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Die kalte Jahreszeit sorgt in einigen Teilen Deutschlands für Schneefall – darunter auch in Teilen von Niedersachsen. Wo genau bringt der Dezember bisher Schnee?
Hannover/Berlin – Die Hoffnungen auf weiße Weihnacht dürften in Anbetracht hoher Heizkosten in den meisten Haushalten in Deutschland begrenzt sein. In einigen Regionen bringt der Dezember 2022 trotz allem ersten Schneefall, darunter in Orten in Niedersachsen. Doch die niedrigen Temperaturen bergen auch Gefahren: Bundesweit verzeichnen die Behörden mehrere Unfälle aufgrund der Witterungsverhältnisse. In Brandenburg gibt es dabei einen Toten zu beklagen. Zudem wichtig: Insbesondere in kalten Zeiten gilt es ein besonders Auge für wohnungslose Menschen zu haben.
„Leise rieselt der Schnee“ in Niedersachsen und Sachsen
„Leise rieselt der Schnee“ in Niedersachsen und Sachsen, wo an einigen Orten zentimeterhoch Schnee gefallen ist. In Teilen Sachsens sorgte der kurzfristige Wintereinbruch für eine bisweilen beachtliche Schneeschicht von acht Zentimetern, wie etwa in Leipzig. Schnee fiel in den vergangenen Tage auch in einigen Teilen Niedersachsens, etwa rund um Göttingen oder in Goslar. In Braunlage wurden sieben Zentimeter Schnee verzeichnet, auch in Südniedersachsen waren es zumindest bis zu drei Zentimeter. Besonders hoch ist die Wahrscheinlichkeit für weiße Weihnacht in Torfhaus: Die höchstgelegene Siedlung Niedersachsens liegt in etwa 800 Metern.
Im Oberharz hatten glatte Straßen und Schneefall am Wochenende für mehrere Auffahrunfälle gesorgt. Die Behörden in Goslar berichten laut NDR von etwa einem Dutzend Unfälle am Samstagabend und in der Nacht zum Sonntag, 4. Dezember 2022. Hier gab es keine Verletzten. Auf der B4 in Richtung Torfhaus, der besagten höchstgelegenen Siedlung Niedersachsens, blieben mehrere Lastwagen liegen.
Wetter in Berlin: In der Hauptstadt hat es geschneit – tödlicher Unfall in Brandenburg
Der Dezember bringt an mehreren Orten Deutschlands erste Schneefälle. Auch das Wetter Berlins sorgte zumindest kurz für winterliche Verhältnisse: In der Hauptstadt kam es bereits am Samstag, 3. Dezember 2022, zu leichtem Schneefall. Aufgrund der Wetterlage wurden in der Hauptstadt und Brandenburg mehrere Unfälle bei Schnee und Glätte registriert, in den meisten Fällen waren die Witterungsverhältnisse falsch eingeschätzt worden. Mehrere Menschen wurden verletzt, einer getötet.
In der Prignitz war ein Mann auf glatter Straße am frühen Samstagmorgen von der Fahrbahn abgekommen und im Straßengraben gelandet. Der Fahrer, der dabei aus seinem Wagen geschleudert wurde, erlag noch an der Unfallstelle seinen schweren Verletzungen.
Wetter heute und die nächsten Tage: Feucht, grau und kalt
Das Wetter heute und die nächsten Tage in Deutschland wird voraussichtlich feucht, grau und kalt. Vor allem im Bergland wird der gebietsweise Regen im Rest des Landes in Teilen zu Schnee, so der Deutsche Wetterdienst (DWD). Die Temperaturen am Montag klettern auf maximal zwei bis sechs Grad, in der Nacht zum Dienstag, dem 6. Dezember 2022, können es bis zu minus zwei Grad werden.
Auch der Dienstag selbst wird grau, Auflockerungen gibt es am ehesten im Alpenvorland und im Südwesten. Vor allem in Norden und Osten kommt es zu Regen – oberhalb der 400 Meter-Grenze fällt hingegen Schnee. Das Kältehoch „Erik“ könnte indes an einigen Orten zu weiterem Schnee im Winterverlauf führen – klare Vorhersagen bleiben schwierig.
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