Video zeigt Feuerball

Flugzeugabsturz in Kasachstan: Mädchen aus Deutschland auf Passagierliste – Auswärtiges Amt äußert sich

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Ein Passagierflugzeug ist in Kasachstan abgestürzt. Zahlreiche Menschen überlebten das Unglück. Die Absturzursache wirft immer mehr Rätsel auf.

Update vom 26. Dezember, 14.30 Uhr: Nach dem Absturz eines aserbaidschanischen Passagierflugzeugs in Kasachstan mit 38 Todesopfern dauert die Suche nach der Ursache an. Einige Experten verwiesen auf Schrapnellschäden am Flugzeugwrack, die auf einen versehentlichen Abschuss durch die russische Luftabwehr hindeuten könnten. 29 Menschen hatten das Unglück am Mittwoch überlebt.

Die Linienmaschine vom Typ Embraer 190 sollte am Mittwoch von der aserbaidschanischen Hauptstadt Baku Richtung Nordwesten nach Grosny in der russischen Teilrepublik Tschetschenien fliegen. Stattdessen wich sie weit vom Kurs ab, flog über das Kaspische Meer und verunglückte nahe der Stadt Aktau in Kasachstan - an der Ostküste des Kaspischen Meeres. Die Behörden in Kasachstan und Aserbaidschan leiteten Ermittlungen zur Unglücksursache ein.

Flugzeugabsturz in Kasachstan: Auswärtiges Amt äußert sich zu Mädchen aus Deutschland

An Bord der Maschine waren 67 Menschen - 62 Passagiere und fünf Besatzungsmitglieder. Der stellvertretende Ministerpräsident von Kasachstan, Kanat Bosumbajew, sagte, 38 Menschen seien getötet worden. Dem kasachischen Katastrophenschutzministerium zufolge überlebten 29 Menschen, die in Krankenhäuser eingeliefert wurden, darunter drei Kinder.

