3000 Meter tiefer als die Titanic: Kein Schiffswrack liegt tiefer im Meer
VonBjarne Kommnick
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Einige Schiffe erzielen durch ihr Untergang tragische Berühmtheit. Ein weniger bekanntes Schiff hält jedoch einen bemerkenswerten Rekord.
Bremen – Es dürfte wohl nahezu unmöglich sein, genau zu sagen, wie viel Schiffe in die Tiefen der Weltmeere gesunken sind. Laut planet-wissen.com liegen jedoch einer Schätzung zufolge rund drei Millionen Schiffswrack aus dem Grund der Weltmeere. Ein gesunkenes Boot ist somit eher keine Seltenheit. Doch einige von ihnen stechen heraus, denn sie stellen Rekorde unter den gesunkenen Schiffen auf.
Schiff aus Zweitem Weltkrieg liegt in 6.895 Meter Tiefe
Das wohl bekannteste Schiff, das gesunken ist, dürfte wohl zweifelsohne die Titanic sein. Das dürfte nicht zuletzt auch an der erfolgreichen Verfilmung mit Schauspieler Leonardo Di Caprio liegen. Am 14. April 1912 erlangte die Titanic auf der geplanten Überfahrt von Southampton nach New York traurigen Ruhm. Das Schiff galt als „unsinkbar“ und war damals das größte Passagierschiff der Welt, wie planet-wissen.com berichtet. Über hundert Jahre später ereignete sich mit der Implosion der Titan ein weiteres Unglück an Ort und Stelle.
Die Titanic liegt heute in rund 3800 Meter Tiefe auf dem Meeresgrund. Damit ist es jedoch um Längen nicht das tiefst liegende Wrack der Erde. Diesen Rekord hält die USS Samuel B. Roberts, wie bbc.com berichtet. Das ehemalige Schiff der US-Marine aus dem Zweiten Weltkrieg liegt im Philippinischen Meer in 6.895 Meter Tiefe.
Das gesunkene Schiff umfasste eine 224-Mann Besatzung und kämpfte im Krieg gegen Japan. Der Abenteurer Victor Vescovo aus Texas, der ein eigenes Tiefsee-Tauchboot besitzt, hat das Schiff bei einer Erkundungstour entdeckt. Demnach fand er das Schiff zwar beschädigt, aber weitgehend intakt. Zuletzt wurde auch ein 3300 Jahre altes Wrack im Mittelmeer entdeckt.
10.000 Menschen sterben bei Schiffskatastrophe im Zweiten Weltkrieg
Die wohl größte Schiffskatastrophe ereignete sich am 30. Januar 1945, wie spiegel.de berichtet. Damals wurde die Wilhelm Gustloff unter nationalsozialistischer Diktatur von einem sowjetischen U-Boot getroffen. Bei dem Angriff starben rund 10.000 Menschen auf dem mit Geflüchteten überfüllten Boot.
Kreuzfahrt-Urlaub: Unschöne Wahrheiten, die alle kennen sollten
Tragödie um die Costa Concordia war live im TV zu sehen – Wrack mittlerweile geborgen
Der Titel des bekanntesten Schiffswracks aus diesem Jahrtausend dürfte wohl der Costa Concordia zugeschrieben werden. Am 13. Januar 2012 verunglückte das Kreuzfahrtschiff vor der Insel Giglio. Bei dem Unglück starben 32 Menschen. Die Tragödie war quasi live im Fernsehen mitzuverfolgen.
Das Wrack der Costa Concordia lag gerade einmal 17 Meter tief, weshalb es lange präsent aus dem Meer herausragte. 2014 haben Spezialfirmen jedoch das Wrack geborgen und in den Hafen von Genua geschleppt.
MOL Comfort sinkt mit 4500 Containern an Bord
Im Güterverkehr zählt das Unglück der MOL Comfort als der größte Containerschiffverlust der Geschichte. Das 316 Meter lange Schiff war mit rund 4500 Containern rund 200 Seemeilen vor der jemenitischen Küste nach einem schweren Bruch im Rumpf gesunken ist, wie schiffsjournal.de berichtet. Jedoch schwammen die beiden Teile zunächst an der Meeresoberfläche, ehe sie mit der sanken.