Bisheriges Verbot wird ausgeweitet

Ab 2025: Rauchverbot in italienischer Großstadt

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Raucher in einer italienischen Großstadt müssen ab dem kommenden Jahr tief in die Tasche greifen. Es drohen Strafen von bis zu 240 Euro.

Mailand – Die Luft über Mailand wird klar: Als erste italienische Großstadt hat die italienische Modemetropole ein fast vollständiges Rauchverbot im Freien verhängt. Vom 1. Januar 2025 an darf im öffentlichen Raum nur noch mit mindestens zehn Metern Abstand geraucht werden. Ansonsten drohen Strafen bis zu 240 Euro. Auf Spielplätzen, Friedhöfen und an Haltestellen sowie in Parks und Sportanlagen ist das Rauchen in der zweitgrößten Stadt des Landes schon seit 2021 verboten.

Rauchverbot in Mailand: Wie streng wird sanktioniert?

„Wie bereits in Artikel 9 der vom Stadtrat im Jahr 2020 verabschiedeten Luftreinhalteverordnung vorgesehen, wird das Rauchverbot in der Stadt ab dem 1. Januar 2025 auf alle öffentlichen Bereiche oder öffentlichen Außenbereiche, einschließlich Straßen und Wege, ausgeweitet. Mit Ausnahme isolierter Gebiete, in denen der Abstand von zehn Metern zu anderen Menschen eingehalten werden kann“, heißt es von der Stadt. Auch in Turin gilt ein Verbot mit fünf Metern Abstand.

Wie streng die Sanktionen umgesetzt werden, ist noch unklar. Es sei laut Milano Today jedoch wahrscheinlich, dass die Sanktionen insbesondere zu Beginn begrenzt sein werden und die Behörden zumindest anfangs darauf abzielen werden, die Bürger zu „erziehen“. So wurde es auch mit dem bisherigen Verbot gehandhabt: In den drei Jahren seit Inkrafttreten des Rauchverbots wurden laut Corriere della Sera nur 14 Bußgelder verhängt. 

E-Zigaretten vom Rauchverbot in Mailand nicht betroffen

Wer E-Zigaretten raucht, darf dies allerdings weiterhin: Das neue Verbot gilt nur für klassische Tabakprodukte wie Zigaretten, Zigarren oder Zigarillos. Elektronische Zigaretten hingegen bleiben auch in Mailand im Freien meistens erlaubt. Damit wird eine Verordnung umgesetzt, die der Stadtrat zur Verbesserung der Luftqualität schon vor mehreren Jahren beschlossen hatte. Inzwischen wird auch in anderen europäischen Staaten über ein Rauchverbot im Freien diskutiert. 