38 Tote, Rätsel um Ursache, Russland-Verdacht: Bilder zum Flugzeugabsturz in Kasachstan

Trümmerfeld in Kasachstan: Hier stürzte am 25. Dezember ein Passagierflugzeug ab. Zahlreiche Menschen kamen ums Leben.
Trümmerfeld in Kasachstan: Hier stürzte am 25. Dezember ein Passagierflugzeug ab. Zahlreiche Menschen kamen ums Leben. © dpa/AP | Uncredited
Die Maschine aus Aserbaidschan befand sich auf dem Weg in Richtung Tschetschenien. Über Kasachstan stürzte die Maschine dann ab, explodierte am Boden. 38 Menschen kamen dabei ums Leben.
Die Maschine aus Aserbaidschan befand sich auf dem Weg in Richtung Tschetschenien. Über Kasachstan stürzte die Maschine dann ab, explodierte am Boden. 38 Menschen kamen dabei ums Leben. © dpa/AP | Azamat Sarsenbayev
Die undatierte Aufnahme aus Google Earth zeigt den Flughafen von Aktau am Kaspischen Meer. In der Nähe des Flughafens ist das Passagierflugzeug von Azerbaijan Airlines abgestürzt.
Die undatierte Aufnahme aus Google Earth zeigt den Flughafen von Aktau am Kaspischen Meer. In der Nähe des Flughafens ist das Passagierflugzeug von Azerbaijan Airlines abgestürzt. © dpa/Google 2024/Airbus | -
Insgesamt befanden sich 67 Personen in der Passagiermaschine, als diese abstürzte. 38 Menschen starben, die anderen Insassen überlebten. Das Auswärtige Amt meldete, dass auch zwei Menschen mit Wohnsitz in Deutschland an Bord waren und überlebten.
Insgesamt befanden sich 67 Personen in der Passagiermaschine, als diese abstürzte. 38 Menschen starben, die anderen Insassen überlebten. Das Auswärtige Amt meldete, dass auch zwei Menschen mit Wohnsitz in Deutschland an Bord waren und überlebten. © dpa/XinHua | Isa Tazhenbayev
Das Wrack des Flugzeugs vom Typ Embraer 190 liegt auf einer Grünfläche. Der vordere Teil der Maschine wurde bei dem Aufprall stark zerstört.
Das Wrack des Flugzeugs vom Typ Embraer 190 liegt auf einer Grünfläche. Der vordere Teil der Maschine wurde bei dem Aufprall stark zerstört. © dpa/The Administration of Mangystau Region/AP | Uncredited
Einsatzkräfte eilten sofort zum Absturzort, fanden dort ein gigantisches Trümmerfeld vor. Zahlreiche Überlebende wurden dennoch aus dem Wrack geholt und medizinisch versorgt.
Einsatzkräfte eilten sofort zum Absturzort, fanden dort ein gigantisches Trümmerfeld vor. Zahlreiche Überlebende wurden dennoch aus dem Wrack geholt und medizinisch versorgt. © Azamat Sarsenbayev / dpa / AP
Die Suche nach der Absturzursache läuft. Brisant: Auf diesem Foto sind kleine, runde Beschädigungen am Heck zu sehen.
Die Suche nach der Absturzursache läuft. Brisant: Auf diesem Foto sind kleine, runde Beschädigungen am Heck zu sehen. Aus Aserbaidschan vermutet man mittlerweile „Einwirkung von außen“ als Ursache für den Absturz. Es wird spekuliert, ob Teile einer russischen Rakete das Flugzeug trafen. © dpa/The Administration of Mangystau Region/AP | Uncredited
Das Flugzeug aus Aserbaidschan wurde bei dem Absturz nahezu komplett zerstört.
Das Flugzeug aus Aserbaidschan wurde bei dem Absturz nahezu komplett zerstört. Der Verdacht, dass Russland etwas mit dem Absturz zu tun haben könnte, kam später auf. Aus Russland verwies man lediglich darauf, dass die Maschine wegen angeblichen Drohnenbeschusses aus der Ukraine nicht am eigentlichen Zielort Grosny landen konnte. © dpa/The Administration of Mangystau Region/AP | Uncredited
Nach dem Absturz der Maschine äußerten sich auch Experten zur möglichen Absturzursache.
Nach dem Absturz der Maschine äußerten sich auch Experten zur möglichen Absturzursache. Offensichtlich hätten Geschosse in Form würfelförmiger Schrapnelle das Flugzeug durchlöchert, sagte etwa Oberst Markus Reisner, Ukraine-Experte des österreichischen Bundesheers, im ORF-Radio.  © dpa/AP | Azamat Sarsenbayev
