SGE-Phrasendrescher

Rodes uralte Fußballer-Weisheit trifft die Eintracht tief ins Mark

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Sebastian Rode erklärt nach dem DFB-Pokalfinale die Niederlage mit einer Reihe von Fußballer-Weisheiten, die aber genau ins Schwarze treffen.

Update vom 3. Juni, 23.45 Uhr: Die Spieler von Eintracht Frankfurt sind nach dem verlorenen DFB-Pokalfinale gegen RB Leipzig am Boden und so fallen ausführliche Erklärungen am TV-Mikrofon gleich doppelt schwer. Viele behelfen sich in solchen Situationen mit abgedroschenen Phrasen. Diese Möglichkeit fasste auch SGE-Kapitän Sebastian Rode nach dem Spiel ins Auge und doch traf er genau damit den analytischen Nagel auf den Kopf.

Der Rode-Phrasenzähler geht bis auf zweieinhalb hoch

Nach der Niederlage wurde Sebastian Rode am TV-Mikrofon gefragt, woran es denn gelegen hätte. Der Kapitän entschied sich für eine Antwort, die jedem Phrasenfan das Herz aufgehen lässt. „Im Finale entscheiden Kleinigkeiten“, begann Rode – ganz klar: Phrase Nummer Eins. Dann geht es weiter mit „beim 1:0 war der Ball zweimal abgefälscht. Da war Glück dabei.“ Gut, der Spruch mit dem Glück ist eher eine vielseitig anwendbare Binsenweisheit – dafür gibt es einen halben Punkt. Wenig Diskussion gibt es dann bei des Kapitäns Conclusio: „Wenn man nicht schießt, kann man nicht treffen.“ Das macht insgesamt 2,5 Punkt auf der Phrasenskala.

Allerdings: So abgedroschen die Fußballer-Weisheiten klingen mögen, so sehr treffen sie im Fall des DFB-Pokalfinales zu. Ja, es waren nur Kleinigkeiten, die über Sieg und Niederlage entschieden haben und ja, der Führungstreffer für Leipzig war in der Tat sehr glücklich. Und ein drittes Ja gibt es dafür, dass die Eintracht tatsächlich einfach viel zu wenig Abschlüsse vorzuweisen hatte. Also alles in allem ein durchaus treffende Analyse von Sebastian Rode.

Sebastian Rode bedankt sich nach seiner Analyse bei den Fans.

Erstmeldung vom 3. Juni: Berlin – Das Finale des DFB-Pokals zwischen Eintracht Frankfurt und RB Leipzig findet am Samstag, 3. Juni 2023, in Berlin statt. Anpfiff ist um 20.00 Uhr. Wir sagen Ihnen, wie Sie die Partie live im TV und Live-Stream verfolgen können.

Eintracht Frankfurt gegen RB Leipzig: Finale des DFB-Pokals live im Free-TV?

  • Der Free-TV-Sender ZDF überträgt das Finale des DFB-Pokals zwischen Eintracht Frankfurt und RB Leipzig live und in voller Länge im Free-TV.
  • Die TV-Rechte des DFB-Pokals teilen sich derzeit der Pay-TV-Sender Sky und der Free-TV-Sender ZDF.

Eintracht Frankfurt gegen RB Leipzig: Finale des DFB-Pokals live im Pay-TV bei Sky

  • Die Partie Eintracht Frankfurt gegen RB Leipzig wird vom Pay-TV-Sender Sky live im TV übertragen.
  • Der Countdown zum Spiel in Berlin startet am Samstag, 3. Juni 2023, um 19.00 Uhr auf Sky Sport mit den Vorberichten.
  • Um 20.00 Uhr ertönt der Anpfiff.

