Amazon-Boss Bezos bucht Italien-Metropole für Mega-Hochzeit komplett aus – „Menschen bleiben in Not zurück“
VonAnna-Maria Bayer
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Jeff Bezos' Hochzeitspläne stoßen auf Widerstand. Venedigs Bürger sorgen sich um ihre Stadt. Der Amazon-Gründer will die Lagunenstadt für seine Feier vereinnahmen. Die Einwohner protestieren.
Venedig – Venedig ist bekannt für seine kunstvollen Brücken, die ruhigen Kanäle und die lautlos dahingleitenden Gondeln. Entlang der Wasserwege stehen farbenfrohe Häuser, die die Stadt in einem besonderen Licht erstrahlen lassen. Vom berühmten Markusplatz aus hat man einen beeindruckenden Blick auf die Insel San Giogio Maggiore, eine der symbolträchtigsten Inseln der Lagune. Diese Insel möchte sich Jeff Bezos nun für seine Hochzeit sichern, was Proteste hervorruft.
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Die Feierlichkeiten versprechen ein spektakuläres Ereignis zu werden. Shakira wird auf der 450 Millionen Euro teuren Superyacht „Koru“ des Paares auftreten. Sànchez plant, ihr Outfit bis zu 27 Mal zu wechseln, inspiriert von Anna Wintour, der Chefredakteurin der Vogue. Venedigs Bürgermeister Luigi Brugnaro sieht in der Hochzeit eine Chance, „Venedig der Welt in seinem besten Licht zu präsentieren“.
Doch nicht alle sind begeistert. Aktivistengruppen äußern ihren Unmut mit dem Slogan „Für Oligarchen, ihre Privatpartys und ihr schmutziges Geld ist kein Platz“, schreibt der Bürgerverband Laboratorio Morion und plant Protestaktionen während der Hochzeit. „Venedig verwandelt sich in einen weiteren Spielplatz für Milliardäre, während die Menschen, die dort täglich leben, mit Not, Ausgrenzung und Unsicherheit zurückbleiben“, klagt Laboratorio Morion.
Federica Toninello, Sprecherin der Bewegung, erklärt der Nachrichtenagentur APA: „Venedig darf nicht zum Tummelplatz für Superreiche werden, während die Bürger die Stadt verlassen müssen, weil sie sich die teuren Mieten nicht leisten können.“ Sie kritisiert, dass Bezos die Stadt lahmlegen und den Bürgern Unannehmlichkeiten bereiten würde. Toninello setzt sich zudem gegen Kreuzfahrtschiffe in der Lagune und für eine gerechte Wohnungspolitik ein. „Wir protestieren auch gegen den Gemeinderat, der die Kommerzialisierung und Ausbeutung der Stadt erlaubt“, fügt sie hinzu.
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Sànchez soll bei Scheidung nichts von Bezos‘ Vermögen erhalten: „Knallhart-Klausel“ im Ehevertrag
Im Ehevertrag von Bezos und Sànchez ist laut Bild eine „Knallhart-Klausel“ enthalten, die Sànchez im Falle einer Scheidung von Bezos‘ Vermögen ausschließen soll. Der Gründer des Raumfahrtunternehmens Blue Origin und Sànchez waren zum Zeitpunkt des Heiratsantrags 2023 noch verheiratet und ließen sich scheiden. Bezos musste seiner Ex-Frau Mackenzie Scott damals 38 Milliarden Dollar zahlen, wodurch sie zu einer der reichsten Frauen der Welt wurde. Der Ehevertrag mit Sànchez wurde „ganz bewusst und detailliert ausgearbeitet“, um Bezos‘ Vermögen zu schützen.