Eine Nahaufnahme zeigt die zahlreichen Löcher, die sich in den Teilen des abgestürzten Flugzeuges befinden. Wegen dieser Löcher kam etwa auch der Verdacht auf, Teile einer russischen Rakete könnten das Flugzeug getroffen und zum Absturz gebracht haben.
Eine Nahaufnahme zeigt die zahlreichen Löcher, die sich in den Teilen des abgestürzten Flugzeuges befinden. Wegen dieser Löcher kam etwa auch der Verdacht auf, Teile einer russischen Rakete könnten das Flugzeug getroffen und zum Absturz gebracht haben. © IMAGO xx 266457 x eyepress125299
Auf diesem vom Pressedienst des kasachischen Katastrophenschutzministeriums zur Verfügung gestellten Foto arbeiten Rettungskräfte am Wrack der Embraer 190 der Azerbaijan Airlines in der Nähe des Flughafens von Aktau.
Auf diesem vom Pressedienst des kasachischen Katastrophenschutzministeriums zur Verfügung gestellten Foto arbeiten Rettungskräfte am Wrack der Embraer 190 der Azerbaijan Airlines in der Nähe des Flughafens von Aktau. © dpa/Kazakhstan‘s Emergency Ministry/AP | Uncredited
Rettungskräfte im Großeinsatz. Nach dem Flugzeubasturz in Kasachstan blieb von einem Großteil der Maschine nur noch Schutt und Asche übrig. Zahlreiche Menschen verloren ihr Leben.
Rettungskräfte im Großeinsatz. Nach dem Flugzeubasturz in Kasachstan blieb von einem Großteil der Maschine nur noch Schutt und Asche übrig. Zahlreiche Menschen verloren ihr Leben. © IMAGO / SNA
Auch bis tief in die Nacht gingen die Untersuchungen an der Absturzstelle weiter. Hier untersuchen Einsatzkräfte das Heck des Flugzeuges, an dem sich zahlreiche kleine Löcher befanden. Diese nährten den Verdacht, der Absturz sei durch äußere Einflüsse herbeigeführt worden.
Auch bis tief in die Nacht gingen die Untersuchungen an der Absturzstelle weiter. Hier untersuchen Einsatzkräfte das Heck des Flugzeuges, an dem sich zahlreiche kleine Löcher befanden. Diese nährten den Verdacht, der Absturz sei durch äußere Einflüsse herbeigeführt worden. © dpa/Kazakhstan‘s Emergency Ministry/AP | Uncredited
Dramatischer Einblick: Ein Videostandbild zeigt, wie sich eine Rettungskraft durch den nicht explodierten Teil der abgestürzten Passagiermaschine kämpft.
Dramatischer Einblick: Ein Videostandbild zeigt, wie sich eine Rettungskraft durch den nicht explodierten Teil der abgestürzten Passagiermaschine kämpft. © IMAGO / SNA
Mitglieder einer Untersuchungskommission und örtliche Beamte verschafften sich einen Überblick an der Absturzstelle, während die Suche nach der Ursache des Dramas läuft.
Mitglieder einer Untersuchungskommission und örtliche Beamte verschafften sich einen Überblick an der Absturzstelle, während die Suche nach der Ursache des Dramas läuft. © dpa/The Administration of Mangystau Region/AP | Uncredited
Auch der Pressedienst des russischen Katastrophenschutzministeriums stellte Aufnahmen vom Unglücksort zur Verfügung. Hier tragen Rettungskräfte eine verletzte Person in ein Flugzeug.
Auch der Pressedienst des russischen Katastrophenschutzministeriums stellte Aufnahmen vom Unglücksort zur Verfügung. Hier tragen Rettungskräfte eine verletzte Person in ein Flugzeug.  © dpa/Russian Emergency Ministry Press Service/AP | Uncredited
Unter den Insassen der abgestürzten Maschine befanden sich auch zahlreiche russische Staatsbürger. Hier warten Rettungswagen am internationalen Flughafen Rusland-Schukowski darauf, ausgeflogene Verletzte zu versorgen und in Krankenhäuser zu bringen.
Unter den Insassen der abgestürzten Maschine befanden sich auch zahlreiche russische Staatsbürger. Hier warten Rettungswagen am internationalen Flughafen Rusland-Schukowski darauf, ausgeflogene Verletzte zu versorgen und in Krankenhäuser zu bringen. © IMAGO/Alexei Shtokal/ ITAR-TASS