    Um das Match live schauen zu können, benötigen Sie Sky.
  • Hier können Sie ein Sky-Abo abschließen (werblicher Link)

Eintracht Frankfurt gegen RB Leipzig: Finale des DFB-Pokals im Live-Stream von Sky Go

  • Wenn Sie ein Pay-TV-Abo bei Sky haben, können Sie das Spiel auch im Live-Stream bei Sky Go verfolgen. Die App gibt es zum Download für Apple- und Android-Geräte im jeweiligen Store.
  • WOW TV, ehemals Sky Ticket, überträgt das Spiel Eintracht Frankfurt gegen RB Leipzig ebenfalls im Live-Stream. Auch dafür benötigen Sie allerdings ein Abonnement.

Eintracht Frankfurt gegen RB Leipzig: Wer holt sich den Titel?

Die SGE will nach 2018 unbedingt den nächsten Triumph im DFB-Pokal. „Wir haben in 47 Spielen bewiesen, dass wir nie aufgeben. Gegen Schalke und Freiburg kamen wir jeweils zurück. Auch in der Champions League gegen Sporting und im Pokal in Stuttgart“, sagte Trapp auf der Pressekonferenz vor dem Endspiel gegen Leipzig in Berlin.

Im Finale des DFB-Pokals kommt es zum Duell RB Leipzig gegen Eintracht Frankfurt.

„Wir sind zum richtigen Zeitpunkt wieder in Form. Es wird ein offenes und unterhaltsames Spiel“, so Trapp weiter, der den vollen Fokus auf die Partie in Berlin richtet: „Wir sollten mutig spielen. Es ist ein Spiel. Alles oder Nichts! Es kommt auf Details an und darum, möglichst viel richtig zu machen.“

Eintracht Frankfurt gegen RB Leipzig: Trapp stolz auf die Mannschaft

Der Keeper der Eintracht ist stolz auf seine Mannschaft, die in den letzten zwei Jahren außergewöhnliche Erfolge erzielte: „Dass wir innerhalb von zwölf Monaten zwei Finals spielen, ist außergewöhnlich. Das spricht für die Qualität und den Charakter der Mannschaft.“

