Eingeschneit

Lawinen schließen Urlauber in Ski-Ort ein – Armee muss Touristen ausfliegen

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Den Ski-Urlaub in Hemu mussten einige Touristen unfreiwillig verlängern. Über eine Woche waren sie durch eine Lawine abgeschnitten von der Außenwelt.

Hemu – In China saßen 1000 Touristen und Einwohner durch eine Lawine in einem Ski-Ort fest. Über eine Woche waren die Menschen durch die Schneemassen gefangen. Durch das Militär wurde nun Versorgung geliefert. Erste Eingeschneite wurden am Dienstag, 16. Januar 2024, evakuiert.

Eine Lawine hat das chinesische Dorf Hemu von der Außenwelt abgeschnitten

Durch die massiven Schneefälle in China gingen besonders im Nordwesten des Landes in den vergangenen Wochen mehrere Lawinen ab. Laut der staatlichen chinesischen Nachrichtenagentur Xinhua wurden bis zu 350 Kilometer Straßen von Lawinen beeinträchtigt.

1000 Touristen sitzen durch eine Lawine in Ski-Ort fest

Über eine Woche saßen Touristen durch eine Lawine eingeschneit in einem Ski- und Wintersportort fest. Mehrere Einwohner und ungefähr 1000 Urlauber waren im Bergdorf Hemu, einem beliebten Winterurlaubsziel, seit der Neujahrswoche eingeschlossen. Die Schneemassen hatten sechs Kilometer einer wichtigen Bergstraße verschüttet und den Ort somit von der Außenwelt abgeschnitten. Tote oder Verletzte gab es durch die Lawine laut Berichten nicht. Erst kürzlich hat eine Lawine im Rappenalptal ein Opfer gefordert.

Schöne Aussichten, rasante Pisten: Zehn Skigebiete in Europa, die Sie kennen sollten

Skifahrer sind bei Kitzbühel unterwegs.
Gut aufgehoben sind Skifans in KitzSki in Kitzbühel. Das Skigebiet wurde vom Bewertungs- und Testportal Skiresort.de mit 4,9 von 5 Punkten zum weltbesten Skigebiet 2022 gekürt. Besonders gute Bewertungen erhielt es für seine Familien- und Anfängerfreundlichkeit sowie das Pistenangebot generell.  © Christian Walgram/Imago
Die Johanniskapelle (1828 m) auf der Hohen Salve im Skigebiet Skiwelt Wilder Kaiser, höchste Wallfahrtskirche Österreich.
Ebenfalls gut bewertet wurde die SkiWelt Wilder Kaiser - Brixental in Österreich: Hier kommen Skifahrer in den Genuss von 270 Pistenkilometern mit 20 Talabfahrten, 83 moderne Bahnen, drei Funparks und drei beleuchtete Rodelbahnen. Außerdem ist das Skigebiet das größte Nachtskigebiet Österreichs. © Hans-Werner Rodrian/Imago
Lifte im Wintersportzentrum Silvretta Arena im Skigebiet Ischgl Samnaun.
Auch das Skigebiet Ischgl/Samnaun ist jedem Skifan ein Begriff. 239 Pistenkilometer und 45 moderne Liftanlagen sorgen für das perfekte Skierlebnis auf österreichischem und Schweizer Boden. Außerdem ist Ischgl bekannt für seine angesagten Après-Ski-Partys in urigen Hütten. © Imago/imagebroker
Skigebiet Riffelberg mit Sessellift hinten Matterhorn
In einer Auflistung der besten und bekanntesten Skigebiete in Europa darf Zermatt nicht fehlen: Mit der längsten Ski-Abfahrt der Alpen, der höchstgelegenen Bergstation und 38 Bergen, die die 4.000-Marke knacken, mangelt es hier wirklich nicht an Action – und das alles vor der Kulisse des Matterhorns (4.478 Meter), einem der höchsten Berge der Alpen.  © Günter Gräfenhain/Imago
Chalets im Skigebiet Val Thorens in Frankreich
Das Skigebiet Val Thorens in der französischen Region Auvergne-Rhône-Alpes wurde 2022 von der Tourismusplattform European Best Destinations zum besten Skigebiet in Europa gekürt. Bekannt ist es für seine innovativen Techniken und ein großes Angebot für Junge und Junggebliebene. Zudem ist es mit 600 Pistenkilometern das größte Skigebiet der Welt. © Imago/agefotostock
Langwieseabfahrt im Skigebiet Serfaus-Fiss-Ladis
Das Skigebiet Serfaus-Fiss-Ladis bezeichnet sich selbst als DAS Skigebiet für Familien. Auf 186 Pistenkilometern ist auch einiges geboten, von einem Kids Funpark über eine Kinderschneealm bis hin zu Snowparks für Anfänger und Könner.  © Stefan EspenhahnI/Imago
Bergstation Kandahar-Express im Skigebiet Garmisch-Classic.
Auch im Skigebiet Garmisch-Classic haben Skifans aller Altersgruppen etwas zu tun. Zu den Highlights gehören die berühmte Kandahar-Abfahrt und das Ixis Kinderland.  © Hans-Werner Rodrian/Imago
Skifahrer im Skigebiet Cortina d‘Ampezzo in Italien.
Vor der Naturkulisse der Dolomiten befindet sich das Skigebiet Cortina d‘Ampezzo in Italien. Auf über 120 Pistenkilometern sind alle Schwierigkeitsgrade von schwarz bis grün geboten – Langeweile kommt also nicht auf.  © Liu Yongqiu/Imago
Ein Mann beim Skifahren im Skigebiet Arlberg.
Wer ans Skifahren denkt, kommt am Arlberg ebenfalls nicht vorbei: Die Wiege des alpinen Skilaufs ist eines der größten Skigebiete der Welt und mit über 300 Kilometer Abfahrten für alle Schwierigkeitsgrade ein wahres Schneeparadies. Außerdem gibt es mehr als 200 Kilometer Tiefschneeabfahrten und viele Übungsgeländer für die Kleinen.  © Robert Niedring/Imago
Skigebiet Val Gardena in Italien
Inmitten der Dolomiten wartet auch das Skigebiet Gröden auf Sie. Von den World Ski Awards wurde es 2022 zum besten Skiresort Italiens gekürt. Zum Skifahren und Snowboarden stehen Besuchern 178 Pistenkilometer zur Verfügung, außerdem werden die Gäste von 79 Liften befördert.  © Imago/agefotostock

