„Ein Trauerspiel“: Zuschauer kritisieren „Hart aber fair“ und Louis Klamroth scharf

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Moderator Louis Klamroth und seine Show „Hart aber fair“ kassieren erneut heftige Kritik.
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Die ARD-Show ist mit neuem Konzept zurück aus der Winterpause. Schon nach der ersten Sendung hagelt es Kritik für Louis Klamroth und „Hart aber fair“.

Dortmund – Nach einer mehrwöchigen Sendepause hat sich „Hart aber fair“ am Montagabend (29. Januar) im TV-Programm zurückgemeldet. Die ARD-Talkshow mit Moderator Louis Klamroth präsentiert sich dabei drastisch verändert. Besonders positiv fallen die ersten Reaktionen der Zuschauer jedoch nicht aus. Auch ein nicht anwesender Gast sorgt für große Kritik.

„Ein Trauerspiel“: Zuschauer kritisieren „Hart aber fair“ und Louis Klamroth scharf

Im Vergleich zur vergangenen „Hart aber fair“-Ausgabe im Dezember erwartete die Zuschauer ein neues Studio und ein moderneres Erscheinungsbild der Sendung. Dazu wolle Louis Klamroth „inhaltlich neue Akzente setzen und digitaler werden“, so der Moderator laut ARD.

Das Thema der ersten Sendung im Jahr 2024 lautet: „Wut, Proteste, neue Parteien: Wer hält unser Land noch zusammen?“. Zu Gast bei Louis Klamroth sind Carsten Schneider von der SPD, Carsten Linnemann von der CDU und Sahra Wagenknecht, die kürzlich mit ihrer eigenen Partei für Aufregung sorgte.

„Hart aber fair“ kehrt mit neuem Konzept zurück – abwesender Gast sorgt für Kritik

Zum neuen Konzept von „Hart aber fair“ gehört auch, dass „normale“ Bürger und Nicht-Politiker mehr zu Wort kommen sollen. So stoßen in der ersten überarbeiteten Folge die Friseurin Zuhra Visnjic, Unternehmerin Tijen Onaran, Soziologe und Protestforscher Nils Kumkar und Aktivistin Marie Fichte („Freiberg für alle“) zur direkten Diskussion mit den Politikern dazu.

Auch die Bauernproteste der vergangenen Wochen werden von Louis Klamroth in der Sendung thematisiert. Gezeigt wird ein Einspieler, in dem der Moderator auf einer Demonstration in Berlin unterwegs ist und mit Teilnehmern spricht. Einer von ihnen ist der Landwirt Thomas Andresen. Er war auch von der ARD als Gast für die Talkshow angekündigt. Anwesend ist der Bauer dann aber nicht, was viele kritische Reaktionen in den sozialen Medien hervorruft.

Video: „Hart aber fair“ in der Krise: Alles Wichtige über die ARD-Talkshow

„Ziemlich Beschämend“: Louis Klamroth und „Hart aber fair“ kassieren heftige Kritik

„Ein Trauerspiel!!!“, schreibt eine Userin bei Facebook. Das Fehlen von Thomas Andresen sei für sie „eine Farce“ gewesen. „Herrn Andresen auszuladen ist ziemlich beschämend“, findet eine andere Zuschauerin. Auf eine entsprechende Anfrage von RUHR24 antwortete die ARD: „Wir mussten Thomas Andresen gestern leider ausladen, da wir (…) redaktionell stärker fokussieren mussten und den Schwerpunkt nicht mehr auf die Demos der Landwirte gelegt haben.“ Die spontane Ausladung täte der Redaktion leid, das habe man auch dem Bauern mitgeteilt.

Ein weiterer Facebook-User tauft die Polit-Talkshow kurzerhand in „Hart aber Unfair“ um. Während die Kritik an den anwesenden Politkern und Politikerinnen wohl eher subjektiver Natur ist, bekommt auch Moderator Louis Klamroth im Netz ordentlich Gegenwind (alle Promi- und TV-News auf RUHR24).

Louis Klamroth bekommt Gegenwind im Netz: „Hart aber fair“-Moderator sei „ahnungslos und pampig“

Für einen Zuschauer, der im Online-Gästebuch auf der Internetseite von „Hart aber fair“ kommentiert, ist der Journalist ein „meist ahnungsloser und pampiger Moderator“. Louis Klamroth sei „kein Vergleich“ zu Frank Plasberg, von dem er das Format nun komplett übernommen hat. Der frühere Gastgeber kritisierte seinen Nachfolger bei „Hart aber fair“ zuletzt deutlich.

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Die erste Sendung von „Hart aber fair“ mit neuem Konzept sorgte offensichtlich noch nicht für begeisterte ARD-Zuschauer. „Ich finde es sehr fragwürdig, wie ihr eure Sendung macht“, kommentiert sogar eine Userin im Online-Gästebuch. Dabei sorgt vor allem der nicht anwesende Bauer Thomas Andresen für scharfe Kritik.

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