VonKilian Bäumlschließen
Seit Tagen befinden sich Anwohner rund um Machu Picchu im Streik. Die Touristen-Attraktion in Peru kann von Reisenden deshalb nicht besucht werden.
Machu Picchu – Die Ruinenstadt Machu Picchu ist einer der großen Touristen-Magneten in Peru. Doch infolge eines großen Streiks mussten bereits hunderte Touristen ihre Reise abbrechen. Das Auswärtige Amt informiert jetzt sogar darüber, dass weder eine An- noch Abreise zu der beliebten Sehenswürdigkeit in den Anden möglich ist.
„Für den Besucherverkehr geschlossen“: Reisewarnung des Auswärtigen Amts für Machu Picchu in Peru
Das Auswärtige Amt schreibt dazu auf seiner Website: „Seit dem 29. Januar 2024 ist die Inka-Stadt Machu Picchu bis auf Weiteres für den Besucherverkehr geschlossen. Eine An- und Abreise ist aufgrund von lokalen Protesten nicht möglich.“ Es könne zu Protestkundgebungen kommen. Weiter sei für die Grenzregionen zwischen Peru und Ecuador der Notstand ausgerufen worden. Die Präsenz von Militär und Polizei sei dort verstärkt. In dem Land, das an Peru grenzt, wurde bereits am 8. Januar für 60 Tage der Ausnahmezustand ausgerufen.
Unbefristeter Streik in Machu Picchu wirkt sich auf hunderte Touristen aus
Die Anwohner rund um Perus berühmter Inka-Ruinenstadt Machu Picchu streiken bereits seit vergangener Woche. Seit dem Wochenende mussten mindestens 660 Touristen ihre Reisen vorzeitig abbrechen. Grund für den Streik ist das Vorhaben der peruanischen Regierung, ein privates Unternehmen mit der Abwicklung des Online-Ticketverkaufs für die Inka-Stätte zu beauftragen. Das dabei helfen soll, den Zugang der täglich rund 4500 Touristen zur berühmten Inka-Stätte zu kontrollieren.
Die Gegner des Vorhabens befürchten jedoch, dass der Machu Picchu durch die zahlreichen Besucher schneller verfalle und infolgedessen sogar von der Liste der Weltkulturerbestätten gestrichen werden könnte. Bereits im vergangenen Jahr wurde deshalb am Machu Picchu gestreikt.
Bereits im September mussten wegen der Folgen eines hohen Besucheraufkommens drei Bereiche des Machu Picchu gesperrt worden. Viele Anwohner der Region um Machu Picchu sind deshalb in einen unbefristeten Streik getreten. Geschäfte rund um die historische Anlage blieben geschlossen, auch der Betreiber einer Bahn zu den in 2500 Metern Höhe gelegenen Ruinen stellte seine Verbindungen ein. (kiba/AFP)
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