Champions-League-Sieger mit PSG

Die wundersame Wandlung eines Ex-BVB-Stars

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Paris Saint-Germain avanciert erstmals zum Champions-League-Sieger. Das auch dank eines Spielers, der der künftige Weltfußballer sein könnte.

München – Knapp zwei Jahre ist es her, da machte Paris Saint-Germain von einer Ausstiegsklausel Gebrauch und verpflichtete Ousmane Dembélé für 50 Millionen Euro vom FC Barcelona. „Ich bin enttäuscht. Ich habe es nicht erwartet“, sagte der damalige Barça-Trainer Xavi Hernández.

Warum sich Dembélé für den Wechsel von Barcelona nach Paris entschied? „Wir haben ihn gefragt, warum, und er wusste nicht, wie er antworten sollte. Ich vermute, es ist etwas Persönliches“, so Xavi.

Klub-Boss umjubelt, DJ-Star mittendrin und Pokal-Küsse: Paris Saint-Germain feiert Champions-League-Kantersieg

PSG-Präsident Nasser Al-Khelaifi klatscht mit den Pariser Spielern beim Champions-League-Finale ab.
Der Boss ist stolz: PSG-Präsident Nasser Al-Khelaifi klatscht die Gewinner ab. © IMAGO/Joris Verwijst
Ousmane Dembélé greift nach der Champions-League-Trophäe nach dem Finale gegen Inter Mailand.
Kann es kaum erwarten, die silberne Trophäe anzufassen: Ousmane Dembélé. © IMAGO/Mateusz Porzucek
Paris Saint-Germains Verteidiger Achraf Hakimi küsst die Champions-League-Trophäe nach dem Sieg gegen Inter Mailand.
Knutscher für den Henkelpott: 1:0-Torschütze Achraf Hakimi gönnt sich schon mal eine Kostprobe. © IMAGO/Branislav Racko
Unter Konfetti-Regen: PSG-Kapitän Marquinhos wird sehnsüchtig mit dem Henkelpott von seinen Teamkollegen erwartet.
Unter Konfetti-Regen: Marquinhos wird sehnsüchtig mit dem Henkelpott von seinen Teamkollegen erwartet. © IMAGO/PsnewZ
Kapitän Marquinhos reckt die Champions-League-Trophäe nach dem Finale zwischen Paris und Inter Mailand in die Höhe.
Der Moment, auf den alle bei Paris gewartet haben: PSG-Verteidiger und -Kapitän Marquinhos reckt die Champions-League-Trophäe in die Höhe. © IMAGO/Goal Sports Images
Kapitän Marquinhos hält die Champions-League-Trophäe in den Händen, die Teamkollegen feiern mit.
Emotionen pur: PSG feiert den höchsten Champions-League-Finalsieg der Geschichte. © IMAGO/Branislav Racko
Paris‘ Offensivmann Désiré Doué hebt die Champions-League-Trophäe gen Himmel.
Hat sich die Trophäe redlich verdient: Doppeltorschütze Désiré Doué. © IMAGO/Branislav Racko
Die Spieler von Paris Saint-Germain nehmen ein Siegerfoto vor der Kurve der PSG-Fans auf.
Der Champions-League-Sieger 2025 post vor der PSG-Fankurve.  © IMAGO/Pierre Teyssot
Ousmane Dembélé und Achraf Hakimi sprinten mit der Champions-League-Trophäe in Richtung der Pariser Fankurve.
Dembéle und Hakimi sprinten mit der Trophäe in Richtung der Pariser Fans. © IMAGO/Markus Ulmer
Presnel Kimpembe wird von den Ordnern beim Champions-League-Finale eng bewacht.
Alle Hände voll zu tun für die Ordner: Presnel Kimpembe und der CL-Pokal werden eng bewacht. © IMAGO/Vitalii Kliuiev
Willian Pacho präsentiert nach dem Champions-League-Finale zwischen Paris und Inter.
Ex-Eintracht-Verteidiger Willian Pacho präsentiert stolz die Siegermedaille. © IMAGO/Branislav Racko
DJ Snake hält den Champions-League-Pokal nach dem Finale gegen Inter Mailand in den Händen.
DJ Snake hält den Champions-League-Pokal in den Händen. © IMAGO/Jose Breton
PSG-Kapitän Marquinhos jubelt ausgelassen mit dem Henkelpott nach dem Sieg gegen Inter Mailand.
Ikonisch: Marquinhos jubelt ausgelassen mit dem Henkelpott. © IMAGO/Michael Zemanek/Shutterstock
PSG-Star Vitinha mit der Champions-League-Trophäe auf dem Kopf.
Vitinha setzt sich den Henkelpott auf den Kopf. © IMAGO/PsnewZ
Marquinhos und Presnel Kimpembe weinen nach dem Champions-League-Sieg.
Können ihre Tränen nicht mehr zurückhalten: Marquinhos und Kimpembe. © IMAGO/Goal Sports Images
PSG-Offensivmann Ousmane Dembélé sitzt mit dem Champions-League-Pokal auf dem Rasen.
Ousmane Dembélé hängt mit dem Champions-League-Pokal ab. © IMAGO/Michael Zemanek/Shutterstock
Die ehemaligen BVB-Teamkollegen Achraf Hakimi und Ousmane Dembélé posieren mit dem Champions-League-Pokal.
Verstehen sich gut: die Ex-BVB-Stars Achraf Hakimi und Ousmane Dembélé mit dem Henkelpott. © IMAGO/Michael Zemanek/Shutterstock
Désiré Doué lässt sich mit cooler Sonnenbrille und der CL-Trophäe ablichten.
Désiré Doué mit cooler Sonnenbrille und der CL-Trophäe. © IMAGO/Jose Breton
Gianluigi Donnarumma posiert mit dem Champions-League-Pokal nach dem Endspiel gegen Inter Mailand.
Erinnerungsfoto: Torwart-Star Gianluigi Donnarumma mit dem Henkelpott. © IMAGO/Vitalii Kliuiev
Paris-Keeper Gianluigi Donnarumma küsst seine Freundin Alessia Elefante nach dem Champions-League-Spiel gegen Inter.
Gianluigi Donnarumma küsst seine Freundin Alessia Elefante am Spielfeldrand. © IMAGO/Dennis Agyeman
PSG-Präsident Nasser Al-Khelaifi küsst den Henkelpott nach dem Champions-League-Finale.
PSG-Präsident Nasser Al-Khelaifi küsst den Henkelpott. © IMAGO/Michael Zemanek/Shutterstock
Nasser Al-Khelaifi wird von der Pariser Mannschaft nach dem 5:0 gegen Inter auf Händen getragen.
Nasser Al-Khelaifi wird von der Mannschaft auf Händen getragen. © IMAGO/Frank Hoermann/SVEN SIMON
PSG-Trainer Luis Enrique reckt die Champions-League-Trophäe in die Höhe.
PSG-Erfolgscoach Luis Enrique reckt auf Schultern getragen den Henkelpott in die Höhe. © IMAGO/Frank Hoermann/SVEN SIMON
Luis Enrique hält einen PSG-Fanschal nach dem Champions-League-Duell gegen Inter Mailand hoch.
Stolz auf Klub und Fans: Trainer Luis Enrique. © IMAGO/Eibner-Pressefoto/Wolfgang Frank
PSG-Trainer Luis Enrique feiert mit seiner Ehefrau und seinen Kindern den Champions-League-Finalsieg gegen Inter Mailand.
Glückliche Familie: Luis Enrique (rechts im Bild) feiert den CL-Sieg gegen Inter Mailand mit Ehefrau und Kindern. © IMAGO/Gerhard Schultheiß

