Startet Stürmer noch durch?

Wegen Rekordzugang: Eintracht Frankfurt in der Zwickmühle

  • schließen

Eintracht Frankfurt zahlte nach Omar Marmoushs Abgang viel Geld für Nachfolger Elye Wahi. Der Stürmer entwickelt sich zunehmend zum Rätsel.

Frankfurt – Eintracht Frankfurt will in diesem Sommer einen Umbruch vermeiden und die Mannschaft zu größten Teilen zusammenhalten.

Die Offensive von Eintracht Frankfurt steht noch nicht

Während das Gerüst in Defensive und Zentrale steht, gibt es in der Offensive noch viele Fragezeichen. Verlässt Hugo Ekitiké die Hessen für die gewünschten 100 Millionen Euro? Setzt sich Sportvorstand Markus Krösche im Poker um Jonathan Burkardt gegen den FSV Mainz 05 durch?

Mbappe, Trapp und Dua Lipa – Starauflauf bei der Formel-1 in Monaco

Kylian Mbappé bei der Formel 1 in Monaco.
Kylian Mbappé ist unbestritten einer der besten Fußballer der Welt und auch ein großer Fan der Formel 1. Schon im Vorjahr war der Franzose bei der Formel 1 zu Gast.  © IMAGO/Jay Hirano
Patrice Evra beim Monaco Grand Prix der Formel 1.
Formel 1 und Fußballer – das scheint eine Kombination zu sein die passt. Denn auch Patrice Evra war beim Großen Preis von Monaco zu Gast. © Michael Potts/Imago
Nick Heidfeld beim Formel1 GP in Monaco.
Auch Nick Heidfeld gab sich in Monaco die Ehre. Der ehemalige BMW-Pilot war für den Pay-TV-Sender Sky im Einsatz. © BEAUTIFUL SPORTS/Imago
Die Pitlane Twins beim Formel1 GP in Monaco.
Auf Instagram begeistern Desiree & Virginia als Pitlane Twins ihre rund 106.000 Fans mit Videos rund um die Formel 1. Die Zwillinge aus Deutschland waren inzwischen bei mehr als 25 Rennen der Königsklasse – darunter auch Monaco. © BEAUTIFUL SPORTS/Imago
Margarida Corceiro beim F1 Grand Prix in Monaco.
Auf Instagram folgen Margarida Corceiro rund 1,9 Millionen Menschen. In Monaco hatte die 22-Jährige jedoch nur Augen für einen: Lando Norris. Die Portugiesin ist nämlich die neue Frau an der Seite des McLaren-Piloten. © NurPhoto/Imago
Damon Hill beim Großen Preis von Monaco.
Damon Hill reiht sich in die Riege der Ex-Piloten ein, die in Monaco waren. Der Dauerrivale von Michael Schumacher war lange TV-Experte bei Sky Uk. © Eibner/Imago
Liam Cunningham zu Gast bei der Formel 1 in Monaco.
Den irischen Schauspieler Liam Cunningham kennen die allermeisten wohl eher als Lord Davos Seaworth aus der Hitserie Game of Thrones.  © MaxPPP/Imago
Lee Jung-jae beim Großen Preis von Monaco.
Der südkoreanische Schauspieler Lee Jung-jae hatte in Monaco die Ehre, Lando Norris den Pole-Award zu überreichen. Bekannt ist der 52-Jährige durch Squid Game und die Star-Wars-Serie The Acolyte. © ABACAPRESS/Imago
Will.I.AM beim Monaco Grand Prix 2025.
Das Will.I.AM schnelle Autos mag, ist spätestens seit der Zusammenarbeit mit Mercedes klar. In Monaco schnupperte der Musiker nun Formel-1-Luft. © ZUMA Press Wire/Imago
Alain Prost beim F1 Gran Prix in Monaco.
Alain Prost zählt zu den ganz großen Namen der Formel 1. Der 70-Jährige sicherte sich Ende der 80er und Anfang der 90er vier WM-Titel. Seine Rivalität mit Ayrton Senna ist bis heute legendär. Von 1997 bis 2001 ging der Franzose zudem mit einem eigenen Team in der Formel 1 an den Start. ©  Marco Canoniero/IMAGO
Kevin Trapp beim Formel-1-Rennen in Monaco.
Auch der deutsche Torhüter Kevin Trapp (Eintracht Frankfurt) gab sich beim Monaco GP die Ehre. Für den 34-Jährigen war es nicht der erste Besuch bei der Formel 1. 2024 war Trapp ebenfalls in Monaco und Barcelona zu Besuch. © Action Plus/Imago
Alessandro Borghese beim Grand Prix in Monaco.
Auch wenn Alessandro Borghese aussieht wie ein Rockstar, ist er es nicht. Außer am Herd, denn der 48-Jährige gehört zu den bekanntesten Köchen der Welt. In Monaco blieb der Herd bei ihm ausnahmsweise aber mal kalt. © SOPA Images/Imago
Juan Pablo Montoya beim Monaco GP.
Mit Juan Pablo Montoya war ein weiterer ehemaliger Formel-1-Starter im Fahrerlager unterwegs. Der Kolumbianer unterstützte seinen Sohn, der im Hauptrennen der Formel 2 am Sonntagmorgen auf Rang zwei fuhr. © BEAUTIFUL SPORTS/Imago
