VonChristopher Michelschließen
Nach dem Weggang von Omar Marmoush setzt Eintracht Frankfurt nun unter anderem auf Elye Wahi. Wann ist der Franzose einsatzbereit?
Frankfurt – Der Abgang von Omar Marmoush zu Manchester City hat eine große Lücke in der Offensive von Eintracht Frankfurt gerissen. Hugo Ekitiké, der seinen „Partner in Crime“ verloren hat, performt zwar zuverlässig, er traf in den drei Bundesligapartien ohne den Ägypter dreimal und hatte gegen den VfL Wolfsburg (1:1) großes Pech bei einem Aluminium-Kracher. Ekitiké reibt sich aktuell aber als Ein-Mann-Sturm auf. Ihm täte es sichtbar gut, wieder einen Nebenmann an seiner Seite zu haben.
Eintracht hat zwei neue Stürmer verpflichtet
Gelingt es der Eintracht, die Marmoush-Lücke kurzfristig zu schließen und die gute Ausgangsposition in der Bundesliga zu verteidigen? Aktuell belegt das Team von Trainer Dino Toppmöller einen hervorragenden dritten Rang. Mit Michy Batshuayi und Elye Wahi kamen zudem zwei neue Angreifer. Vor allem Wahi steht im Fokus. Für ihn überwiesen die Frankfurter den Sockelbetrag in Höhe von 20 Millionen Euro an Olympique Marseille. Mit Boni kann die Summe auf 25 Millionen Euro anwachsen.
Der 22-Jährige konnte in den ersten beiden Partien in Hoffenheim (2:2) und gegen Wolfsburg noch nicht mitwirken. Das sorgt im traditionell etwas nervösen Umfeld der Eintracht für Unruhe. Sportdirektor Timmo Hardung erklärte im Podcast „Aufstehen mit der Eintracht“: „Wenn wir einen neuen Spieler verpflichten, dann gibt es viele Parameter, auf die wir achten müssen. Es ist nicht einfach, einen passenden Ersatz für Marmoush zu finden. Es gibt nämlich einen Grund, weshalb City so viel Geld fürihn bezahlt hat. Sie haben keinen anderen Spieler mit diesen Qualitäten gesehen.“
Eintracht-Sportdirektor Hardung und Toppmöller bremsen bei Wahi
Die Frankfurter hatten dadurch zwei Möglichkeiten: Entweder hätte der Traditionsklub das komplette Geld in die Hand genommen und wäre für einen fertigen Superstar „All in“ und somit ins wirtschaftliche Risiko gegangen. „Oder wir versuchen, etwas kreativer zu sein und eine Entscheidung zu treffen, die Eintracht Frankfurt mittelfristig nach vorne bringt“, nannte Hardung Option Nummer zwei. Es sei unbestritten „unglücklich“, dass Wahi nicht sofort helfen könne.
Der Sportdirektor ordnete jedoch mit Blick auf die Gesamtlage bei den Frankfurtern ein: „Wir hatten nicht allzu viele Möglichkeiten auf dem Markt. Es ist nicht einfach, Spieler dieser Kategorie in diesem Preissegment, in dem wir uns bewegen, zu finden und sie von unserem Weg zu überzeugen.“ Am Ende gehe es darum, wie Wahi im Februar, März und April performe: „Wenn er dann spielt und trifft, dann wird kaum noch jemand an die erste Zeit im Januar nachdenken.“
Steht Wahi beim Duell in Gladbach im Kader?
Die Geduldsprobe geht allerdings möglicherweise noch etwas weiter. „Elye hat zwei Trainingseinheiten mit der Mannschaft absolviert. Bei ihm müssen wir die Kirche im Dorf lassen. Wir werden schauen, wie das Abschlusstraining läuft und ein Gespräch mit ihm führen“, erklärte Toppmöller. Ob Wahi beim Auswärtsspiel bei Borussia Mönchengladbach am Samstagabend (18.30 Uhr) tatsächlich sein Debüt im Eintracht-Trikot gibt? Das ist noch offen.
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