Dembélé führt PSG zum Champions-League-Titel

Knapp zwei Jahre später kann sich sagen lassen: Dembélé wechselte von Barça zu PSG, um die Champions League zu gewinnen. Dabei avancierte der 28-Jährige sogar zum besten Spieler der Königsklassen-Saison.

Ousmane Dembélé (l.) ist auf und davon mit dem Champions-League-Pokal.

Dembélé hatte mit acht Toren und sechs Vorlagen (zwei davon im Champions-League-Finale gegen Inter) entscheidenden Anteil daran, dass PSG sich zum ersten Mal überhaupt mit dem Henkelpott krönte.

In der Saison 2024/25 hat Dembélé mit wettbewerbsübergreifend 33 Toren und 15 Assists in 49 Pflichtspielen die mit Abstand beste Spielzeit seiner gesamten Karriere hingelegt, wobei die Klub-Weltmeisterschaft noch aussteht.

Die bemerkenswerte Entwicklung des Ousmane Dembélé

Das ist nicht zuletzt auch PSG-Trainer Luis Enrique zu verdanken, der den Flügelspieler Dembélé zum Mittelstürmer Dembélé transformierte. Jean-Louis Gasset, Trainer von Paris‘ Ligue-1-Konkurrent HSC Montpellier, lobte bereits vor mehreren Wochen: „Unglaublich, Dembélé als Nummer 9 ist die Idee des Jahrhunderts, und das ist alles eine Frage des Trainers. Paris scheint heute unschlagbar zu sein, sie sind allen anderen überlegen.“

Aber nicht nur die positionelle Entwicklung von Dembélé ist bemerkenswert, sondern auch seine menschliche. Der französische Nationalspieler und Weltmeister von 2018 galt lange Zeit als Problemfall. Bereits im Zuge des 135-Millionen-Euro-Wechsels im Sommer 2017 von Borussia Dortmund zum FC Barcelona sorgte er für Aufsehen, da er sich den Transfer erstreikte.

Das einstige Sorgenkind, das jetzt Top-Favorit auf den Ballon d‘Or ist

In Barcelona fiel Dembélé anschließend immer wieder aufgrund von undiszipliniertem Verhalten auf, konnte sein großes Potenzial nur selten konstant zu Geltung bringen. Auch zu Beginn dieser Saison machte er negativ auf sich aufmerksam, als ihn Luis Enrique aufgrund der aus seiner Sicht falschen Einstellung zu seinem Beruf für das Champions-League-Spiel beim FC Arsenal ausbootete. Eskapaden wie diese gehören inzwischen der Vergangenheit an.

Unmittelbar nach dem gewonnenen Champions-League-Titel gab sich Luis Enrique derart überzeugt, dass er forderte: „Ich würde Herrn Ousmane Dembélé den Ballon d’Or geben.“ Die Begründung lieferte der Pariser Erfolgscoach gleich mit: „Die Art und Weise, wie er heute verteidigt hat – das alleine ist den Ballon d‘Or wert. So führt man ein Team an.“

Am 22. September wird der Ballon d‘Or im Pariser Théâtre du Châtelet verliehen. Es ist gut möglich, dass ihn Dembélé dann stolz entgegennehmen wird und damit seine ultimative Krönung erhält. Kein Spieler war 2025 produktiver – weder individuell noch kollektiv.

Rubriklistenbild: © IMAGO/Markus Ulmer

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