Faszinierende Bilder zeigen einige der spektakulärsten Bergstraßen in Europa

Der Ausblick auf die Straße und die umliegende Landschaft an der Passstraße Transfagarasan.
Der Ausblick auf die Straße und die umliegende Landschaft an der Passstraße Transfagarasan. © Gudella/Panthermedia/Imago
Beeindruckender Blick auf die Transfagarasan Straße im Fagarasgebirge in Rumänien.
2042 Meter hoch liegt die Passstraße Transfagarasan im Fagarasgebirge, das zu den Karpaten gehört. © IMAGO / Pond5 Images
Herbstliche Landschaft auf der Passstraße Trollstigen in Norwegen.
In einer fast unwirklich schönen Landschaft schlängelt sich die Straße Trollstigen durch die abgeschiedene Natur Norwegens. © IMAGO / Pond5 Images
Die vielen Haarnadelkurven am Stilfserjoch.
Die Haarnadelkurven am Stilfserjoch.  © Dirk v. Mallinckrodt/imageBROKER/Imago
Atemberaubendes Bergpanorama am Stilfserjoch in Italien.
Mit 2757 Metern ist das Stilfserjoch die höchste Bergstraße in Italien. © IMAGO/Rupert Oberhäuser
Sonnige Frühlingskulisse auf dem Gebirgspass Col de la Bonette.
In der südfranzösischen Region Provence-Alpes-Côte d‘Azur erstreckt sich die berückend schöne Bergstraße Col de la Bonette. © IMAGO / Dreamstime
Das Hotel Belvédère am Furkapass.
Der Blick auf das geschlossene Hotel Belvédère am Furkapass, im Hintergrund das Bergpanorama. © Arnulf Hettrich/imageBROKER/Imago
Die kurvenreiche Gebirgsstrecke in der Schweiz an einem sonnigen Tag: der Furkapass.
Der Furkapass liegt in der Schweiz 2429 Meter über dem Meeresspiegel und bietet eine berückend schöne Aussicht auf den Rhonegletscher. © IMAGO/imageBROKER/Arnulf Hettrich
Radfahrer der Tour de France 2024 auf der Bergstraße Col du Galibier.
Nicht nur Auto- und Motorradfahrer kommen in den Genuss der Bergpässe. Der Straßenpass Col du Galibier ist eine beliebte Strecke der Tour de France und führt durch die französischen Alpen. © IMAGO/Jan De Meuleneir
Durch die Serpentinen schlängeln sich die Autos über die Hochalpenstrasse des Timmelsjochs.
Durch die Serpentinen schlängeln sich die Autos über die Hochalpenstrasse des Timmelsjochs. (Archivbild) © Uwe Kraft/Imago
Motorradfahrer bewältigen eine langgezogene Kurve auf der Timmelsjoch Hochalpenstrasse.
Das Timmelsjoch zählt zu den schönsten Alpenübergängen in Tirol und verbindet Österreich mit Italien.  © IMAGO/UWE KRAFT
Großglockner Hochalpenstraße, Nationalpark Hohe Tauern, Rabatt für Urlauber wegen Baustelle auf Tauernautobahn
Die Großglockner-Hochalpenstraße lockt diesen Sommer mit Rabatten für Alpenurlauber. © imageBROKER/Wolfgang Weinhäupl via www.imago-images.de
Serpentinen auf der Großglockner Hochalpenstraße in Salzburg, Österreich.
Autos fahren über die Großglockner Hochalpenstraße. © alimdi/Arterra/Sven-Erik Arndt/imageBROKER/Imago
Das Fuscher Törl gehört zu den bekanntesten Punkten auf der Großglockner Hochalpenstraße
Das Fuscher Törl gehört zu den bekanntesten Punkten auf der Großglockner Hochalpenstraße. © Panthermedia/imago
Motorradfahrer in einer Kurve auf der Silvretta Hochalpenstraße
Aufgrund ihrer zahlreichen Kurven ist die Silvretta-Hochalpenstraße bei Motorradfahrern sehr beliebt. © Jürgen Vogt/Zoonar/imago
Ein Auto auf Serpentinen der Kaunertaler Gletscherstraße
Das Ziel der Reise gibt der Kaunertaler Gletscherstraße ihren Namen. © Depositphotos/imago
Eine Luftaufnahme des Arlbergpass bei Stuben in Voralberg
Der Arlbergpass ist eine der mautfreien Bergstraßen in Österreich. © Marlon Hellwig/Pond5 Images/imago
Ein Blick auf die Goldeck-Panoramastraße
Die Goldeck-Panoramastraße führt auf den Berg, der ihr ihren Namen gibt, und endet in Gipfelnähe. © Karin Jähne/Shotshop/imago
Motorradfahrer in einer Haarnadelkurve der Nockalmstraße
Durch ihre Haarnadelkurven erfreut sich die Nockalmstraße bei Motorradfahrern großer Beliebtheit. © imagebroker/giovannini/imago
Die Nockalmstraße im Biosphärenpark Nockberge im Herbst
Die Nockalmstraße führt durch den UNESCO-Biosphärenpark Nockberge. © Sonja Jordan/imageBROKER/imago

Die finanz- und wirtschaftsstarke Großstadt mit ihren mehr als 1,3 Millionen Einwohnern gehört in Italien zu den Städten mit schlechter Luftqualität. Nach offiziellen Angaben der Region Lombardei ist das Rauchen von Zigaretten dort ursächlich für sieben Prozent der Feinstaubemissionen. Mailands langfristiges Ziel ist es, die Kohlendioxidemissionen bis 2050 um die Hälfte zu reduzieren. Zudem geht es darum, die Gesundheitsgefahren zu mindern, auch für Passivraucher und insbesondere Kinder. In Italien sterben pro Jahr etwa 9.000 Menschen an den Folgen des Tabakkonsums.

Die Einkauffstraße Via Montenapoleone in Mailand: Auch hier ist künftig Rauchen verboten.

Umweltstadträtin von Mailand will „echten Kulturwandel anstoßen“

Umweltstadträtin Elena Grandi erklärte: „Das Verhalten einzelner Personen kann einen Unterschied machen und zur Verbesserung der Luftqualität unserer Stadt beitragen.“ Daher werde sie als Raucherin die Erste sein, die ihre Gewohnheiten ändere. „Ich bin mir bewusst, dass die Durchsetzung dieser Bestimmung nicht einfach oder unmittelbar sein wird. Ich bin aber auch davon überzeugt, dass es ein Instrument sein wird, um einen echten Kulturwandel anzustoßen“, so Grandi. (cgsc/dpa)

Rubriklistenbild: © Julian Stratenschulte/dpa

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