Aufnahmen des Staatssenders CCTV zeigen Soldaten, die Hubschrauber mit Vorräten beladen und Räumfahrzeuge, die versuchen sich durch die verschütteten Straßen zu kämpfen. Seit einer Woche wird versucht, sie freizuräumen. Der Schnee reicht teilweise bis zu sieben Meter in die Höhe, das ist höher als die Schneeräumfahrzeuge. Einsatzkräfte müssen auf Schaufeln und Bagger zurückgreifen.

Eingeschneite Touristen werden per Hubschrauber vom Militär versorgt

„Zunächst war ich sehr besorgt, weil ich gehört habe, dass es viele Lawinen gab“, so ein junger Urlauber zum Staatsfernsehen. Trotzdem wurden die Menschen beruhigt, die Regierung habe sich gut um die Eingeschlossenen gekümmert. „Die Atmosphäre war sehr gut“, sagte eine weitere Touristin.

Erst am Dienstag konnten Hubschrauber den Ort erreichen. Hilfsgüter konnten durch das Militär geliefert werden. Etwa 35 Tonnen an Versorgungsgüter wurden laut einem Piloten in die Provinz Xinjiang gebracht. Eine Touristin berichtet, es habe Essen, Getränke und Unterhaltung gegeben.

Touristen aus Ski-Ort ausgeflogen – Straße geräumt

Per Hubschrauber werden auch die ersten Touristen aus dem Ski-Ort ausgeflogen. In einer Live-Übertragung sah man Menschen mit Gepäck in einen Hubschrauber steigen, der sie aus dem verschneiten Gebiet bringen soll. Am Dienstag, 16. Januar, meldeten die Behörden am Nachmittag nach Ortszeit laut dpa, dass die Straße nach Hemu wieder passierbar sei. Auch die Stadt Grindavík in Island wurde nur einen Tag zuvor evakuiert. Statt einer Lawine war hier ein Vulkanausbruch verantwortlich.

Rubriklistenbild: © Screenshot Twitter: @Reuters/Xinhua/Imago

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