VonMartina Lipplschließen
Die Spannungen wegen des Iran-Kriegs haben eine beliebte Ferieninsel im Mittelmeer erreicht. Das Auswärtige Amt wendet sich eindringlich an Reisende.
Im Nahen Osten ist die Sicherheitslage extrem angespannt. Das Außenministerium in Berlin hat seine Warnhinweise für viele Länder in der Region verschärft. Der Iran-Krieg dehnt sich auf Europa aus. Für die Urlaubsinsel Zypern hat das Auswärtige Amt jetzt die Reise- und Sicherheitshinweise überarbeitet.
Die Mittelmeerinsel Zypern ist für viele Urlauberinnen und Urlauber ein Traum. Die „Sonneninsel“ lockt Badegäste fast das ganze Jahr. Europäische Staatsbürger benötigen für die Einreise lediglich ihren Ausweis. Die Insel gehört seit 2004 zur EU. Nach einem Zwischenfall ist auch ein Aufenthalt auf Zypern nicht mehr unbeschwert möglich.
Auswärtiges Amt reagiert nach Drohnen-Angriff auf Mittelmeerinsel Zypern
In der Nacht zum Montag (2. März) war der auf Zypern gelegene britische Luftwaffenstützpunkt Akrotiri mit einer Drohne vom iranischen Bautyp „Shahed“ angegriffen worden. Am Nachmittag wurden dann nach Regierungsangaben zwei weitere unbemannte Luftfahrzeuge abgefangen. Zypern ist Mitglied der Europäischen Union, aber nicht der NATO.
Bundesaußenminister Johann Wadephul hält einen Angriff auf ein NATO-Land für möglich. „Ja, diese Gefahr besteht, das kann man nicht von der Hand weisen“, sagte der CDU-Politiker im ZDF-„heute-journal“ am Montagabend.
Menschen auf der Straße, Rauch über Städten: Bilder der Eskalation im Nahen Osten




„Falls Sie sich in Zypern aufhalten“: Auswärtiges Amt wendet sich mit Appell an Reisende
„Auch außerhalb der unmittelbar betroffenen Region können Einschränkungen des Reiseverkehrs daher nicht ausgeschlossen werden“, teilt das Ministerium bei „Zypern: Reise- und Sicherheitshinweise“ unter dem Stichpunkt „Sicherheitslage“ mit. Das Auswärtige Amt (AA) wendet sich dann in einem Appell direkt an Zypern-Reisende: „Falls Sie sich in Zypern aufhalten“:
- Informieren Sie sich regelmäßig zur aktuellen Lage über die Medien.
- Befolgen Sie die Anweisungen der Behörden und Sicherheitskräfte.
- Meiden Sie die Nähe von Militäreinrichtungen.
- Kontaktieren Sie bei Fragen zu gebuchten Flügen Ihre Fluggesellschaft oder Ihren Reiseveranstalter.
- Generell wird allen Reisenden weltweit empfohlen, sich auf die Krisenvorsorgeliste des Auswärtigen Amts einzutragen und die dort hinterlegten Daten regelmäßig zu aktualisieren.
Die Bundesrepublik beabsichtigt keinerlei Beteiligung an den Konflikten, erklärte Außenminister Johann Wadephul (CDU) in der ZDF-Sendung „heute-journal“ deutlich. Großbritannien nimmt eigenen Aussagen zufolge in der nahöstlichen Region an einer Verteidigungsoperation gegen Iran teil. Auf der Insel befinden sich britische Streitkräftestützpunkte (beispielsweise Akrotiri und Dhekelia). Die ehemalige Kronkolonie des britischen Empire erreichte 1960 ihre Selbstständigkeit. Zahlreiche britische Gepflogenheiten, einschließlich des Linksverkehrs, bestehen fort. (Quellen: Auswärtiges Amt, dpa) (ml)
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