Nach dem Absturz der Maschine aus Aserbaidschan in Kasachstan machten sich Helfer sofort an die Rettungsmaßnahmen. Zahlreiche Menschen konnten verletzt geborgen und medizinisch versorgt werden.
Nach dem Absturz der Maschine aus Aserbaidschan in Kasachstan machten sich Helfer sofort an die Rettungsmaßnahmen. Zahlreiche Menschen konnten verletzt geborgen und medizinisch versorgt werden. © dpa/Russian Emergency Ministry Press Service/AP | Uncredited
Blick in ein Flugzeug des russischen Katastrophenschutzministeriums.
Blick in ein Flugzeug des russischen Katastrophenschutzministeriums. Mit diesem Flugzeug sollen verletzte russische Staatsbürger nach dem Absturz der Maschine in Kasachstan nach Russland gebracht worden sein. © IMAGO/Russia Emergency Ministry
Verwundete Passagiere des in der Nähe der kasachischen Stadt Aktau abgestürzten Passagierflugzeugs der aserbaidschanischen Fluggesellschaft werden auf dem internationalen Flughafen Heydar Aliyev außerhalb von Baku, Aserbaidschan, aus einem medizinisch ausgerüsteten Flugzeug transportiert.
Verwundete Passagiere des in der Nähe der kasachischen Stadt Aktau abgestürzten Passagierflugzeugs der aserbaidschanischen Fluggesellschaft werden auf dem internationalen Flughafen Heydar Aliyev außerhalb von Baku, Aserbaidschan, aus einem medizinisch ausgerüsteten Flugzeug transportiert. © dpa/AP | Uncredited
Arbeiter tragen auf dem internationalen Flughafen Heydar Aliyev außerhalb von Baku, Aserbaidschan, einen Sarg mit der Leiche eines Opfers aus einem medizinisch ausgerüsteten Flugzeug.
Arbeiter tragen auf dem internationalen Flughafen Heydar Aliyev außerhalb von Baku, Aserbaidschan, einen Sarg mit der Leiche eines Opfers aus einem medizinisch ausgerüsteten Flugzeug. © dpa/AP | Uncredited
Szenen der Trauer in Aserbaidschan. Dieses Videostandbild entstand bei Trauerfeierlichkeiten für ein Todesopfer des Flugzeugabsturzes. Männer begraben einen 26-Jährigen, der bei dem Absturz ums Leben kam.
Szenen der Trauer in Aserbaidschan. Dieses Videostandbild entstand bei Trauerfeierlichkeiten für ein Todesopfer des Flugzeugabsturzes. Männer begraben einen 26-Jährigen, der bei dem Absturz ums Leben kam. © dpa/ITV/AP | Uncredited
Die aserbaidschanische Nationalflagge weht auf Halbmast zum Gedenken an die Opfer der Embraer 190 der Azerbaijan Airlines, die in der Nähe des kasachischen Flughafens Aktau abgestürzt ist.
Die aserbaidschanische Nationalflagge weht auf Halbmast zum Gedenken an die Opfer der Embraer 190 der Azerbaijan Airlines, die in der Nähe des kasachischen Flughafens Aktau abgestürzt ist.  © dpa/AP | Aziz Karimov
Die öffentlichen Anteilnahme am Absturz-Drama der aserbaidschanischen Maschine in Kasachstan ist gigantisch. In Kasachstans Hauptstadt Astana etwa wurde eine Gedenkstätte an die Opfer vor der aserbaidschanischen Botschaft eingerichtet. Zahlreiche Personen legten Blumen nieder.
Die öffentlichen Anteilnahme am Absturz-Drama der aserbaidschanischen Maschine in Kasachstan ist gigantisch. In Kasachstans Hauptstadt Astana etwa wurde eine Gedenkstätte an die Opfer vor der aserbaidschanischen Botschaft eingerichtet. Zahlreiche Personen legten Blumen nieder. © IMAGO/Andrei Gryaznov/ ITAR-TASS
Auch in Russland trauert man nach dem Absturz.
Auch in Russland trauert man nach dem Absturz. Hier eine Szene aus St. Petersburg. Menschen legen Blumen nieder und trauern vor Bildern von Personen, die beim Flugzeugabsturz in Kasachstan ihr Leben verloren. © dpa/AP | Dmitri Lovetsky
Der Gouverneur von St. Petersburg, Alexander Beglow, legt am Konsulat von Aserbaidschan einen Blumenstrauß zum Gedenken an die Opfer des Flugzeug-Dramas nieder.
Der Gouverneur von St. Petersburg, Alexander Beglow, legt am Konsulat von Aserbaidschan einen Blumenstrauß zum Gedenken an die Opfer des Flugzeug-Dramas nieder. © dpa/AP | Dmitri Lovetsky

