Klare Handlungsempfehlungen

Iran-Angriff trifft Zypern: Auswärtiges Amt aktualisiert Sicherheitshinweise für europäische Urlaubsinsel

  • schließen

Die Spannungen wegen des Iran-Kriegs haben eine beliebte Ferieninsel im Mittelmeer erreicht. Das Auswärtige Amt wendet sich eindringlich an Reisende.

Im Nahen Osten ist die Sicherheitslage extrem angespannt. Das Außenministerium in Berlin hat seine Warnhinweise für viele Länder in der Region verschärft. Der Iran-Krieg dehnt sich auf Europa aus. Für die Urlaubsinsel Zypern hat das Auswärtige Amt jetzt die Reise- und Sicherheitshinweise überarbeitet.

Nissi Strand auf Zypern

Die Mittelmeerinsel Zypern ist für viele Urlauberinnen und Urlauber ein Traum. Die „Sonneninsel“ lockt Badegäste fast das ganze Jahr. Europäische Staatsbürger benötigen für die Einreise lediglich ihren Ausweis. Die Insel gehört seit 2004 zur EU. Nach einem Zwischenfall ist auch ein Aufenthalt auf Zypern nicht mehr unbeschwert möglich.

Auswärtiges Amt reagiert nach Drohnen-Angriff auf Mittelmeerinsel Zypern

In der Nacht zum Montag (2. März) war der auf Zypern gelegene britische Luftwaffenstützpunkt Akrotiri mit einer Drohne vom iranischen Bautyp „Shahed“ angegriffen worden. Am Nachmittag wurden dann nach Regierungsangaben zwei weitere unbemannte Luftfahrzeuge abgefangen. Zypern ist Mitglied der Europäischen Union, aber nicht der NATO.

Bundesaußenminister Johann Wadephul hält einen Angriff auf ein NATO-Land für möglich.  „Ja, diese Gefahr besteht, das kann man nicht von der Hand weisen“, sagte der CDU-Politiker im ZDF-„heute-journal“ am Montagabend.

Menschen auf der Straße, Rauch über Städten: Bilder der Eskalation im Nahen Osten

Menschen beobachten Rauch nach einer Explosion in Teheran.
Menschen beobachten Rauch nach einer Explosion in Teheran. ©  Uncredited/AP/dpa +++ dpa-Bildfunk +++
Menschen in Teheran auf der Straße, nachdem der Angriff auf ihr Land begonnen hatte.
Menschen in Teheran auf der Straße, nachdem der Angriff auf ihr Land begonnen hatte.  © IMAGO / Xinhua
Rauch steigt nach einer Explosion in Teheran auf.
Rauch steigt nach einer Explosion in Teheran auf. © Vahid Salemi/AP/dpa +++ dpa-Bildfunk +++
Donald Trump bestätigt den Beginn der Angriffe von Seiten der USA auf den Iran.
Donald Trump bestätigt den Beginn der Angriffe von Seiten der USA auf den Iran. © IMAGO/CNP / AdMedia
Die Spuren einer abgefangenen Luftabwehrrakete sind über der Altstadt von Jerusalem zu sehen.
Die Spuren einer abgefangenen Luftabwehrrakete sind über der Altstadt von Jerusalem zu sehen. ©  Mahmoud Illean/AP/dpa +++ dpa-Bildfunk
Ein ankommendes Geschoss explodiert in der Bucht von Haifa, während Israel nach seinen Angriffen auf den Iran einen landesweiten Alarm ausgerufen hat.
Ein ankommendes Geschoss explodiert in der Bucht von Haifa, während Israel nach seinen Angriffen auf den Iran einen landesweiten Alarm ausgerufen hat. © Leo Correa/AP/dpa +++ dpa-Bildfunk ++
Fahrzeuge stehen vor einer Tankstelle in Teheran.
Fahrzeuge stehen vor einer Tankstelle in Teheran. © Vahid Salemi/AP/dpa +++ dpa-Bildfunk +++
Israel, Tel Aviv: Menschen suchen Schutz in einer Tiefgarage, nachdem Alarm wegen ankommender Raketen aus dem Iran ausgelöst wurde. Der Iran hat nach Angriffen der USA und Israels Raketen auf Israel abgefeuert, teilten die israelischen Verteidigungskräfte (IDF) am Samstag mit.
Israel, Tel Aviv: Menschen suchen Schutz in einer Tiefgarage, nachdem Alarm wegen ankommender Raketen aus dem Iran ausgelöst wurde. Der Iran hat nach Angriffen der USA und Israels Raketen auf Israel abgefeuert, teilten die israelischen Verteidigungskräfte (IDF) am Samstag mit. ©  Oren Ziv/dpa +++ dpa-Bildfunk +++
Libanon, Beirut: Ein Reisender prüft die Abflugzeiten am internationalen Flughafen Beirut Rafik Hariri, da viele Fluggesellschaften nach den amerikanisch-israelischen Angriffen auf den Iran ihre Flüge gestrichen haben.
Libanon, Beirut: Ein Reisender prüft die Abflugzeiten am internationalen Flughafen Beirut Rafik Hariri, da viele Fluggesellschaften nach den amerikanisch-israelischen Angriffen auf den Iran ihre Flüge gestrichen haben.  © Hassan Ammar/AP/dpa +++ dpa-Bildfunk +++
Rauch steigt nach einer Explosion zwischen den Häusern in Teheran auf.
Rauch steigt nach einer Explosion zwischen den Häusern in Teheran auf. © Uncredited/AP/dpa +++ dpa-Bildfunk +++

„Falls Sie sich in Zypern aufhalten“: Auswärtiges Amt wendet sich mit Appell an Reisende

„Auch außerhalb der unmittelbar betroffenen Region können Einschränkungen des Reiseverkehrs daher nicht ausgeschlossen werden“, teilt das Ministerium bei „Zypern: Reise- und Sicherheitshinweise“ unter dem Stichpunkt „Sicherheitslage“ mit. Das Auswärtige Amt (AA) wendet sich dann in einem Appell direkt an Zypern-Reisende: „Falls Sie sich in Zypern aufhalten“:

  • Informieren Sie sich regelmäßig zur aktuellen Lage über die Medien.
  • Befolgen Sie die Anweisungen der Behörden und Sicherheitskräfte.
  • Meiden Sie die Nähe von Militäreinrichtungen.
  • Kontaktieren Sie bei Fragen zu gebuchten Flügen Ihre Fluggesellschaft oder Ihren Reiseveranstalter.
  • Generell wird allen Reisenden weltweit empfohlen, sich auf die Krisenvorsorgeliste des Auswärtigen Amts einzutragen und die dort hinterlegten Daten regelmäßig zu aktualisieren.

Die Bundesrepublik beabsichtigt keinerlei Beteiligung an den Konflikten, erklärte Außenminister Johann Wadephul (CDU) in der ZDF-Sendung „heute-journal“ deutlich. Großbritannien nimmt eigenen Aussagen zufolge in der nahöstlichen Region an einer Verteidigungsoperation gegen Iran teil. Auf der Insel befinden sich britische Streitkräftestützpunkte (beispielsweise Akrotiri und Dhekelia). Die ehemalige Kronkolonie des britischen Empire erreichte 1960 ihre Selbstständigkeit. Zahlreiche britische Gepflogenheiten, einschließlich des Linksverkehrs, bestehen fort. (Quellen: Auswärtiges Amt, dpa) (ml)

Rubriklistenbild: © Georg Ulrich Dostmannn/Imago

Kommentare