Tipptabelle des VfB Stuttgart

Der VfB Stuttgart im Bundesliga-Check: Vieles hängt an Woltemade

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Der VfB Stuttgart steht vor einer Doppelaufgabe gegen den FC Bayern - im Kampf um Supercup und um Mittelstürmer Nick Woltemade, der gerade nicht besonders gut gelaunt daherkommt.

Stuttgart – Für den VfB Stuttgart beginnt der sogenannte Pflichtspielbetrieb nicht mit dem DFB-Pokal, sondern am Samstag (18 Uhr) mit dem Supercup des Pokalsiegers daheim gegen den Meister FC Bayern. Das Duell ist umso pikanter, weil die Schwaben keine Lust haben, wegen ihres Stürmers Nick Woltemade um plus minus 50 Millionen mit den Bayern zu feilschen. Das ginge erst bei 70 Millionen los. Klubchef Alexander Wehrle sagt: „Bayern München möchte Jamal Musiala ja auch nicht verkaufen.“ Also, liebe Münchner, haltet euch bitte zurück – oder bietet mehr Geld.

Zieht es Nick Woltemade (links) noch weg?
Wie stark ist der Kader?
Viel zu meckern gibt´s nicht, auch wenn der Abgang von Enzo Millot natürlich ein bisschen wehtut. Andererseits hat der Franzose sein Topniveau allzu selten erreicht, weshalb die Schwaben 28 Millionen Euro aus der saudischen Kasse von Al-Ahli SFC gern genommen haben. Der teuerste Einkauf bisher ist Lorenz Assignon, ein physisch starker Rechtsverteidiger aus der schier unerschöpflichen Talentschmiede von Stade Rennes, den sich der VfB zwölf Millionen Euro kosten ließ. Mit Ex-Nationalspieler Josha Vagnoman sind die Stuttgarter auf der Position nie recht glücklich geworden.
Worauf steht der Trainer?
Auf ansehnlichen Kombinationsfußball vor allem. Das Dumme nur: Das gepflegte Passspiel war zwar auch in der insgesamt enttäuschenden vergangenen Saison gut. Jedoch: Das Spieljahr endete in der Bundesliga auf Rang neun und in der Champions League im Aus schon in der Ligaphase. Auch, weil die Angriffe viel zu oft irgendwo im Nirgendwo versandeten und hinten der letzte Biss fehlte. Einzig der DFB-Pokal rettete die Saison. Hoeneß ist gleichwohl hochanerkannt, nachdem er die Truppe zuvor aus dem Abstiegskampf in die Königsklasse geführt hatte. „Er ist ein herausragender Fußballlehrer“, lobt Wehrle.
Wo hapert es noch?
Beim 0:1 in der Generalprobe gegen den FC Bologna legte der VfB ordentlich los, verloren aber mit zunehmender Spielzeit den Zugriff. Da ist noch jede Menge Luft nach oben. Hapern tut es auch hinter den Kulissen. Beate Beck-Deharde ist neulich ziemlich geräuschvoll aus dem Aufsichtsrat abgetreten. Die Unternehmerin kritisierte unter anderem eine „unausgewogene Informations- und Diskussionskultur“.
Dagegen verwahrte sich der notorisch unruhige Verein „in aller Klarheit“. Jetzt gibt’s schon wieder Diskussionsbedarf. Die heikle Personalie: Lutz Meschke - in der Fankurve unbeliebte Triebfeder des 41-Millionen-Euro-Anteilskaufs durch die Porsche AG - ist inzwischen dort nicht mehr Vorstand. Was passiert nun mit seinem Platz im VfB-Aufsichtsrat? Mal sehen.

Zwei Publikumsmagneten feiern ihr Comeback - die 18 Fußballtempel der Bundesliga-Saison 2025/2026

