Nach bitterem WM-Aus

Bayern-Star Giulia Gwinn verarbeitet WM-Frust auf ihre Art

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Giulia Gwinn wurde von Bundestrainerin Martina Voss-Tecklenburg nicht für die anstehende WM in Australien und Neuseeland nominiert. In Frankfurt verarbeitet die Bayern-Spielerin jetzt ihren WM-Frust.

Frankfurt - Giulia Gwinn gehört zu den besten deutschen Fußballspielerinnen. In der Bundesliga ist sie eine wichtige Spielerin für den FC Bayern und auch in der Nationalmannschaft führt an einer fitten Gwinn kein Weg vorbei. Doch nach einem Kreuzbandriss im vergangenen Oktober im Test-Länderspiel gegen Frankreich kommt ein Einsatz bei der anstehenden WM in Australien und Neuseeland zu früh. Ihren Frust über die ausgebliebene Nominierung verarbeitet die 23-Jährige jetzt auf ihre ganz eigene Art.

Giulia Gwinn
Geburtsdatum:2. Juli 1999 (23 Jahre)
Verein:FC Bayern München (Vertrag bis 2025)
Position:Rechtsverteidigerin
Länderspiele (Tore):\t33 (3)

Gwinn verarbeitet WM-Frust in Frankfurt

Während die anderen WM-Spielerinnen beim Trainingslager im bayerischen Herzogenaurach ins Schwitzen kommen, versendete Gwinn zuletzt bereits verwirrende Urlaubsgrüße aus ihrem Aufenthalt in Zypern. In einem ihrer neusten Updates auf den sozialen Medien postete Gwinn jetzt einige Bilder aus Frankfurt und schrieb dazu übersetzt so viel wie „FFM Foto-Sammlung“.

Auf einigen Bildern ist Gwinn zusammen mit Kim Fellhauer zu sehen, die ebenfalls in der Frauen-Bundesliga beim SC Freiburg spielt. Neben Schnappschüssen aus einem Café zeigt sich die Nationalspielerin auch, wie sie im Deutsche Bank Park, dem Stadion von Eintracht Frankfurt, ein Konzert besucht. Auf allen Fotos ist die 23-Jährige mit einem fröhlichen Lächeln zu sehen.

Fußball-Nationalspielerin Giulia Gwinn verarbeitet ihren WM-Frust unter anderem in Frankfurt.

Fan will Gwinn bei Eintracht Frankfurt sehen

Die Reaktionen ihrer Fans lassen nicht lange auf sich warten. „Klasse Fotos“, „Ich liebe euer Lächeln“ und „Tolle Fotos“, ist in den Kommentaren ihrer Fans zu lesen. Ein Fan würde Gwinn gerne noch öfter in der Metropole am Main sehen und schreibt: „Kannst gerne in Frankfurt bei den Eintracht-Frauen bleiben!“.

Dieser Wunsch wird jedoch wohl nicht so schnell in Erfüllung gehen. Gwinn besitzt beim FC Bayern noch einen Vertrag bis 2025 und betonte in der Vergangenheit wiederholt, dass sie mit den Bayern-Frauen große Ziele hat. In der abgelaufenen Saison holte Gwinn mit Bayern die deutsche Meisterschaft und feierte anschließend mit den Männern des Rekordmeisters auf dem Rathausbalkon des Marienplatzes in München den doppelten Titelgewinn.

WM-Frust bei Gwinn verflogen

Der WM-Frust scheint bei Gwinn also offenbar allmählich verflogen zu sein. Bereits nachdem bekannt wurde, dass Martina Voss-Tecklenburg Gwinn letztlich nicht für das Ozeanien-Turnier nominiert, zeigte sich die Abwehrspielerin gefasst: „Es klingt für Außenstehende wahrscheinlich so ein bisschen dahergesagt: Aber der persönliche Austausch mit der Bundestrainerin im Vorfeld der Nominierung war immer auf Augenhöhe und von großem gegenseitigen Respekt geprägt“, schrieb Gwinn damals.

„Vielleicht ist diese gemeinsame Vernunftsentscheidung mit Blick in die Zukunft genau richtig“, versuchte Gwinn das Positive an der Entscheidung zu sehen. An ihren Fotos aus Frankfurt und ihrem Urlaub lässt sich jetzt definitiv erkennen, dass Gwinn das Beste aus ihrem freien Sommer ohne WM macht.

Rubriklistenbild: © Lennart Preiss/dpa

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