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Im zweiten Gruppenspiel möchten die DFB-Frauen einen großen Schritt in Richtung Achtelfinale gehen. Doch Kolumbien ist ein harter Gegner.
Wyong – Die Frauen-WM nimmt nun richtig Fahrt auf, bei der deutschen Nationalmannschaft ist die Euphorie nach dem 6:0-Auftakterfolg gegen Marokko groß. Im zweiten Gruppenspiel tritt die Mannschaft von Martina Voss-Tecklenburg in Sydney gegen die Auswahl von Kolumbien an. Doch wie tickt der deutsche Gegner? Was erwartet das Team um Alexandra Popp?
| Fußball-WM der Frauen 2023 | |
|---|---|
| Austragungsort: | Australien und Neuseeland |
| Zeitraum: | 20. Juli bis 20. August |
| Teilnehmende Nationen: | 32 |
Kriegt Deutschland Superstar Caicedo in den Griff?
Im Fokus der kolumbianischen Mannschaft steht die erst 18-jährige Linda Caicedo. Bereits im ersten Spiel gegen Südkorea traf das kolumbianische Supertalent einmal. Besonders ihre Stärken im Dribbling und in ihrer Beweglichkeit können der deutschen Hintermannschaft Probleme bereiten. Allerdings ist diese vor der Angreiferin gewarnt.
„Das ist eine sehr talentierte Offensivspielerin. Von daher gilt’s einfach, gemeinschaftlich zur verteidigen“, adelte die erfahrene Sara Däbritz Kolumbiens Angreiferin. „Ich glaube, wenn wir unsere Qualitäten auf den Platz bringen, dann wird’s auch schwer für sie“, führte sie selbstbewusst fort. Am Donnerstag brach die Starspielerin der Kolumbianerinnen im Training zusammen. Noch ist unklar, ob ihr Einsatz gefährdet ist.
Wie kommt man mit der harten Gangart von Kolumbien klar?
Die Mannschaft von Kolumbien besteht jedoch nicht nur aus Wunderkind Caicedo, sie überzeugt auch als gutes Kollektiv und hat bereits gezeigt, dass sie durch Zweikampfhärte den Gegnerinnen das Spiel schwer machen möchte. Das Testspiel gegen Irland in der Vorbereitung auf die Weltmeisterschaft wurde nach 23 Minuten abgebrochen. Unter anderem verletzte sich Irlands Mittelfeldspielerin Denise O‘Sullivan schwer.
„Das Spiel, das im Meakin Park in Brisbane stattfand, wurde zu körperbetont und es wurde nach Rücksprache mit der Spielleitung entschieden, das Spiel zu beenden“, teilte der irische Verband mit. Irlands Cheftrainerin Vera Pauw erklärte, dass die Spieler „um ihre Körper gefürchtet“ hätten. Das Geschehen auf dem Spielfeld habe sich „außerhalb der Spielregeln“ befunden. Die Kolumbianerinnen widersprachen diesen Aussagen.
Trainer der Kolumbianerinnen gesperrt
Fehlen wird am Sonntag in Sydney der kolumbianische Cheftrainer Nelso Abadia. Bereits in der Auftaktpartie gegen Südkorea musste der 67-Jährige auf der Tribüne Platz nehmen und wurde durch Co-Trainer Angelo Marsiglia vertreten. Der Grund dafür ist eine Sperre aus dem Finale der Copa América 2015, als er noch Co-Trainer der kolumbianischen Auswahl war.
Erst ab dem dritten Gruppenspiel darf er wieder am Seitenrand stehen und seinen Spielerinnen Anweisungen geben. Harte Gangart, ein gesperrter Trainer und ein 18-jähriges Wunderkind. Darauf muss sich die deutsche Nationalmannschaft im zweiten Gruppenspiel bei der Weltmeisterschaft in Australien und Neuseeland einstellen. (jari)
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