Die Allianz Arena beim Bundesliga-Heimspiel des FC Bayern gegen Borussia Mönchengladbach.
In der Allianz Arena trägt der Rekordmeister FC Bayern München seine Heimspiele aus. © ActionPictures/IMAGO
Die Allianz Arena vor einem Bundesliga-Spiel zwischen dem FC Bayern und Borussia Mönchengladbach.
75.024 Zuschauer können bei nationalen Spielen in der Allianz Arena Platz nehmen. © Bernd Feil/M.i.S./IMAGO
Die BayArena beim Bundesliga-Spiel zwischen Bayer 04 Leverkusen und Borussia Dortmund.
Die Heimat der „Werkself“: die BayArena. © Moritz Mueller/IMAGO
Die BayArena beim Bundesliga-Spiel gegen Borussia Mönchengladbach.
30.210 Zuschauer passen in die Leverkusener BayArena. © nordphoto GmbH / Meuter/IMAGO
Der Deutsche Bank Park beim Bundesliga-Spiel zwischen Eintracht Frankfurt und Borussia Dortmund.
Stimmungsvolles Stadion: Im Deutsche Bank Park spielt Eintracht Frankfurt seine Heimspiele. © Philipp Kresnik / SPP/IMAGO
Der Deutsche Bank Park rund um ein Bundesliga-Spiel zwischen Eintracht Frankfurt und Arminia Bielefeld.
Der Deutsche Bank Park hat eine Kapazität von 60.000 Zuschauern. © Jan Huebner/Voigt via www.imago-images.de
Der Innenraum des Signal Iduna Parks beim Bundesliga-Spiel zwischen Borussia Dortmund und Holstein Kiel.
Der Signal Iduna Park ist das Wohnzimmer von Borussia Dortmund. © Hesham Elsherif/IMAGO
Der Signal Iduna Park rund um ein Spiel der zweiten Mannschaft in der 3. Liga.
Der Signal Iduna Park kann 81.365 Zuschauer beherbergen. © Fabian Kleer/IMAGO
Choreo im Europa-Park Stadion des SC Freiburg beim Bundesliga-Spiel gegen den 1. FC Heidenheim.
Das Wohnzimmer des SC Freiburg: das Europa-Park Stadion. © Eibner-Pressefoto/Memmler/IMAGO
Das Europa-Park Stadion vor dem Bundesliga-Duell zwischen dem SC Freiburg und Eintracht Frankfurt.
34.700 Zuschauer passen in das Freiburger Europa-Park Stadion. © BEAUTIFUL SPORTS/Bosco/IMAGO
Die Mainzer MEWA Arena beim Bundesliga-Heimspiel gegen Eintracht Frankfurt.
In der MEWA Arena kämpft der 1. FSV Mainz 05 um Punkte. © Eibner-Pressefoto/Florian Wiegand/IMAGO
Die Mainzer MEWA Arena vor dem Bundesliga-Spiel gegen Bayer 04 Leverkusen.
Die Mainzer MEWA ARENA bietet Platz für 33.305 Fans. © Vitali Kliuiev/IMAGO
Die Red Bull Arena beim Bundesliga-Duell zwischen RB Leipzig und dem VfB Stuttgart.
In der Red Bull Arena bestreitet RB Leipzig seine Heimspiele. © motivio/IMAGO
Die Zuschauer auf dem Weg in die Red Bull Arena zum Bundesliga-Spiel zwischen RB Leipzig und Borussia Dortmund.
Bis zu 47.800 Zuschauer können in der Red Bull Arena ein Spiel verfolgen. © motivio/IMAGO
Das Bremer Weserstadion beim Heimspiel in der Bundesliga gegen RB Leipzig.
Im Weserstadion ist der SV Werder Bremen zuhause. © Dennis Ewert/RHR-FOTO/IMAGO
Das Bremer Weserstadion vor einem Bundesligaspiel gegen Frankfurt.
Das Bremer Weserstadion hat eine Kapazität von 42.100 Plätzen. © nordphoto GmbH / Teresa Kroeger/IMAGO
Die MHP Arena des VfB Stuttgart beim Bundesliga-Spiel gegen den FC Augsburg.
Das Wohnzimmer des VfB Stuttgart mit einfallender Sonne: die MHP Arena. © Michael Weber IMAGEPOWER/IMAGO
Die MHP Arena vor einem DFB-Pokalspiel zwischen dem VfB Stuttgart und RB Leipzig.
In der MHP Arena finden maximal 60.058 Zuschauer Platz. © Roger Petzsche/IMAGO
Der Borussia-Park beim 4:4 gegen die TSG Hoffenheim.
Hier kämpft Borussia Mönchengladbach um Zählbares: der Borussia-Park. © Werner OTTO/IMAGO
Der Borussia-Park vor einem Bundesliga-Spiel gegen den SV Werder Bremen.
54.042 Zuschauer können im Borussia-Park Platz nehmen. © nordphoto GmbH / Christian Schulze/IMAGO
Die Volkswagen Arena beim Bundesliga-Spiel zwischen Wolfsburg und Freiburg.
Die Heimat des VfL Wolfsburg: die Volkswagen Arena. © Arne Amberg/IMAGO
Das Stadion des VfL Wolfsburg: die Volkswagen Arena.
Die Zuschauerkapazität der Wolfsburger Volkswagen Arena beträgt 28.917. © Schoening/IMAGO
Die WWK Arena von innen beim Bundesliga-Spiel FC Augsburg gegen Holstein Kiel.
In der WWK Arena trägt der FC Augsburg seine Heimduelle aus. © kolbert-press/Martin Agüera/IMAGO
Die WWK Arena rund um ein Bundesliga-Spiel des FC Augsburg gegen den 1. FSV Mainz 05.
