- VonCharleen Deffnerschließen
Ein rasches Ende für die Krimi-Reihe „Polizeiruf 110“. Die ARD gewährt den Ermittlern Koitzsch und Lehmann keinen weiteren Einsatz.
Dortmund – Ein Teil des Krimis „Polizeiruf 110“ folgt 2026 noch aus Halle. Danach setzt die ARD diese Version seines Formats ab. Die Ermittler Koitzsch (Peter Kurth) und Lehmann (Peter Schneider) bekommen lediglich drei Einsätze im „Polizeiruf“-Universum.
„Polizeiruf 110“ wird eingestellt: ARD-Sender nennt Gründe
Zum 50. „Polizeiruf 110“-Jubiläum nahmen die Kommissare Henry Koitzsch (Peter Kurth) und Michael Lehmann (Peter Schneider) 2021 in Halle an der Saale die Ermittlungen auf. Prompt eroberte das neue Duo die Gunst der Zuschauer. Knapp acht Millionen Menschen schalteten zum Debüt „An der Saale hellem Strande“ ein (mehr TV-News auf RUHR24).
Drei Jahre später, 2024, folgte mit „Der Dicke liebt“ Folge zwei. Ungewöhnlich ist, dass der MDR nun bei einer Pressekonferenz verkündete, der kommende dritte Teil sei gleichzeitig auch der letzte. Nach dem Film mit dem Titel „Der Schlüsselmacher“ kommt keine weitere Fortsetzung, erklärt MDR-Programmdirektorin Jana Brandt, wie Hoerzu berichtet.
„Polizeiruf 110“ wird eingestellt: ARD-Sender zeigt eine letzte Episode aus Halle
Eine kurzfristige Entscheidung ist dies nicht. Die Fälle aus Halle an der Saale seien von Anfang an als Trilogie angesetzt gewesen, verrät die MDR-Programmdirektorin weiter. Die Ausstrahlung der finalen Sendung ist für den Zeitraum Herbst 2026 geplant. Die Dreharbeiten starten noch 2025.
Wird es ein Nachfolgeprojekt geben? Einen konkreten „Polizeiruf 110“-Ersatz, beziehungsweise eine neue Reihe der Serie, sei vorerst nicht geplant. Die übrigen Ermittler aus Rostock, München, Magdeburg und Frankfurt/Oder bleiben der ARD und dem MDR aber bestehen.
Auch interessant:
„Die Drei von der Müllabfuhr“: ARD ändert die Besetzung
Nach Ausstieg bei „In aller Freundschaft“: ARD zeigt Spezialfolge
„Polizeiruf 110“ aus Magdeburg: ARD zeigt neue Folge Anfang Mai
Die kommende Episode zeigt das Erste am 4. Mai. Eigentlich war der Film aus Magdeburg für den 2. Februar angesetzt. Aufgrund des Anschlags in Magdeburg entschied sich die ARD, die Folge „Polizeiruf 110: Widerfahrnis“ zu verschieben.
Im 20. „Polizeiruf“-Fall aus Magdeburg hat es Kommissarin Brasch (Claudia Michelsen) mit einem Unfallopfer zu tun, dessen Identität einige Rätsel aufgibt. Die Frau, die einen schweren Verkehrsunfall überlebte, ist wie ein Geist. Einzig und allein ihr Vorname ist bekannt. Nicht einmal ihre Mitbewohnerin weiß etwas über sie.
Die Ermittlerin lässt den Gedanken nicht los, dass es sich nicht um einen Unfall handelte. Die Spuren führen Brasch zu einem mysteriösen Mann, von dem die Unbekannte unzählige Fotos auf dem Handy hatte.