Bis Slowenien spürbar

„Es war schrecklich“ – Erdbebenserie erschüttert Adriaküste in Kroatien und Montenegro

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Eine Bebenserie hat die Region der südlichen Adriaküste erschüttert. Die Epizentren lagen in Montenegro, aber vor allem in Kroatien wurden die Erdstöße gespürt.

Nikšić/Dubrovnik - Ein Erdbeben mit einer Stärke von 4,7 auf der Richterskala wurde am heutigen Mittwoch um 12.40 Uhr im montenegrinischen Hinterland der kroatischen Touristenmetropole Dubrovnik registriert. Das Epizentrum lag in der Nähe von Nikšić (Montenegro), teilte das Europäische Seismologische Institut für den Mittelmeerraum (EMSC) mit.

Die Erdbeben waren auch in der kroatischen Hafenstadt Dubrovnik deutlich zu spüren.

Die Erdkruste bewegte sich in einer Tiefe von zehn Kilometern

Nach Angaben des Italienische Seismologischen Instituts hatte das Erdbeben sogar eine Stärke von 4,9 auf der Richterskala. Das Epizentrum des Erdbebens wurde 32 Kilometer nordwestlich von Nikšić in einer Tiefe von zehn Kilometern registriert.

Das Beben wurde bis an die slowenischen Grenze gespürt.

Bereits am Abend zuvor hatte es um 21.07 Uhr in der Region nahe der bosnischen Grenze ein Beben der Stärke 4,3 gegeben, um 21.23 Uhr folgte ein weiterer Stoß der Stärke 3,2. Vor allem der letzte Stoß wurde in der gesamten Region, vor allem in Kroatien, gespürt.

Augenzeugen berichten: „Es war schrecklich“ – „eine Katastrophe“

„So etwas wie ein Geräusch und dann ein Stoß, bei dem alles vibrierte“, berichtet ein User auf der Erdbebenplattform des EMSC. „Ich habe es im Sheraton Dubrovnik gespürt, ein leichtes Zittern“, schreibt ein weiterer User. „Ganz schön geschüttelt“, so ein User aus dem kroatischen Küstenort Srebreno, neun Kilometer nordwestlich von Dubrovnik. „Kurz, aber heftig“, schreibt ein weiterer Zeuge des Bebens aus dem ebenfalls kroatischen Stranddorf Kupari, zehn Kilometer südöstlich der Hafenstadt.

Auch in der Bucht von Kotor in Montenegro machte sich das Beben bemerkbar. „Stärker als letzte Nacht“, hieß es da. Auch in Bosnien wurde es gespürt: „Es zitterte sehr stark, es dauerte etwa zehn Sekunden“, so ein User aus dem Ort Bileća. „Eine Katastrophe“, berichtet ein User aus dem bosnischen Gacko. „Es war schrecklich“, so ein User aus dem gleichen Ort, der nur 20 Kilometer vom Epizentrum entfernt war.

Beben in Kroatien und Montenegro: Erde auf der Balkanhalbinsel kommt nicht zur Ruhe

Berichte über Schäden lagen vorerst nicht vor. „Basierend auf dem numerischen Modell der Änderung der Intensität mit der Entfernung in dieser Region, der Stärke des Erdbebens und der Tiefe des Hypozentrums könnte dieses Erdbeben im epizentralen Bereich nur geringe materielle Schäden verursacht haben“, teilte das Institut für Hydrometeorologie und Seismologie Montenegros mit.

Erst in der Karwoche hatten mehrere Beben die kroatische Adriaküste erschüttert. Eine Woche zuvor bebte ebenfalls in Montenegro die Erde mit einer Magnitude von 5,3. Hier war von leichten Schäden die Rede. Ende Februar erschütterte ein Beben im Meer die Adriaküsten von Kroatien und Italien. Ursache für die tektonischen Beben ist die Bewegung der adriatischen Platte, die sich unter die Eurasische Platte schiebt und dabei die Gebirge des Balkan faltet. Das ist auch die Ursache der Entstehung der Alpen.

Rubriklistenbild: © Markus Mainka/Aviation-Stock/IMAGO

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