Altweibersommer abgesagt? Blockierendes Wetterphänomen kommt auf Deutschland zu
VonDominik Jung
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Statt goldenem Spätsommer bringt die Wetterlage Regen, Wind und kühle Temperaturen. Die Woche wird alles andere als freundlich. Eine Kolumne von Dominik Jung.
München – Wer auf Altweibersommer gehofft hat, wird enttäuscht. Ein hartnäckiges Strömungsmuster in der Höhe sorgt dafür, dass warme Luftmassen aus Südeuropa nicht bis zu uns gelangen. Stattdessen bestimmen feuchte und mäßig warme Atlantikluftpakete das Wetter. In einigen Regionen drohen große Regenmassen.
Am vergangenen Samstag (6. September) sonniges und warmes Grillwetter und am kommenden Samstag (13. September) zeigt die Wetterkarte viele Wolken und Schauer.
Am Freitag (12. September) wechseln sich Sonne und Wolken ab, dazwischen treten einzelne Schauer und kurze Gewitter auf. Vor allem im Süden bleibt es zwar häufiger trocken, doch die Temperaturen liegen nur zwischen 19 und 23 Grad. An den Küsten sowie im Bergland frischt der Südwestwind auf, teils mit stürmischen Böen. In der Nacht zum Samstag verdichten sich von Westen her die Wolken, Regen setzt ein. Während die Temperaturen an den Küsten bei etwa 14 Grad liegen, kühlt es in den Mittelgebirgen bis auf 7 Grad ab. Auch in Italien ist das Wetter unbeständig.
Wetter in Deutschland: Nasses Wochenende mit kühlem Trend
Am Samstag (13. September) bleibt es unbeständig: Im Osten und Südosten gibt es anfangs noch sonnige Abschnitte, bevor auch hier die Wolken dichter werden. In vielen Regionen fällt Regen, teils begleitet von Schauern oder kurzen Gewittern. Die Temperaturen erreichen höchstens 18 bis 23 Grad.
Im Südosten ist es windschwach, während im Westen und Nordwesten der Südwestwind zeitweise stark auffrischt, an der Nordsee mit stürmischen Böen. In der Nacht zum Sonntag (14. September) bleibt es im Süden länger regnerisch, sonst lockert es auf, örtlich bildet sich Nebel. Die Tiefstwerte liegen bei 14 bis 8 Grad.
Am Sonntag (14. September) klingen die Niederschläge im Südosten ab, danach zeigt sich zeitweise die Sonne, ehe sich im Westen erneut dichtere Wolkenfelder bemerkbar machen. Mit 18 bis 22 Grad bleibt es verhalten mild, der Wind weht an der Nordsee weiterhin frisch bis stark mit teils stürmischen Böen. In der Nacht zum Montag ziehen von Nordwesten Regen und einzelne Gewitter auf, die Temperaturen sinken auf 16 Grad an der See und rund 7 Grad im Fichtelgebirge.
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Zu Wochenbeginn zeigt sich das Wetter ähnlich wechselhaft. Am Montag (15. September) gibt es im Südosten längere sonnige Phasen, ansonsten dominiert Wolkenwetter mit Schauern. Die Temperaturen steigen je nach Sonnenschein auf 20 bis 26 Grad, wobei im Nordwesten erneut kräftige Windböen auftreten, örtlich sogar Sturmböen.
In der Nacht zum Dienstag (16. September) halten sich vor allem im Süden und Südosten noch Schauer, ansonsten bleibt es zeitweise trocken. Am Dienstag (16. September) breiten sich von Südwesten bis in den Nordosten neue Regengebiete aus. Dabei liegen die Höchstwerte zwischen 19 Grad im Nordwesten und 25 Grad am Inn. Auch am Mittwoch (17. September) setzt sich das wenig einladende Muster fort: wechselhaftes Wetter mit Schauern, teils Sonne und Temperaturen von 18 Grad an der See bis 24 Grad am Oberrhein. Der Wind bleibt spürbar, an der Küste teils mit stürmischen Böen. Insgesamt deutet sich damit an, dass der zweite Teil des Septembers vom Einfluss dieser blockierenden Höhenströmung geprägt bleibt und Chancen auf längere Spätsommerwärme gering sind.