- VonKim von Harlingschließen
Die Öffentlich-Rechtlichen stehen regelmäßig in der Kritik. Nun soll es zu einem drastischen Umbruch kommen. Bis Sommer 2025 könnte er in Kraft treten.
Dortmund – Die Bundesländer planen eine Reform des öffentlich-rechtlichen Rundfunks, um die Strukturen von ARD, ZDF und Deutschlandradio effizienter zu gestalten. Dafür werden die Staatsverträge angepasst, die die grundsätzliche Struktur festlegen. Der ARD, die vor kurzem ihr TV-Programm wegen einer akuten Krise änderte, drohen also Konsequenzen.
ARD-Sender steht nach 40 Jahren vor dem Aus – weitere Abstriche sollen folgen
Der prominenteste Name, der auf der potenziellen Streichliste steht, ist der TV-Sender 3sat. Von den Bundesländern in Abstimmung mit den beteiligten öffentlich-rechtlichen europäischen Veranstaltern heißt es, dass die Inhalte des Senders „teilweise oder vollständig“ zu Arte „überführt werden“ sollen.
Allerdings bestehe laut den Bundesländern keine Pflicht hierzu. Heißt konkret: Entweder verschwindet 3sat im Arte-Universum oder ganz von der Bildfläche. Der ARD-Sender 3sat ist wie Arte auch durch sein Kulturangebot bekannt. So zeigte er vor kurzem Konzerte von Kamrad, Clueso und Madonna im Rahmen von „Pop around the Clock“ 2024 im Fernsehen.
3sat steht vor dem Aus – Das Erste und ZDF sollen nicht verändert werden
Die Hauptprogramme Das Erste und ZDF bleiben unverändert. ARD sendet weiterhin regionale Programme über ihre Landesrundfunkanstalten wie den Bayerischen Rundfunk, Norddeutschen Rundfunk und andere (mehr TV-News bei RUHR24 lesen).
Die kleineren Nachrichtensender sollen jedoch reduziert werden. Aktuell gibt es Tagesschau24, Phoenix, ARD-alpha und ZDFinfo. Zukünftig sollen auch hier Inhalte zusammengefügt werden, um ein oder zwei Kanäle mit Fokus auf Information und Dokumentation zu schaffen. Ob Sender ins Internet verlagert oder eingestellt werden, entscheiden die Sender selbst.
3sat steht vor dem Aus – Angebote für Kinder sollen reduziert werden
Auch die Angebote für Jüngere sollen verschlankt werden. Derzeit gibt es KiKA, funk, ZDFneo und ARD One. Die Länder wollen an der Eigenständigkeit festhalten, aber die Anzahl auf zwei bis drei Angebote reduzieren. Welche Programme das betreffen wird, ist noch unklar.
Die regionalen Radioprogramme der ARD sollen von rund 70 auf 53 reduziert werden. Hierbei wird eine Maximalzahl von vier Programmen pro Sendeanstalt angestrebt. Für Deutschlandradio sind hingegen keine Änderungen vorgesehen. Es werden weiterhin Deutschlandfunk, Deutschlandfunk Kultur und Deutschlandfunk Nova gesendet.
