VonRichard Stroblschließen
Lawinen-Abgänge sorgen in Italien für Straßensperrungen. Gemeinden sind aktuell isoliert. Hinzu kommen Probleme mit der Stromversorgung.
Update vom 5. März, 6.57 Uhr: Heftiger Schneefall machte Straßen im Aostatal unpassierbar. Tausende Menschen waren am Montag wegen Lawinengefahr isoliert. Zwei Stunden wurde dann die Regionalstraße von Cogne vorübergehend zwischen 16 Uhr und 18.30 Uhr geöffnet. Wie Rai informiert, sorgte der Katastrophenschutz für die Sichtkontrolle. Sofern sich die Wetterbindungen nicht verschlechtern, sollte die Regionalstraße am Dienstagfrüh wieder um 6.30 Uhr öffnen. Zudem soll an den Schulen in Cogne wieder Unterricht stattfinden.
Zwei Regionalstraßen nach Lawinen in Italien-Tal wieder geöffnet
Update vom 4. März, 14.15 Uhr: Mittlerweile sind die Regionalstraßen von Valgrisenche und Val di Rhêmes im Aostatal wieder geöffnet worden. Weiterhin gesperrt ist dagegen die Regionalstraße von Cogne. Sie wurde vorsorglich wegen Lawinengefahr gesperrt. Knapp 2000 Menschen sind in dem Ort von der Außenwelt abgeschnitten. Hier ist auch das Mobilfunknetz lückenhaft, da einige Repeater außer Betrieb sind, wie Rai berichtet. Hinzu kommen teils Probleme mit der Stromversorgung.
Update vom 4. März, 13.24 Uhr: Im Aostatal in Italien sind mehrere Tausend Menschen nach heftigen Schneefällen von der Außenwelt abgeschnitten. Lawinen verschütteten teils Zufahrtsstraßen - andernorts wurden Straßen wegen hoher Lawinengefahr vorsorglich gesperrt. „Im Moment haben wir noch keine Versorgungsprobleme“, sagt der Bürgermeister von Gressoney-La Trinité, Alessandro Girod, gegenüber Rai. In dem Ort leben 250 Menschen. Hinzu kommen aktuell mehr als 2.500 Touristen. Aktuell habe man Strom und auch noch genügend Nahrungsmittel.
Wann die Straßen wieder frei sein werden, ist aktuell völlig offen. Vielerorts gilt weiter die höchste Gefahrenstufe. Allein in den letzten zwei Tagen fielen knapp zwei Meter Neuschnee im Aostatal.
Lawinen in Italien-Tal: Tausende von der Außenwelt abgeschnitten – Blackout in der Nacht
Erstmeldung vom 4. März: Schlechtes Wetter hält den Norden Italiens aktuell in Atem. In den Alpen herrscht wegen teils massiven Schneefalls große Lawinengefahr. Ein Abgang hatte gerade erst einen Münchner das Leben gekostet. Jetzt ist eine weitere große Lawine in Italien abgegangen. Ein ganzes Tal scheint vorerst von der Außenwelt abgeschnitten zu sein.
Eine Lawine ging in der Nacht auf Montag (4. März) in der Region Aostatal im Nordwesten Italiens ab und hatte unter anderem die Regionalstraße Val di Rhemes verschüttet.
Lawinen in Italien: Tal weitgehend isoliert
Die Berggemeinde des Tals Rhemes-Notre-Dame ist nach Angaben der Nachrichtenagentur Ansa aktuell isoliert. Hier leben knapp 80 Personen. Hinzu kommen Touristen. Aktuell gebe es keine Berichte über Schäden an Personen oder Sachen, teilt der Bürgermeisterin von Rhêmes-Saint-Georges, Nella Therisod, mit. „Die Ablösung ereignete sich im Weiler Mélignon und die Straße wurde weiter unten im Tal, im Weiler Frassiney, gesperrt“, zitiert die Ansa Therisod. Aktuell prüfen demnach Techniker, wann man die Straße wieder eröffnen könne, ohne jemanden zu gefährden.
Lawine neergang gallerij Gaby | Vallée d'Aoste
— Johanns (Alpen)weer (@Alpenweerman) March 3, 2024
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Wegen der Lawinengefahr im Aostatal ist zudem seit gestern das obere Gressoney-Tal isoliert. Hier halten sich dem Bericht nach knapp 4500 Menschen auf. Es hatte sich ebenfalls eine Lawine gelöst und einen Straßen-Tunnel blockiert. Betroffen sind die Gemeinden Gaby und Cogne. Sicherheitshalber wurde die Regionalstraße gesperrt.
Italien von Lawinen getroffen: Strom fällt teils aus
Aktuell räumen Fahrzeuge die Straße. Doch die Arbeiten werden angesichts der Schneemassen andauern. Der Bürgermeister von Gressoney-La-Trinité, Alessandro Girod, hofft, dass die Straße am Nachmittag wieder befahrbar ist. Die Nacht in Isolation sei ohne „kritische Probleme“ verlaufen. Dabei hatte es zusätzlich in der etwas flussabwärts gelegenen Gemeinde Gressoney einen größeren Stromausfall gegeben. Ein Fehler auf der Mittelspannungsleitung sorgte dafür, dass mehrere Stadtteile ohne Strom waren. Wegen der Sperrung der Regionalstraße konnten Techniker den Schaden bislang nicht beheben.
🇮🇹 [ ITALIE ]
— Alexandre (@alex_le_bars) March 3, 2024
Avalanche dans la vallée d’Aoste ❄️
La coulée de neige a bloqué un tunnel
(03/03/24 📹 via La Stampa Aosta) pic.twitter.com/zhoffsKZB8
Auch in Cogne wird über Stromausfälle in der Nacht berichtet. Doch auch hier haben sich keine kritischen Probleme daraus ergeben, berichtet Cogne-Bürgermeister Franco Allera der Ansa. Der Ort Valgrisenche mit seinen knapp 200 Einwohnern ist nach aktuellem Stand wegen Lawinengefahr von der Außenwelt abgeschnitten.
Am Montagmorgen berief der Präsident der Region Aostatal, Renzo Testolin, die Rettungsleitstelle ein. Ziel ist es zunächst, die aktuelle Lage einschätzen zu können.
Schon in der vergangenen Woche hatte man im Aostatal vorsorglich wegen der hohen Lawinengefahr ein Tal evakuiert.
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