VonRobin Dittrichschließen
Moritz Bletzingerschließen
Norditalien wird von schweren Regenfällen heimgesucht. Besonders Mailand ist betroffen, wo ganze Stadtteile unter Wasser stehen.
Mailand – Norditalien wird seit einigen Tagen von heftigen Regenfällen heimgesucht, wobei die Lombardei besonders betroffen ist. In einigen Gebieten ist die Feuerwehr ständig im Einsatz, da mehrere Flüsse den Wassermassen nicht mehr standhalten können.
Schwere Unwetter in Italien: Flüsse übertreten Ufer – Überschwemmungen treffen Mailand
Die Flüsse Lambro und Seveso sind nach aktuellen Berichten über die Ufer getreten. Dies führte insbesondere in Mailand zu zahlreichen Überschwemmungen. Die Stadtteile Niguarda Bicocca, Isola und Pontelambro wurden überschwemmt, da die Dämme dem Wasserdruck des Seveso nicht mehr standhalten konnten. Laut Berichten von rainews.it und anderen italienischen Medien führten die Überschwemmungen zu mehreren Straßensperren, da hauptsächlich Autobahnen überflutet waren.
Die Straßenbahnlinien 5 und 7 mussten ihren Betrieb einschränken oder umleiten. Das Viertel Ponte Lambro, wo der Fluss Lambro über die Ufer getreten war, war am stärksten von den Regenfällen und deren Auswirkungen betroffen. Dort gab es viele umgestürzte Bäume, was zu zahlreichen Einsätzen der örtlichen Polizei führte. Mit ähnlich starken Überschwemmungen hatte Mailand erst im vergangenen Oktober zu kämpfen gehabt.
Überschwemmungen in Norditalien: Wasser dringt in Schulbus ein
In Mailand sind zudem etwa 100 Techniker eines städtischen Unternehmens im Einsatz. Sie versuchen mit 30 Spezialfahrzeugen und weiterem Equipment, die Unwetterkrise zu bewältigen. Das Team kümmert sich insbesondere um das Hochwasserschutzbecken am Fluss Seveso, das 275.000 Kubikmeter Wasser aufnehmen kann. Es wird berichtet, dass das Becken am frühen Donnerstagmorgen (16. Mai) in Betrieb genommen wurde. Im Laufe des Mittwochs waren neben offiziellen Berichten auch immer wieder Videos der Überflutungen in den sozialen Medien aufgetaucht.
In einem dieser Videos ist ein Schulbus in der Provinz Brianza zu sehen, in den große Wassermassen eindringen. Der Bus füllte sich nach und nach mit Wasser, was bei den Schülern Panik auslöste. Viele Gebäude in der Provinz mussten evakuiert werden, darunter auch Schulen und Kindergärten.
ONLY IN BRIANZA pic.twitter.com/J9KTknpSPT
— alisia (verano zombie pt.3) (@terrorizzatx) May 15, 2024
Auch im benachbarten Lodigiano kämpfen die Menschen mit dem anhaltenden Regen, da der Fluss Sillaro über die Ufer getreten ist und die ersten Häuser überschwemmt hat. Im vergangenen Jahr mussten wegen Unwettern 36.000 Menschen in Norditalien aus ihren Häusern evakuiert werden. (rd)
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