Wie finanziert Liverpool den Transfer-Rekord-Sommer um Ex-Eintracht-Star?
VonChristoph Klaucke
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Liverpool stellt neue Transfer-Rekorde auf. Der englische Meister gibt fast eine halbe Milliarde Euro für neue Stars wie Ex-Eintracht-Stürmer Hugo Ekitike aus.
Liverpool – Der FC Liverpool hat in diesem Sommer alle bisherigen Transferrekorde pulverisiert und dabei alle bisherigen Dimensionen gesprengt. Mit Ausgaben von knapp 500 Millionen Euro in diesem Sommer setzt der englische Meister neue Maßstäbe im internationalen Fußball. Im Zentrum des Kaufrausches steht ein bekanntes Gesicht aus der Bundesliga: Hugo Ekitike, der erst vor eineinhalb Jahren von Paris Saint-Germain zu Eintracht Frankfurt wechselte.
Liverpools Transfer-Offensive: Isak wird teuerster Premier-League-Deal
Doch Ekitike, der in seinen ersten vier Pflichtspielen auf der Insel an vier Toren direkt beteiligt war, ist nur ein Baustein in Liverpools beispiellosem Transfersommer. Den absoluten Höhepunkt markierte Alexander Isak, der am Deadline Day für 145 Millionen Euro von Newcastle United kam. Der schwedische Stürmer stellt damit einen neuen Premier-League-Rekord auf und übertrifft sogar Florian Wirtz als teuersten Transfer des Sommers.
Wirtz selbst wechselte für 125 Millionen Euro von Bayer Leverkusen an die Anfield Road. Zusätzlich verstärkten sich die Reds mit Jeremie Frimpong (40 Millionen Euro) und Milos Kerkez (46,9 Millionen Euro). Insgesamt verpflichtete Liverpool sieben neue Spieler für eine Gesamtsumme von 485 Millionen Euro.
Kolo Muani, Marmoush – und jetzt Ekitiké: Die teuersten Transfer-Abgänge von Eintracht Frankfurt
Trainer Arne Slot profitiert von dieser beispiellosen Investitionsbereitschaft der amerikanischen Eigentümer Fenway Sports Group. Sein Vorgänger Jürgen Klopp musste jahrelang zusehen, wie Konkurrenten wie Manchester City und Chelsea mit gigantischen Summen einkauften, während Liverpool maximal einen Mega-Deal pro Jahr erlaubt bekam.
Die Finanzierung dieses Transferwahnsinns basiert auf mehreren Säulen. Liverpool kassierte rund 202 Millionen Euro an Preisgeldern für den Premier-League-Titel, wie die Bild erklärt. Zusätzlich profitiert der Klub von der ersten kompletten Saison im ausgebauten Stadion mit 61.276 Plätzen und einem neuen Adidas-Vertrag über 70 Millionen Euro jährlich.
Entscheidend sind auch die Transfererlöse aus Verkäufen. Harvey Elliott wechselte für 41 Millionen Euro zu Aston Villa, Jarell Quansah für 35 Millionen zu Bayer Leverkusen, Ben Doak für 23,2 Millionen zu Bournemouth und Trent Alexander-Arnold für zehn Millionen zu Real Madrid. Darwin Nunez ging für 53 Millionen nach Saudi-Arabien, während Bayern München 67,5 Millionen für Luis Diaz zahlte. Diese Verkäufe aus dem eigenen Nachwuchs und strategische Abgänge ermöglichten den Kaufrausch.
Ex-Eintracht-Star mittendrin: Klub gibt fast halbe Milliarde für Rekord-Transfers aus
Mit einem Kader-Marktwert von 1,1 Milliarden Euro und drei Siegen aus drei Premier-League-Spielen unterstreicht Liverpool seine Titelambitionen. Die Reds führen die Tabelle an und besiegten bereits Arsenal (1:0) und Newcastle (3:2). Der Klub strebt die 21. Meisterschaft an, die ihn zum alleinigen Rekordmeister Englands machen würde.
Der spektakuläre Transfersommer zeigt Liverpools Entschlossenheit, nach Jahren der finanziellen Zurückhaltung wieder um die größten Titel zu kämpfen. Mit Stars wie Ekitike, Isak und Wirtz soll der Angriff auf Champions League und Premier League gelingen. Währenddessen scheitert ein Transferhammer von Eintracht Frankfurt auf der Zielgeraden. (ck)