Jacques Villeneuve beim Monaco GP der Formel 1.
Wo die Formel 1 unterwegs ist, ist auch Jacques Villeneuve nicht weit weg. Neben seiner Rolle als TV-Experte bei Sky Sports F1 UK ist der Kanadier auch als Markenbotschafter für sein Ex-Team Williams aktiv. © NurPhoto/Imago
Mika Häkkinen beim Großen Preis von Monaco.
Zum Kreis der Formel-1-Legenden in Monaco zählt auch Mika Häkkinen. Der Finne wurde mit McLaren zweimal Weltmeister. Zudem war er drei Jahre in der DTM aktiv. © TheNews2/Imago
Patrick Dempsey mit der Zielflagge beim Großen Preis von Monaco.
Den Schauspieler Patrick Dempsey kennt man vor allem als McDreamy aus Grace Anatomy. Doch der Amerikaner gibt auch gerne Gas. So nahm er bereits an den 24-Stunden-Rennen in Daytona und Le Mans teil. Mit Dempsey Racing betreibt er sogar sein eigenes Team. In Monaco durfte der Schauspieler nun das Rennen abwinken. © kolbert-press/Imago
Prinz Albert II von Monaco und seine Gattin Charlene.
Ohne die Royals geht auch in Monaco nichts. Prinz Albert II (r.) und seine Gattin Charlene (l.) ehren die Top 3 traditonell nach dem Rennen in der Fürsten-Loge. © HochZwei/Imago
Antoine Dupont beim GP von Monaco.
Antoine Dupont gilt als einer der besten Rugby-Spieler der Gegenwart. In Monaco schnupperte der Franzose nun Motorsport-Luft. © BESTIMAGE/Imago
Zinédine Zidane bei der Formel 1 in Monaco.
Zinédine Zidane ist wohl einer der größten Fußballer aller Zeiten. Der Franzose hat so gut wie alles gewonnen, was geht. In Monaco war der Ex-Profi beim französischen Hersteller Alpine zu Gast. © BESTIMAGE/Imago
Thibaut Courtois bei der Formel 1.
Apropos Fußballer: Auch der belgische Torwart Thibaut Courtais nutzte die freie Zeit zwischen Saisonende und Klub-WM für einen Ausflug zur Formel 1. © BESTIMAGE/Imago
Kingsley Coman beim Großen Preis von Monaco.
Bayern-Profi Kingsley Coman ließ sich den Monaco Grand Prix ebenfalls nicht entgehen. Angeblich, weil er mit Isak Hadjar verwandt sein soll. Stimmt aber nicht. © kolbert-press/IMAGO
Jamal Musiala und Alphonso Davies beim Großen Preis von Monaco.
Coman war aber nicht alleine in Monaco. Seine Teamkollegen Jamil Musiala und Alphonso Davies waren ebenfalls zu Gast beim Formel-1-Rennen im Fürstentum. © kolbert-press/Imago
Christine Giampaoli Zonca.
Christine Giampaoli Zonca beweist, dass Motorsport nicht nur Männern vorbehalten sein muss. Die 31-Jährige nahm 2024 an der Rallye Dakar teil und ist Teil des Formel-1-Teams von DAZN in Spanien. Auf Instagram folgen 265.000 Menschen der schnellen Spanierin. © Jan Huebner/Imago
Dua Lipa bei der Formel 1.
Für noch mehr Frauen-Power an der Rennstrecke sorgte Dua Lipa. Die Musikerin war in der Vergangenheit schon das ein oder andere Mal bei der Formel 1 zu Gast. (Montage) © Hoch Zwei/Imago
Jeff Bezos und seine Verlobte Lauren Sanchez.
Der Amazon-Boss Jeff Bezos und seine Verlobte Lauren Sanchez waren ebenfalls beim Großen Preis von Monaco zu Gast. © BESTIMAGE/Imago
Naomi Campbell bei der Formel 1.
Naomi Campbell ist ebenfalls ein bekannter Gast im Fahrerlager der Formel 1. Das britische Model war bereits des häufigeren zu Gast – auch in Monaco. Zudem war die Britin in den 1990er-Jahren und Anfang der 2000er-Jahre eine Zeit lang mit Flavio Briatore zusammen. Ob ihr Ex sie auch dieses Mal wieder eingeladen hat? © BESTIMAGE/Imago
Bernard Arnault
Für Bernard Arnault war das Rennen in Monaco ein Pflichttermin. Immerhin ist der Mode-Magnat mit seiner Firma LMVH einer der wichtigsten Sponsoren der Formel 1. Zu LMVH gehören unter anderem Louis Vuitton und TAG Heuer.  © Bestimage/Imago
Sir Jackie Stewart.
Das typische Schottenmuster verrät gleich, um wen es sich handelt: den ehemaligen britischen Rennfahrer Sir Jacky Stewart. Der 85-Jährige ist weiterhin im Motorsport involviert, unter anderem als Experte und Stammgast in den Fahrerlagern. Außerdem ist er in diversen Wohltätigkeitsorganisationen engagiert, insbesondere im Kampf gegen Demenz, da seine Frau Helen an Demenz leidet.  © Bestimage/Imago