Aus dem Auswärtigen Amt in Berlin hieß es, das Ministerium gehe „unter Hochdruck“ Berichten nach, wonach ein Mädchen aus Deutschland unter den Überlebenden sei. Die kasachische Nachrichtenagentur Tengrinews veröffentlichte eine komplette Passagierliste, auf der auch die Staatsangehörigkeit fast aller Insassen aufgeführt wird. Bei einer Frau fehlten alle Angaben zur Person, ein elfjähriges Mädchen wurde mit deutscher Staatsangehörigkeit aufgelistet. Es hatte zuvor angegeben, in Deutschland zu wohnen.

Flugzeugabsturz in Kasachstan: Ursache wirft immer mehr Rätsel auf

Update vom 26. Dezember, 08:20 Uhr: In Aserbaidschan hat nach dem Absturz einer Passagiermaschine in Kasachstan ein Trauertag begonnen. Das Flugzeug mit 67 Insassen war in der aserbaidschanischen Hauptstadt Baku gestartet. Flaggen in Aserbaidschan wurden auf halbmast gesetzt. Das berichtet die kasachische Agentur Tengrinews unter Berufung auf örtliche Medien.

Das Flugzeug vom Typ Embraer 190 war am Mittwochmorgen in Baku mit den 67 Insassen gestartet - unter ihnen waren fünf Besatzungsmitglieder. Es sollte planmäßig nach Grosny, der Hauptstadt der russischen Teilrepublik Tschetschenien, fliegen. Aus noch unbekannten Gründen nahm das Flugzeug kurz vor dem Landeanflug Kurs in Richtung Kaspisches Meer. Schließlich stürzte die Maschine an der Küste bei Aktau in Kasachstan ab. Die Ursache ist weiterhin unklar. Es gibt allerdings Spekulationen über einen Zusammenhang mit dem Ukraine-Krieg.

Flugzeugabsturz in Kasachstan gibt weiter Rätsel auf – Ursache unklar

Update vom 25. Dezember, 20:52 Uhr: Die Ursache für den Absturz der Passagiermaschine bleibt weiterhin ein Rätsel. Andrij Kowalenko, der ukrainische Leiter des Zentrums zur Bekämpfung von Desinformation, vertritt nun die Theorie, dass das Flugzeug auf seinem Flug nach Grosny von der russischen Flugabwehr getroffen und beschädigt wurde. Allerdings konnte er keine Beweise für seine Behauptungen vorlegen.

Zudem ist es immer noch ungewiss, ob russische Drohnen oder Abwehrgeschosse gegen ukrainische Drohnen, wie von russischen Militärbloggern behauptet, überhaupt in den Vorfall involviert waren. Die genaue Ursache des Absturzes bleibt also vorerst unbekannt. Am Abend des 25. Dezember fanden Bergungstrupps jedoch den Flugschreiber des Flugzeugs, auch als Blackbox bekannt. Von diesem Fund erhofft man sich weitere Aufschlüsse.

Opferzahl nach Flugzeugabsturz steigt auf 38

Update vom 25. Dezember, 17:36 Uhr: Die Anzahl der ums Leben gekommenen Menschen beim Absturz eines aserbaidschanischen Passagierflugzeugs in Kasachstan ist nach Angaben der kasachischen Regierung auf 38 gestiegen. Diese Opferzahl wurde vom stellvertretenden Ministerpräsidenten Kanat Bosumbajew während einer Dringlichkeitssitzung genannt, wie die russische Nachrichtenagentur Interfax berichtete.

„Sache muss gründlich aufgeklärt werden“: Suche nach der Ursache mit mehreren Erklärungsansätzen

Update vom 25. Dezember, 16:19 Uhr: Inzwischen äußerte sich auch der aserbaidschanische Präsident Ilham Aliyev zu dem Unglück. Die Maschine habe wegen schlechter Wetterbedingungen nicht in Grosny landen können und deshalb Kurs auf einen Ausweichflughafen genommen. In sozialen Netzwerken kursierten zwar viele Videos des Unglücks, sagte er. „Doch die Gründe für den Absturz sind uns noch unbekannt.“ Es gebe verschiedene Theorien. „Die Sache muss gründlich aufgeklärt werden“, sagte er der staatlichen Nachrichtenagentur Azertag zufolge.

