Kurz vor Vertragsverlängerung: FC Bayern erfüllt wohl Upamecano-Bedingungen
VonPeter Grad
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Geht es nun ganz schnell? Der FC Bayern scheint Dayot Upamecano für eine Kontraktverlängerung bei einem bislang kritisch gesehenen Punkt entgegenzukommen.
München - Der Vertragspoker zwischen dem FC Bayern und Abwehrchef Dayot Upamecano zieht sich – mit einigen Unterbrechungen – schon seit Jahresbeginn. Der französische Vizeweltmeister ist nur noch bis Sommer 2026 an den deutschen Rekordmeister gebunden, trotz großer gegenseitiger Wertschätzung ließ eine Einigung über eine Fortsetzung des Arbeitsverhältnisses bislang auf sich warten.
Unter Vincent Kompany hat sich Upamecano als Chef in der FCB-Defensive etabliert und zählt zu den wichtigsten Säulen der Mannschaft. Laut BILD-Informationen denkt man an der Säbener Straße ernsthaft darüber nach, Upamecano bei einem als „Knackpunkt“ bezeichneten Vertragsdetail entgegenzukommen. Es geht um die zeitliche Ausgestaltung der seit Längerem diskutierten Ausstiegsklausel.
Nach langem Zögern: Die FCB-Verantwortlichen erfüllen wohl Upamecano-Wunsch
Das französische Portal Foot Mercato bestätigt diese Situation und vermeldet eine unmittelbar anstehende Vertragsverlängerung. Bei den finanziellen Details des neuen Arbeitspapiers sollen Klub und Spielerseite schon länger auf einer Linie sein. Ein Top-Gehalt sowie ein hoher Unterschriftsbonus im Bereich von knapp 20 Millionen Euro gelten als vereinbart.
Der noch zu klärende Punkt liegt ist die Festsetzung der Ausstiegsklausel, die Spielerseite soll auf eine Höhe von 65 Millionen Euro bestehen, welche schon ab Sommer 2027 greifen soll. Bereits zu diesem Zeitpunkt könnte der Innenverteidiger den Rekordmeister dann zu der festgeschriebenen Summe verlassen. Die Verantwortlichen des FC Bayern hatten dagegen bisher darauf bestanden, diese Option erst ein Jahr später zu aktivieren.
Nun soll man sich an der Säbener Straße zu einem Umdenken entschlossen haben: Um die Verlängerung nicht zu gefährden, gibt es offenbar eine Tendenz, Upamecanos Wunsch nach einer früheren Exit-Option zu akzeptieren. Ein Schritt, der intern noch kontrovers diskutiert werden soll. Dennoch: Die internationale Konkurrenz beobachtet die Situation sehr genau. Mit Real Madrid und CL-Sieger Paris Saint-Germain zeigen gleich zwei europäische Schwergewichte großes Interesse an Upamecano und wären auch in der Lage, dem FCB-Abwehrboss ein hochdotiertes Angebot zu unterbreiten.
Die Bayern-Bosse müssen in der Angelegenheit nun strategisch handeln: Ohne Verlängerung wird es im Sommer 2026 zu einem ablösefreien Abgang eines Spielers kommen, der auf seiner Position zu den besten der Welt zählt und aktuell einen Marktwert von rund 70 Millionen Euro besitzt. Eine nach einem Jahr greifende Ausstiegsklausel stellt zwar ein gewisses Risiko dar, garantiert dem Verein aber zumindest zunächst Planungssicherheit und im Ernstfall später eine hohe Einnahme.