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Wahi als Marmoush-Ersatz? Was er für Eintracht leisten möchte

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Für Elye Wahi hat Eintracht Frankfurt ordentlich Geld ausgegeben. Wird der 22-Jährige die entstandene Lücke durch Omar Marmoushs Weggang füllen können?

Frankfurt - „Gude“! Mit einem Lächeln im Gesicht und einer typisch hessischen Begrüßung hat sich Elye Wahi bei seiner Vorstellungs-Pressekonferenz bei Eintracht Frankfurt vorgestellt. Bringt er diese Lockerheit schnellstmöglich auf den Platz? Der 22-Jährige soll in die Fußstapfen von Omar Marmoush treten. Der Ägypter hat die Frankfurter für den Sockelbetrag in Höhe von 75 Millionen Euro abgegeben, die Summe kann auf über 80 Millionen Euro anwachsen.

Wahi spielt nun innerhalb von 18 Monaten beim vierten Klub

Doch was ist von Wahi, der mit der Eintracht innerhalb von 18 Monaten für den vierten Klub nach Montpellier, Lens und Marseille auflaufen wird, zu erwarten? Der Angreifer selbst, der bis zu 25 Millionen Euro im Gesamtpaket kosten kann, hat den richtigen Augenblick, um ins Ausland zu wechseln, für sich ausgemacht: „Ich will eine andere Sprache und Kultur entdecken.“ Dabei helfen können ihm unter anderem die Landsmänner Niels Nkounkou, Hugo Ekitiké und Jean-Matteo Bahoya (Junior Dina Ebimbe steht vor dem Absprung nach Monaco).

Elye Wahi ist die neue Nummer 17 der Eintracht

Wahi will sich allerdings vor allem sportlich weiterentwickeln. Er nannte seine Stärken: „Ich bin ein schneller Spieler, gehe auch gerne ins ‚Eins-gegen-Eins‘ und ins Dribbling.“ Beobachter loben vor allem die Qualität bei seinen Tiefenläufen. Genau diese Fähigkeiten benötigt Trainer Dino Toppmöller für das Spiel der Eintracht. Es ist das Element, das im Optimalfall den Unterschied ausmachen kann.

Wahi meidet Marmoush-Vergleiche

Wird er ähnlich gut mit Hugo Ekitiké harmonieren können, wie es Marmoush tat? „Wir kennen uns aus der Vergangenheit und können uns gut ergänzen. Hugo ist auch ein schneller Spieler“, erkannte Wahi. Das Thema Druck bei einem Traditionsklub ist dabei für ihn kein Neues: „Ich habe in Frankreich bei großen Klubs mit hohen Erwartungen gespielt. Man kennt die Leidenschaft der Fans in Marseille und Lens.“ Er ist überzeugt davon, dass „die Bundesliga ganz gut“ zu seinem Spielstil passt: „Die Eintracht ist sehr offensiv ausgerichtet. Ich denke, dass ich mich sehr wohlfühlen werde.“

Die Marmoush-Vergleiche umdribbelt der sympathisch auftretende Franzose allerdings geschickt: „Er hat eine unfassbar gute Saison gespielt bei der Eintracht. Ich wünsche ihm viel Erfolg in England. Aber mir ist wichtig zu sagen: Omar ist Omar und Elye ist Elye.“ Es wäre vom Umfeld also unfair, einen Eins-zu-Eins-Ersatz zu erwarten. Ebenso sollten die Erwartungen zunächst noch etwas heruntergeschraubt werden.

Noch ist etwas Geduld nötig bei Wahi

Wahi kam mit einer Oberschenkelblessur in Frankfurt an. Die Vereinsärzte warnen davor, ihn zu verheizen und zu früh ins Rennen zu werfen. Wahi wird deshalb auch nicht mit zur letzten Europa-League-Partie nach Rom reisen, sondern sich am Campus fit machen. Das Heimspiel gegen den VfL Wolfsburg am kommenden Sonntag kommt möglicherweise noch zu früh. Realistisch ist das Debüt beim Kracher in Gladbach. Dann will Wahi zeigen, was in ihm steckt.

Rubriklistenbild: © IMAGO/Joaquim Ferreira

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