzeit hatte es 5:0 gestanden. Hitzig konnte es bei dieser Deutlichkeit kaum werden. In den Folgejahren wollte der BVB den Bayern immer wieder ein Bein stellen, ging aber in München das ein oder andere Mal unter. Trauriger Höhepunkt war das 6:0 der Bayern im März 2018. Schon zur Halbzeit hatte es 5:0 gestanden. Hitzig konnte es bei dieser Deutlichkeit kaum werden. © Laci Perenyi Im Dezember 2021 gewinnen die Bayern mit 3:2 bei Borussia Dortmund, im Fokus steht aber vor allem Felix Zwayer. „Man gibt einem Schiedsrichter, der schon mal Spiele verschoben hat, das größte Spiel in Deutschland. Was erwartest Du?“, sagte Jude Bellingham nach dem Spiel und sorgte damit für Diskussionen. Ein umstrittener Handelfmeter und einige andere fragwürdige Entscheidungen sorgten für ordentlich Wut beim BVB. Im Dezember 2021 gewinnen die Bayern mit 3:2 bei Borussia Dortmund, im Fokus steht aber vor allem Felix Zwayer. „Man gibt einem Schiedsrichter, der schon mal Spiele verschoben hat, das größte Spiel in Deutschland. Was erwartest Du?“, sagte Jude Bellingham nach dem Spiel und sorgte damit für Diskussionen. Ein umstrittener Handelfmeter und einige andere fragwürdige Entscheidungen sorgten für ordentlich Wut beim BVB. © Maik Hölter/TEAM2sportphoto via www.imago-images.de Auch beim 3:1 der bayern in der Rückrunde gab es eine knifflige Aktion: Nach einer Grätsche von Pavard ging Bellingham zu Boden. Weder der Schiedsrichter, noch der VAR plädierten für einen Elfmeter. Marco Rose kochte im Sky-Interview mit Patrick Wasserzieher: „Was willst du von mir hören? Ich kann jetzt auch ‘nen Purzelbaum machen, dann krieg ich auch keinen Elfmeter.“ Auch beim 3:1 der Bayern in der Rückrunde gab es eine knifflige Aktion: Nach einer Grätsche von Pavard ging Bellingham zu Boden. Weder der Schiedsrichter, noch der VAR plädierten für einen Elfmeter. Marco Rose kochte im Sky-Interview mit Patrick Wasserzieher: „Was willst du von mir hören? Ich kann jetzt auch ‘nen Purzelbaum machen, dann krieg ich auch keinen Elfmeter.“ © IMAGO/Eduard Martin Ein Punkt, der wie eine Meisterschaft gefeiert wurde, erhitzte vor allem im Internet die Gemüter. Der viel gescholtene Anthony Modeste erzielte im Oktober 2022 das umjubelte 2:2 in letzter Sekunde und sicherte dem BVB einen Punkt. Viele Bayern-Fans verspotteten die Dortmunder für die Jubel-Szenen. Ein Punkt, der wie eine Meisterschaft gefeiert wurde, erhitzte vor allem im Internet die Gemüter. Der viel gescholtene Anthony Modeste erzielte im Oktober 2022 das umjubelte 2:2 in letzter Sekunde und sicherte dem BVB einen Punkt. Viele Bayern-Fans verspotteten die Dortmunder für die Jubel-Szenen. © IMAGO/Joerg Niebergall/Eibner-Pressefo Doch es gab auch einen zweiten Aufreger: Jude Bellingham traf Alphonso Davies kurz vor der Pause mit seinem Fuß im Gesicht. „Ob Absicht oder nicht, er tritt ihm volle Kanne ins Gesicht. Das ist nicht Gelb, das ist eine Rote Karte. Gelb ist es aber auf alle Fälle“, sagte Bayern-Coach Julian Nagelsmann nach dem Spiel. Doch es gab auch einen zweiten Aufreger: Jude Bellingham traf Alphonso Davies kurz vor der Pause mit seinem Fuß im Gesicht. „Ob Absicht oder nicht, er tritt ihm volle Kanne ins Gesicht. Das ist nicht Gelb, das ist eine Rote Karte. Gelb ist es aber auf alle Fälle“, sagte Bayern-Coach Julian Nagelsmann nach dem Spiel. © IMAGO/Revierfoto Ein weiteres hitziges Duell war ein Fernduell von Bayern und Dortmund am letzten Spieltag der Saison 22/23. Der BVB hatte es selbst in der Hand, verspielte mit einem 2:2 gegen Mainz allerdings die Meisterschaft, weil Jamal Musiala den FC Bayern kurz vor Schluss in Führung brachte. Ein weiteres