Azerbaijan Airlines führte den mutmaßlichen Schaden an dem Flugzeug in ersten Äußerungen auf die mögliche Kollision mit einem Vogelschwarm zurück. Russische Militärblogger schlossen eine andere Erklärung nicht aus: Das Flugzeug könnte über dem Nordkaukasus in Zonen geraten sein, in denen am Mittwochmorgen ukrainische Drohnen bekämpft wurden. Der Internet-Flugzeugtracker Flightradar24 analysierte, dass die beschädigte Maschine die letzten 74 Minuten nur beschränkt steuerbar über das Kaspische Meer geflogen sei.

Flugzeugabsturz in Kasachstan: Liste mit Überlebenden veröffentlicht

Update vom 25. Dezember, 13.05 Uhr: Nach dem Absturz eines aserbaidschanischen Flugzeugs in Kasachstan haben die dortigen Behörden eine vorläufige Namensliste von 29 Überlebenden veröffentlicht. Auf dieser Liste der Regionalverwaltung von Mangistau fanden sich die Namen zweier Kinder, wie die Nachrichtenagentur Tengrinews meldete. Ein elfjähriges Mädchen gab an, in Deutschland zu wohnen. Seine Staatsangehörigkeit kenne es nicht.

Das Flugzeug stürzte bei der Stadt Aktau am Kaspischen Meer ab mit 67 Menschen an Bord, wie die Fluglinie Azerbaijan Airlines mitteilte. Die Behörden in Kasachstan bestätigten zunächst den Tod von vier Menschen. Nach weiteren Opfern werde gesucht. Von den verletzt in Krankenhäuser gebrachten Überlebenden hatten demnach 14 Menschen die Staatsangehörigkeit von Aserbaidschan, 10 von Russland und 2 von Kirgistan. Die Absturzursache ist bisher unbekannt, die Fluglinie sprach nach ersten Angaben von einem möglichen Vogelschlag.

Flugzeugabsturz in Kasachstan: Spekulationen um Absturzursache

Update vom 25. Dezember, 10.36 Uhr: An Bord des verunglückten aserbaidschanischen Flugzeugs in Kasachstan waren nach Angaben der Fluglinie 67 Menschen. Azerbaijan Airlines spreche von 62 Passagieren und 5 Mitgliedern der Besatzung, meldete die staatliche aserbaidschanische Nachrichtenagentur Azertag aus Baku. Direkt nach dem Unfall bei der Stadt Aktau in Kasachstan hatte es auch Berichte über 105 Menschen an Bord gegeben. 

Kasachstan, Aktau: Das Wrack einer Embraer 190 der Azerbaijan Airlines liegt in der Nähe des Flughafens von Aktau. Ein Passagierflugzeug aus Aserbaidschan ist nahe der Stadt Aktau in Kasachstan abgestürzt.

Nach ersten Informationen von Azerbaijan Airlines sei das Flugzeug vom Typ Embraer 190 in einen Vogelschwarm geraten, meldete Azertag. Es habe dann eine Notlandung in Aktau versucht. Moderne Jets sind eigentlich so konstruiert, dass sie die Kollision mit Vögeln überstehen. In schweren Fällen kann Vogelschlag aber immer noch Maschinen in Gefahr bringen.

Die kasachische Agentur Tengrinews verbreitete auch ein Video des Unglücks. Es zeigt, wie die Maschine aus geringer Höhe an der Küste des Kaspischen Meeres kurz vor dem Flughafen von Aktau abstürzt und sich in einen Feuerball verwandelt. Trotzdem meldeten die kasachischen Behörden im Lauf des Vormittags, dass immer mehr Menschen lebend geborgen werden. Bis Mittwochmittag Ortszeit war von 28 Überlebenden die Rede. Es gebe aber auch Tote, darunter die Piloten. 

