Alte Bauernregel: Was spätes Laub über den kommenden Winter verrät
VonLara Hempel
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Eine Bauernregel verkündet: Spätes Laub bedeutet langen Winter. Doch moderne Wetterprognosen für 2025/2026 zeigen eine andere Geschichte.
Bauernregeln sind ein alter Teil unserer Kultur. Sie geben seit Jahrhunderten Orientierung, wenn es um das Wetter geht. Besonders die Regel „Hängt das Laub bis November hinein, wird der Winter lange sein“ hat sich in der Landwirtschaft bewährt. Doch wie gut passt diese alte Weisheit in unsere moderne Zeit, in der Wetterprognosen von hoch entwickelten Klimamodellen gesteuert werden? Mit Blick auf den kommenden Winter 2025/2026 wird die Regel unter die Lupe genommen. Kann sie noch bestehen oder widerlegt die Wissenschaft ihre Aussage?
Die Bauernregel scheint auf den ersten Blick richtigzuliegen: Der Herbst 2025 ist bisher ungewöhnlich mild, sodass das Laub in vielen Regionen vermutlich bis in den November an den Bäumen hängen bleibt. Doch die Schlussfolgerung der Regel – ein langer und kalter Winter – wird von den aktuellen Klimamodellen widerlegt. Experten erwarten einen milden Start in den Winter. Der Dezember 2025 soll wärmer und trockener als üblich ausfallen, mit Temperaturen bis zu +2,0 °C über dem langjährigen Durchschnitt. Erst ab Januar könnte es in Süddeutschland winterlicher werden, vor allem in den Alpen, wo vermehrte Schneefälle möglich sind.
So wird der Winter 2025/2026 laut der Bauernregel in Deutschland
Bauernregeln wie diese beruhen auf Naturbeobachtungen und der Idee, dass milde Herbstbedingungen durch harte Winter „ausgeglichen“ werden. Doch moderne Klimamodelle zeigen, dass diese Logik nicht immer stimmt. Oft setzen sich warme Wetterlagen aus dem Herbst auch im Winter fort – ein Phänomen, das durch globale Zirkulationsmuster wie die Nordatlantische Oszillation oder La Niña gesteuert wird. Die Verbindung zwischen spätem Laubfall und der Härte des Winters lässt sich wissenschaftlich also nicht immer nachweisen.
Während der Dezember 2025 deutschlandweit mild und trocken bleibt, gibt es für Süddeutschland eine interessante Wendung: Ab Januar könnte es in den Alpen winterlicher werden. Die Klimamodelle sagen vermehrten Schneefall voraus, der bis in den März anhalten könnte. Diese späten Wintermonate könnten tatsächlich den Eindruck eines „langen Winters“ vermitteln – aber nur in höheren Lagen. Im Flachland bleibt es voraussichtlich milder, und Niederschläge werden dort häufiger als Regen statt als Schnee auftreten.
Die Regel „Hängt das Laub bis November hinein, wird der Winter lange sein“ mag kulturell interessant sein, doch ihre Aussagekraft ist heute begrenzt. Der Winter 2025/2026 wird mild starten und erst später winterliche Züge zeigen – und auch das nur in bestimmten Regionen. So kommen Sie definitiv sicher durch den Winter: LIDL verkauft ein Gadget für nur 30 €, das in jedes Auto gehört.