hitziges Duell war ein Fernduell von Bayern und Dortmund am letzten Spieltag der Saison 22/23. Der BVB hatte es selbst in der Hand, verspielte mit einem 2:2 gegen Mainz allerdings die Meisterschaft, weil Jamal Musiala den FC Bayern kurz vor Schluss in Führung brachte. © IMAGO/Revierfoto Im Dezember 2024 erzielte Jamal Musiala mit einem tollen Kopfball den späten Ausgleich gegen den BVB. Im Vorfeld bekam Süle einen Freistoß ins Gesicht und musste liegen bleiben. Die Spieler von Borussia Dortmund verstanden die Welt nicht mehr. Am Ende blieb es beim 1:1. Im Dezember 2024 erzielte Jamal Musiala mit einem tollen Kopfball den späten Ausgleich gegen den BVB. Im Vorfeld bekam Süle einen Freistoß ins Gesicht und musste liegen bleiben. Die Spieler von Borussia Dortmund verstanden die Welt nicht mehr. Am Ende blieb es beim 1:1. © IMAGO/Anke Waelischmiller/Sven Simon Beim letzten Spiel zwischen dem FC Bayern und dem BVB gab es vor allem zwischen den Trainerbänken einige Diskussionen. Vor allem Kovac sah man immer wieder wild gestikulierend an der Seitenlinie. Die ganz große Rivalität zwischen den Bayern und dem BVB ist allerdings etwas abgeflacht. Beim letzten Spiel zwischen dem FC Bayern und dem BVB gab es vor allem zwischen den Trainerbänken einige Diskussionen. Vor allem Kovac sah man immer wieder wild gestikulierend an der Seitenlinie. © IMAGO/Silas Schueller/DeFodi Images Der 1,95 Meter große Abwehrhüne zeigt sich wohl auch deswegen so optimistisch, weil er weiß, dass der Bundesligarivale nur drei Tage zuvor in der Zwischenrunde der Champions League bei Atalanta Bergamo um den Einzug in das Achtelfinale kämpfen muss, in dem man pikanterweise in der ersten März-Hälfte aufeinander treffen könnte.
Die jüngste defensive Anfälligkeit der Bayern sieht er sachlich-nüchtern: „Wir haben ein paar mehr Gegentore bekommen – mehr Gegentore aus dem Spiel. Vorher sind die Hälfte unserer Gegentore aus Standard-Situationen entstanden. Jetzt immer noch und daran müssen wir arbeiten.“
Von Krisengerede hält Tah jedoch sehr wenig, stattdessen: „Es fühlt sich aber nicht so an, als würden wir in einer schlechten Phase stecken. Die anderen Teams passen sich ebenfalls an – versuchen andere Dinge gegen uns zu machen, weil sie jetzt ausreichend Zeit hatten, sich anzuschauen, was Vincent Kompany möchte. Da müssen wir uns wieder adaptieren. Vielleicht ist das gerade genau diese Phase, die jetzt schon wieder vorbei sein kann.“
FCB-Nationalspieler bleibt voller Optimismus Über die anstehende Vertragsverlängerung des FCB-Innenverteidiger-Kollegen Dayot Upamecano freut sich Tah ganz offensichtlich: „Ich habe ihm gefühlt 100-mal am Tag gesagt, dass er verlängern soll. Wenn das jetzt der Fall ist, dass er zugesagt hat, dann bin ich sehr, sehr glücklich darüber, weil er extrem wichtig für uns ist.“
Insgesamt zeigt sich der 43-fache Nationalspieler sehr zufrieden über das Zusammenspiel mit seinen Abwehrkollegen Upamecano, Minjae Kim, Hiroki Ito und Josip Stanišić: „Diese Gruppe, die wir haben, ist etwas Besonderes. Jeder bringt auf seine Art und Weise etwas rein. Das ist wichtig, weil jeder etwas vom jeweils anderen lernen kann. Wir wollen alle besser werden – wollen wachsen. Dann haben wir auch noch einen Trainer, der ebenfalls auf dieser Position gespielt hat. Also ja – das fühlt sich wirklich gut an.“
Während der Dortmunder Schlotterbeck Morgenluft im Titelrennen wittert, freut sich sein DFB -Kollege Tah ganz offensichtlich auf die anstehenden anspruchsvollen Aufgaben – schon bald wird man wissen, wessen Optimismus mehr Berechtigung gehabt hat.
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