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Serge Gnabry lässt den FC Bayern von der Meisterschaft träumen. In der entscheidenden Phase spricht der Offensivstar über die Wechselgerüchte.
München – Serge Gnabry wird für den FC Bayern München im Meisterkampf zum Trumpf. Der Offensivspieler muss in Abwesenheit des verletzten Mittelstürmers Eric Maxim Choupo-Moting an vorderster Front aushelfen und liefert. Sowohl gegen Hertha BSC als auch in Bremen erzielte Gnabry das so wichtige 1:0. Und das, obwohl der Nationalspieler zuletzt als Verkaufskandidat gehandelt wurde. Jetzt äußert sich der Bayern-Star selbst zu den Wechselgerüchten.
| Serge Gnabry | |
|---|---|
| Geburtsdatum: | 14. Juli 1995 (27 Jahre) |
| Verein: | FC Bayern München |
| Position: | Rechtsaußen |
| Marktwert: | 55 Millionen (Quelle: transfermarkt.de) |
Gnabry ist Bayerns Trumpf im Meisterrennen
Gnabry ist wieder Gnabry. Der Hochgeschwindigkeits-Fußballer wurde nach seinen beiden Treffern in zwei Spielen in Folge – das sind genauso viele wie zuvor im gesamten Jahr 2023 zusammen – von allen Seiten gelobt.
„Man muss ihn auch loben, wenn er etwas gut gemacht hat – und das mache ich auch. Er ist wichtig. Weil er ein Spieler ist, der Tore machen kann. Das hat er jetzt zweimal hintereinander gemacht“, schwärmte Bayern-Sportvorstand Hasan Salihamidzic nach dem 2:1-Sieg in Bremen in der Mixed Zone von Gnabry. „Das ist wichtig für ihn, sein Selbstvertrauen und auch für uns als Truppe. Kompliment für ein gutes Spiel, Kompliment für sein Tor.“ Ganz neue Töne von den Bayern-Bossen, die für Gnabry angeblich schon einen spektakulären Verkaufsplan schmiedeten.
Gnabry-Transfer? Bayern-Star spricht Wechsel-Machtwort
„Nein, gar nicht“, erklärte Gnabry auf die Frage, ob er sich Gedanken über einen Abschied vom FC Bayern gemacht habe. „Als Sportler ist es wichtig, sich auf seine Aufgaben zu konzentrieren. Klar gibt es mal Phasen, in denen es nicht so läuft und wo medial viel geschrieben, viel gesprochen, viel gesagt wird.“ Der 27-Jährige spricht die teils heftige Kritik an seiner Person an, weswegen zuletzt Mitspieler Leon Goretzka der Kragen platzte.
Davon will sich Gnabry jedoch nicht verunsichern lassen. „Aber meine Aufgabe ist es, auf dem Platz zu funktionieren. Das ist mir in den letzten zwei Wochen besser gelungen mit zwei Toren. Da will ich einfach weitermachen“, meinte der mit elf Treffern gemeinsam mit Jamal Musiala beste FCB-Torschütze in der Bundesliga. Ein klares Gnabry-Basta, oder doch nicht?
Abschied vom FC Bayern? Gnabry sorgt mit einem einzigen Wort für Spekulationen
„Noch nicht“, antwortete Gnabry auf eine entsprechende Nachfrage, ob er wirklich keine Abschiedsgedanken habe. Noch? Mit diesem kleinen Wort befeuert der Schwabe die Wechselspekulationen direkt wieder. Gnabry dürfte die Diskussionen um seine Person im Umfeld des FC Bayern in den letzten Wochen aufmerksam registriert haben.
Erst letzten Sommer hat Gnabry, der eigentlich gerne in München bleiben würde, seinen Vertrag zu verbesserten Konditionen bis 2026 verlängert. Die Bayern-Bosse würden sich Angebote für Gnabry, der wegen seiner schwankenden Leistungen intern unter Beobachtung stehe, laut Sport1 zumindest anhören.
Gnabry blüht beim FC Bayern in neuer Rolle auf
Gnabry jedenfalls scheint sich in neuer Rolle im Sturmzentrum zu gefallen. „Wenn ich vorne drinstehe, ist es natürlich schön, wenn man die Tore macht. Dass er mir so vor die Füße fällt ein paar Meter vor dem Tor, ist natürlich umso schöner und jedes Tor zählt im Moment fürs Selbstvertrauen, für die Mannschaft und für die Siege“, sagte Gnabry. „Die Freude in der Kabine war riesig.“ Derweil beschreibt Tuchel live im TV seinen Wunschstürmer und muss dabei selbst lachen. (ck)
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