Die WWK Arena fasst 30.660 Zuschauer. © Ulrich Wagner/IMAGO
Das Stadion An der Alten Försterei beim Bundesliga-Heimspiel des 1. FC Union Berlin gegen Holstein Kiel.
Das Stadion An der Alten Försterei: Hier spielt der 1. FC Union Berlin seine Heimspiele. © nordphoto GmbH / Engler/IMAGO
Das Stadion An der Alten Försterei rund um das Bundesliga-Spiel zwischen dem 1. FC Union Berlin und Holstein Kiel.
Im Stadion An der Alten Försterei finden 22.012 Zuschauer Platz. © Herbertz / Nico Herbertz/IMAGO
Das Millerntor-Stadion beim Heimspiel zwischen dem FC St. Pauli und dem VfB Stuttgart.
Der FC St. Pauli empfängt seine Gegner im Millerntor-Stadion. © Julia Rahn/IMAGO
Das Millerntor-Stadion vor dem Bundesliga-Spiel zwischen dem FC St. Pauli und dem VfB Stuttgart.
Das Millerntor-Stadion auf St. Pauli hat 29.546 Plätze. © Julia Rahn/IMAGO
Die PreZero Arena von innen beim Bundesliga-Heimspiel zwischen der TSG Hoffenheim und Borussia Dortmund.
Die Heimspielstätte der TSG Hoffenheim: die PreZero Arena. © Eibner-Pressefoto/Wolfgang Frank/IMAGO
Die PreZero Arena der TSG Hoffenheim.
30.150 Zuschauer passen in die PreZero Arena. © Silas Stein/IMAGO
Die Voith-Arena beim Play-off-Duell in der Conference League zwischen dem 1. FC Heidenheim und dem FC Kopenhagen.
Die Voith-Arena ist die Heimstätte des 1. FC Heidenheim. © Eibner-Pressefoto/Memmler/IMAGO
Die Heidenheimer Voith-Arena von außen.
15.000 Zuschauer passen in die Heidenheimer Voith-Arena. © H. Langer via www.imago-images.de
Die Südkurve des Rheinenergiestadions beim Zweitliga-Heimspiel des 1. FC Köln gegen den 1. FC Kaiserslautern.
Stadion mit Bundesliga-Stimmung: das Kölner Rheinenergiestadion. © Eibner-Pressefoto/Justin Deronde/IMAGO
Das Kölner Rheinenergiestadion vor einem Bundesliga-Spiel gegen RB Leipzig.
50.000 Zuschauer können sich im Rheinenergiestadion die Heimspiele des 1. FC Köln ansehen. © Mika Volkmann/IMAGO
Das Hamburger Volksparkstadion beim Zweitliga-Duell zwischen dem Hamburger SV und dem SSV Ulm.
Im Volksparkstadion gibt es für die HSV-Fans ab der Saison 2025/26 endlich wieder Bundesliga-Fußball zu sehen. © Philipp Szyza/IMAGO
Das Volksparkstadion vor dem Zweitligaderby gegen den FC St. Pauli.
Das Volksparkstadion verfügt über 57.000 Plätze. © Philipp Szyza/IMAGO
Wer sticht heraus?
Logo, Nick Woltemade, den man zuletzt aber öfter mal auffällig schlecht gelaunt ohne sein bezauberndes Lächeln angetroffen hat, weil der VfB ihn nicht widerstandlos zu den Bayern ziehen lässt. Was wird der lange Lulatsch künftig zeigen? Wieder so super performen, dass er auch in der Nationalmannschaft Sturmführer bleiben darf? Oder war die vergangene Saison ein Aussetzer nach oben? Alle Leute, die Ahnung vom Fußball und von Woltemades Charakter haben, sind ziemlich sicher: Der 23-Jährige wird eine stabil niveauvolle Saison spielen - wenn er nicht doch noch geht.
Was ist drin?
Mit der positiven Energie des wild gefeierten Pokalsiegs gibt es eine Menge Rückenwind. Alexander Wehrle sagt es so: „Wenn wir gute Arbeit leisten, sind wir in der Lage, in den nächsten Jahren immer mal wieder europäisch zu spielen.“ Aber der Boss weiß eben auch: „Dortmund, Leipzig, Leverkusen, auch Frankfurt haben mehr Mittel zur Verfügung als wir.“ Dennoch: Die Mannschaft ist gut genug, eine deutlich bessere Saison zu spielen als 2024/25. Das ist auch das Selbstverständnis in Stuttgart. Das gilt es zu erfüllen.
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Zu- und Abgänge

Zugänge: Chema Andrés (Real Madrid), Lazar Jovanovic (Roter Stern Belgrad), Noah Darvich (FC Barcelona), Lorenz Assignon (Stade Rennes).

Abgänge: Enzo Millot (Al-Ahli SFC), Anrie Chase (RB Salzburg), Juan José Perea (FC Zürich), Wahid Faghir (Vejle BK), Jacob Bruun Larsen (FC Burnley), Jarzinho Malanga (SV Elversberg, Leihe), Benjamin Boakye (DSC Arminia Bielefeld), Laurin Ulrich (1. FC Magdeburg, Leihe), Luca Raimund (Fortuna Düsseldorf), Dennis Seimen (SC Paderborn, Leihe).

Rubriklistenbild: © IMAGO/Rudel

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