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Sebastian Hoeneß wird als einer von drei möglichen Trainern für Borussia Dortmund gehandelt. Ein bedeutendes Detail findet sich in seiner Ausstiegsklausel.
Dortmund – Die Frage, wer neuer Trainer von Borussia Dortmund ist, wird das Fanumfeld des kriselnden Spitzenvereins wohl noch eine lange Zeit begleiten.
Wer sitzt ab Sommer 2025 auf der BVB-Bank?
Während U19-Trainer Mike Tullberg auch beim Bundesligaspiel gegen den 1. FC Heidenheim (Samstag, 15.30 Uhr) auf der Bank sitzen wird, wie Sport-Geschäftsführer Lars Ricken am Mittwoch kommuniziert hat, wird im Hintergrund nach einer Übergangslösung bis zum Sommer gefahndet. Gespräche sollen mit Niko Kovač und Ralf Rangnick geführt worden sein.
Im Sommer soll dann die große Lösung her, diesen Weg ging Dortmund schon in der Vergangenheit. Nach der Saison 2017/18 wurde Interimstrainer Peter Stöger von Wunschkandidat Lucien Favre abgelöst, im Anschluss an die Spielzeit 2020/21 machte Edin Terzić Platz für Marco Rose, der per Ausstiegsklausel von Borussia Mönchengladbach verpflichtet worden war. Neben dem vereinslosen Roger Schmidt gilt Sebastian Hoeneß vom VfB Stuttgart als potenzieller Kandidat für den Trainerposten ab 2025/26.
Auch Hoeneß besitzt in seinem bis 2027 gültigen Vertrag beim VfB eine Ausstiegsklausel. Im Oktober berichtete Sport Bild über einen Betrag zwischen fünf und sechs Millionen Euro, Sky Sport beziffert die Summe auf sieben bis acht Millionen Euro. Gültig sei die Klausel für international spielende Vereine. Das bedeutet wiederum, der interessierte Verein muss an einem Europapokalwettbewerb teilnehmen, um eine Chance auf eine Verpflichtung des Erfolgscoaches zu haben.
Gutes Signal für Borussia Dortmund
Die Ausstiegsklausel sei deshalb auch dann für den BVB gültig, wenn Schwarzgelb erstmals seit der Saison 2014/15 die Champions League verpassen sollte, so Sky Sport. Nach 19 Spieltagen beträgt der Rückstand auf die Champions-League-Plätze sowie auf Europa-League-Platz fünf jeweils sechs Punkte, der Conference-League-Platz sechs ist fünf Punkte entfernt.
Ob Dortmund Hoeneß von einem Wechsel überzeugen kann? Der 42-Jährige genießt am Neckar die volle Unterstützung, zudem ist in den vergangenen Monaten regelmäßig berichtet worden, Hoeneß wolle in Stuttgart etwas aufbauen und in seiner Trainerkarriere nichts überstürzen. Andererseits kann der BVB mit regelmäßigem Champions-League-Fußball und wohl auch größeren finanziellen Mitteln - auch im Hinblick auf die Kaderplanung - locken. Mit einer Entscheidung sei zwischen März und April zu rechnen, so Sky Sport.
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