Die erfolgreichsten Trainer von Eintracht Frankfurt

Mit der Eintracht verpasst der Kroate in der Premieren-Saison der Bundesliga den großen Wurf. Während der Spielzeit zum Cheftrainer befördert, wird er mit der Eintracht Vize-Pokalsieger und Tabellendritter.
Ivica Horvat (1964-1965) - Mit der Eintracht verpasst der Kroate in der Premieren-Saison der Bundesliga den großen Wurf. Während der Spielzeit zum Cheftrainer befördert, wird er mit der Eintracht Vize-Pokalsieger und Tabellendritter.  © Picture Alliance/Wilhlem Leuschner
Erich Ribbeck im Jahre 1971 als Trainer von Eintracht Frankfurt
Erich Ribbeck (1968–1973) – blieb abgesehen von einer Qualifikation zum UEFA-Pokal durch einen fünften Platz in der Liga ohne größeren Erfolg. Ein Jahr nach Ribbecks Abgang gewinnt der DFB-Elf mit Jürgen Grabowski und Bernd Hölzenbein die Weltmeisterschaft. Mit fünf Jahren hält Ribbeck jedoch gemeinsam mit Friedhelm Funkel den Rekord als Trainer mit der längsten Amtszeit bei der SGE.  © Picture Alliance/Roland Witschel
Trainer Dietrich Weise mit Neuzugängen
Dietrich Weise (1973–1976) – Unter Weise gehört die Eintracht zur nationalen Spitze und gewinnt zweimal den DFB-Pokal. 1975/76 prescht sie gar bis ins Halbfinale des Europapokals der Pokalsieger vor, um dort West Ham United zu unterlegen.  © Picture Alliance / Roland Witschel
Friedel Rausch während seiner zweiten Amtszeit in Frankfurt
Friedel Rausch (1979–1980 und 2001) – In der Saison 1979/80 führt Rausch die Eintracht zum dato größten Erfolg der Vereinsgeschichte. Im Finale des UEFA-Cups gegen Borussia Mönchengladbach setzt sich die SGE nach Hin- und Rückspiel durch. Im April 2001 kreuzten sich die Wege abermals, der Abstieg der Eintracht in die 2. Liga war jedoch nicht zu verhindern.  © Picture Alliance / Ralf Hirschberger
Lothar Buchmann (1980–1982) – Wird mit der Eintracht DFB Pokalsieger 1981 gegen den 1. FC Kaiserslautern, zu jener Zeit von Karl-Heinz Feldkamp trainiert. Im Sommer 1982 sollte es für Buchmann über den Main zu Erzrivale Kickers Offenbach gehen.
Lothar Buchmann (1980–1982) – Wird mit der Eintracht DFB Pokalsieger 1981 gegen den 1. FC Kaiserslautern, zu jener Zeit von Karl-Heinz Feldkamp trainiert. Im Sommer 1982 sollte es für Buchmann über den Main zu Erzrivale Kickers Offenbach gehen. © Laci Perenyi/Imago
Karl-Heinz Feldkamp (1987–1988) – Was Feldkamp 1981 durch die Eintracht verwehrt blieb, sollte nun in Erfüllung gehen. 1988 gewinnt er mit Eintracht Frankfurt den DFB-Pokal. Kurz danach verabschiedet er sich nach Ägypten, um dort Al-Ahly trainieren zu können.
Karl-Heinz Feldkamp (1987–1988) – Was Feldkamp 1981 durch die Eintracht verwehrt blieb, sollte nun in Erfüllung gehen. 1988 gewinnt er mit Eintracht Frankfurt den DFB-Pokal. Kurz danach verabschiedet er sich nach Ägypten, um dort Al-Ahly zu trainieren. © picture alliance / Kai-Uwe Wärner/dpa
Dragoslav Stepanovic (1990–1993) – Bundesligadritter, Europapokalteilnahmen und ein Pokal-Halbfinale. „Stepi“ war neben seiner freundlichen Art auch durch ansprechenden Fußball beliebt. Tragisch und unvergessen bleibt jedoch auch das Saisonfinale 1991/1992 als die Eintracht durch eine Niederlage bei Hansa Rostock in der ersten gesamtdeutschen Bundesligasaison die Meisterschaft verpasst. Auch seine zweite Amtszeit 1996 endet unrühmlich mit dem Bundesligaabstieg.
Dragoslav Stepanovic (1990–1993) – Bundesligadritter, Europapokalteilnahmen und ein Pokal-Halbfinale. „Stepi“ war neben seiner freundlichen Art auch durch ansprechenden Fußball beliebt. Tragisch und unvergessen bleibt jedoch auch das Saisonfinale 1991/1992 als die Eintracht durch eine Niederlage bei Hansa Rostock in der ersten gesamtdeutschen Bundesligasaison die Meisterschaft verpasst. Auch seine zweite Amtszeit 1996 endet unrühmlich mit dem Bundesligaabstieg. © Katja Lenz/picture alliance
Jörg Berger (1988–1990 und 1999) – Wird mit der Eintracht während seiner ersten Amtszeit Bundesligadritter, was jedoch ebenso in Erinnerung bleibt ist das Saisonfinale 1999. Mit einem 5:1-Sieg gegen Süd-West Rivale Kaiserslautern sichert die Eintracht sich auf hochdramatische Weise den Klassenerhalt.