Passagierflugzeug in Kasachstan abgestürzt – Video soll Absturz zeigen

Update vom 25. Dezember, 9.37 Uhr: Es gebe mindestens 25 Überlebende, teilte der kasachische Katastrophenschutz mit. 22 Menschen seien in Krankenhäuser gebracht worden, meldete Tengrinews nach diesen Angaben. 

Weil die Maschine in der Nähe des Flughafens von Aktau am Kaspischen Meer abstürzte, gab es zahlreiche Videos des Unglücks, die in sozialen Netzwerken verbreitet wurden. Zu sehen war eine dichte schwarze Rauchsäule über der Absturzstelle. Die Maschine Embraer 190 von Azerbaijan Airlines habe in Aktau eine Notlandung versucht, meldete die staatliche aserbaidschanische Agentur Azertag. 

In Kasachstan ist ein Passagierflugzeug abgestürzt – in den sozialen Netzwerken zeigen Aufnahmen die dramatischen Szenen.

Kasachstan: Unklarheit über Anzahl der Überlebenden

Update vom 25. Dezember, 9.07 Uhr: Noch immer gibt es widersprüchliche Angaben zur Passagier-Anzahl. Die staatliche kasachische Agentur Kazinform meldete zunächst, es seien 105 Passagiere und eine Besatzung von 5 Personen an Bord gewesen. Die Agentur Tengrinews hingegen berichtete von 67 Menschen in dem Flugzeug. 

Auch bei der Zahl der Überlebenden gibt es noch keine Klarheit. Es gebe mindestens sechs Überlebende, sagte diesen Angaben zufolge die kasachische Gesundheitsministerin Akmaral Alnasarowa. Nach anderen Angaben wurden zwölf Menschen verletzt in Krankenhäuser gebracht. Angaben zur Unglücksursache gab es zunächst nicht. 

Ursprungsmeldung: Aktau - Ein Passagierflugzeug aus Aserbaidschan ist nach kasachischen Medienberichten nahe der Stadt Aktau in Kasachstan abgestürzt. Zur Zahl der Menschen an Bord lagen zunächst keine zuverlässigen Angaben vor. Die Maschine sollte von Baku nach Russland in die tschetschenische Hauptstadt Grosny fliegen.

Wie ein aktuell auf Social Media kursierendes Video zeigt, soll die Passagiermaschine explodiert sein. Die Echtheit des Videos wurde bislang jedoch nicht bestätigt.

Offenbar Dutzende Menschen an Bord: Passagierflugzeug in Kasachstan abgestürzt

Nach Flugzeug-Absturz in Kasachstan: Widersprüchliche Angaben zu Passagieren an Bord

Nach Angaben des kasachischen Verkehrsministeriums befanden sich an Bord der Maschine 62 Passagiere und fünf Besatzungsmitglieder. Zuvor hatten Medienberichte von rund 110 möglichen Passagieren gesprochen. Das Katastrophenschutzministerium des Landes teilte zudem mit, dass Einsatzkräfte aktuell einen Brand an der Absturzstelle löschen. Informationen zu den Opfern würden derzeit ermittelt. Weiter hieß es, dass es nach vorläufigen Informationen tatsächlich Überlebende geben soll.

Aserbaidschan Airlines teilte seinerseits mit, die Maschine vom Typ Embraer 190 sei rund drei Kilometer von Aktau, einer Hafenstadt an der Ostküste des Kaspischen Meeres, „notgelandet“.

Erst vor wenigen Tagen ereignete sich ein Flugzeug-Unglück in Brasilien. Ein Unternehmer stürzt mit seiner Familie an Bord ab. Die Maschine trifft mehrere Gebäude in der bei Deutschen beliebten Region. (mit dpa/afp)

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