Und was passiert mit Elye Wahi? Als Omar Marmoush im vergangenen Januar für über 80 Millionen Euro zu Manchester City wechselte, kam er und sollte Teil des Umbaus im Angriff werden. Das Problem: Wahi war erst nicht richtig fit, enttäuschte dann bei den ersten Einsätzen und fehlte in der Phase, als Trainer Dino Toppmöller sein Team gefunden hatte, verletzungsbedingt wochenlang. Die zunächst kommunizierte Geduld war ziemlich rasch aufgebraucht.

Der Coach sagte daher auch Anfang März auf die Frage, wann Wahi denn zünde: „Das ist die Eine-Million-Euro-Frage bei Wer wird Millionär. Ich glaube schon, dass er vielleicht nicht ganz so frei aufspielt, wie wir uns das alle erhoffen.“ Toppmöller fand die Lösung im 4-2-3-1-System mit Mario Götze als Taktgeber hinter Ekitiké und den beiden Flügelakteuren Ansgar Knauff und Jean-Matteo Bahoya.

Eintracht kam ohne Wahi-Hilfe in die Champions League

Als vor dem Duell in Augsburg am 30. Spieltag alle vier Angreifer Ekitiké, Wahi, Igor Matanovic und Michy Batshuayi zur Verfügung standen, stellte der Coach auf Doppelspitze um. Statt Wahi startete jedoch Batshuayi, das Experiment wurde nach einer Halbzeit abgebrochen – und zwar mit der Umstellung auf eine Formation im 3-4-3.

Die Crunchtime jedenfalls wurde auch ohne den Angreifer, für den Krösche den Sockelbetrag in Höhe von 20 Millionen Euro nach Marseille überwiesen hatte, erfolgreich bestritten. Es war eine große Leistung Toppmöllers, die Marmoush-Lücke mit den internen Optionen schließen zu können. In der Sommer-Transferperiode jedenfalls wurde hervorragende Arbeit geleistet.

Mit Blick nach vorne war das schwache Halbjahr von Wahi allerdings ein Problem. Der pfeilschnelle Stürmer bekam die PS nicht auf den Rasen. Die Krönung war sein Zehn-Minuten-Einsatz am letzten Spieltag (3:1) in Freiburg. Wahi machte keine Bälle fest, arbeitete nicht mit zurück und vergab eine Konterchance kläglich. Der Knoten wollte in seinen insgesamt 191 Einsatzminuten nicht platzen.

Eintracht muss bei Wahi weiter abwarten

Toppmöller jedenfalls raufte sich an der Seitenauslinie im Breisgau unentwegt die Haare. Er nutzte eine Pressekonferenz wenige Wochen zuvor, um Wahi öffentlich zu rüffeln. Gebracht hat es bislang nichts.

Die Eintracht steckt in der Wahi-Zwickmühle. Was passiert, wenn Ekitiké wechseln sollte? Können Wunschkandidat Burkardt und Wahi diese Verantwortung schultern? In welchem Zustand wird sich der frühere französische U21-Nationalspieler nach seinem Urlaub präsentieren? Kann Wahi die hohen Erwartungen dann erfüllen? Im Umfeld geht die Angst vor einem millionenschweren Fehlgriff um.

Hoffnungsvolle Aktionen? Davon gab es nur ganz wenige. Auch in Mannschaftskreisen kam sein Auftreten nicht immer gut an. Es wirkte befremdlich, dass Wahi nach seinem schwachen Auftritt in Freiburg hemmungslos und exzessiv feierte. Eine Portion Demut und der richtige Fokus sind nötig in der aktuellen Situation.

Laufen Mario Götze und Elye Wahi in der kommenden Saison häufiger gemeinsam auf?

Es ist völlig offen, wie es bei Elye Wahi weitergeht. Er muss sich vom ersten Tag an zeigen und vor allem das Trainingslager in den USA dazu nutzen, sich anzubieten. Im Optimalfall zeigt der Angreifer seine Qualitäten und zwingt Toppmöller dazu, auf die Doppelspitze zu gehen. Dort hat Wahi seine Stärken, kann Lücken reißen und seine Tiefenläufe einbringen.

Kommt es sogar zu einer schnellen Trennung bei der Eintracht?

Was aber passiert, wenn er weiterhin enttäuscht? Wenn Toppmöller den Daumen senkt und ihn nicht für tauglich hält? Kommt es im Fall der Fälle sogar zu einer schnellen Trennung? Die Eintracht spielt Champions League und will nicht den Touristen-Status einnehmen. Dafür benötigt Toppmöller Durchschlagskraft im Sturm. Es ist eine knifflige Situation für die Eintracht, die in Sachen Angriff noch nicht endgültige Klarheit hat.

Rubriklistenbild: © Imago Sportfotodienst GmbH

Kommentare