Jörg Berger (1988–1990 und 1999) – Wird mit der Eintracht während seiner ersten Amtszeit Bundesligadritter, was jedoch ebenso in Erinnerung bleibt ist das Saisonfinale 1999. Mit einem 5:1-Sieg gegen Süd-West Rivale Kaiserslautern sichert die Eintracht sich auf hochdramatische Weise den Klassenerhalt. © Ferdinand Ostrop/picture-alliance
Friedhelm Funkel (2004–2009) – Gleichsam mit Erich Ribbeck ein Rekordhalter, was die Beschäftigungsdauer bei der SGE angeht. Unter ihm gelang ein Bundesligaaufstieg und darauffolgend die Etablierung in der ersten Liga. Eine Krönung seiner Tätigkeit durch einen DFB-Pokal Sieg blieb ihm durch die Finalniederlage 2006 verwehrt.
Friedhelm Funkel (2004–2009) – Gleichsam mit Erich Ribbeck ein Rekordhalter, was die Beschäftigungsdauer bei der SGE angeht. Unter ihm gelang ein Bundesligaaufstieg und darauffolgend die Etablierung in der ersten Liga. Eine Krönung seiner Tätigkeit durch einen DFB-Pokal Sieg blieb ihm durch die Finalniederlage 2006 verwehrt. © Uwe Anspach/picture-alliance
Armin Veh (2011–2014 und 2015–2016) – Unter Veh kehrt die Eintracht in die Bundesliga zurück und sollte danach nicht mehr absteigen. Pünktlich zum 50. Bundesligajubiläum erreicht die SGE als Tabellensechster den Europapokal. Bei seinem zweiten Engagement wurde Veh nach nicht mal einem Jahr freigestellt.
Armin Veh (2011–2014 und 2015–2016) – Unter Veh kehrt die Eintracht in die Bundesliga zurück und sollte danach nicht mehr absteigen. Pünktlich zum 50. Bundesligajubiläum erreicht die SGE als Tabellensechster den Europapokal. Bei seinem zweiten Engagement wurde Veh nach nicht mal einem Jahr freigestellt. © Caroline Blumberg / picture alliance
Nico Kovac (2016–2018) – In seine Amtszeit fallen zwei Finalteilnahmen im DFB-Pokal. 2018 sollte er dort niemanden geringeres als seinen künftigen Arbeitgeber Bayern München besiegen. Unter Kovac avancierte die SGE wieder vom Abstiegskandidat zum Europacup-Teilnehmer. Mitunter wird der Sieg 2018 als Grundstein des heutigen Erfolgs gesehen.
Nico Kovac (2016–2018) – In seine Amtszeit fallen zwei Finalteilnahmen im DFB-Pokal. 2018 sollte er dort niemanden geringeres als seinen künftigen Arbeitgeber Bayern München besiegen. Unter Kovac avancierte die SGE wieder vom Abstiegskandidat zum Europacup-Teilnehmer. Mitunter wird der Sieg 2018 als Grundstein des heutigen Erfolgs gesehen. © Boris Roessler / picture alliance
Adi Hüter (2018–2021) – Europacup-Abende prägen seine Ära, die im Erreichen des Euro-League Halbfinals 2018/2019 ihren Höhepunkt fand. Weiter gelang es der Eintracht unter ihm sich in der oberen Tabellenhälfte festzusetzen und 2019/2020 das DFB-Pokal Halbfinale zu erreichen. Durch eine Trainer-Rochade zog es ihn weiter nach Mönchengladbach.
Adi Hüter (2018–2021) – Europacup-Abende prägen seine Ära, die im Erreichen des Euro-League Halbfinals 2018/2019 ihren Höhepunkt fand. Weiter gelang es der Eintracht unter ihm sich in der oberen Tabellenhälfte festzusetzen und 2019/2020 das DFB-Pokal Halbfinale zu erreichen. Durch eine Trainer-Rochade zog es ihn weiter nach Mönchengladbach. © Thomas Frey / picture alliance
Eintracht Frankfurt – Glasgow Rangers
Oliver Glasner (seit 2021) – Trotz einer durchwachsenen ersten Bundesliga-Saison unter dem Österreicher, gewinnt die Frankfurter Eintracht 2021/2022 die Europa League. Nach Krönung einer kontinuierlichen Entwicklung nimmt der Verein erstmals an der Champions-League teil.  © Picture Alliance / Arne Dedert

Im Endspiel gegen Leipzig kann sich Eintracht Frankfurt auf die Unterstützung unzähliger SGE-Fans sicher sein. „Was im und um das Stadion los sein wird, ist uns nicht entgangen. Diese Unterstützung und Begeisterung geben uns einen zusätzlichen Kick. Wir hoffen, den Fans am 4. Juni wieder einen Pokal präsentieren zu dürfen“, so Trapp. (smr)

Rubriklistenbild: © IMAGO/Marc Schueler

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