VonKarolin Schaeferschließen
Die Lage im Iran eskaliert, in Dubai gibt es eine Explosion: Jetzt warnt das Auswärtige Amt vor Reisen in zahlreiche Länder und Gebiete.
Nach Angriffen der USA und Israels gegen den Iran ist die Sicherheitslage im Nahen Osten angespannt. Mehrere Lufträume wurden gesperrt, Airlines wie die Lufthansa haben Flüge in die Region vorübergehend ausgesetzt. Jetzt warnt auch das Auswärtige Amt vor Reisen in der ganzen Region.
Nach der militärischen Eskalation hat das Auswärtige Amt die Sicherheitshinweise am Samstag (28. Februar) verschärft. Dabei wird explizit vor Reisen nach Israel/Palästinensische Gebiete, Libanon, Jordanien, Syrien, Irak, Iran, Bahrain, Kuwait, Oman, Vereinigte Arabische Emirate, Saudi-Arabien, Katar und Jemen gewarnt. Für Iran besteht schon seit 2022 eine Reisewarnung.
Auswärtiges Amt warnt vor Reisen in zahlreiche Urlaubsländer
Damit sind auch Urlaubsländer wie die Vereinigten Arabischen Emirate mit den Millionenmetropolen Dubai und Abu Dhabi betroffen. Allein nach Dubai reisten laut dem Ministerium für Wirtschaft und Tourismus im Jahr 2024 insgesamt 18,72 Millionen Urlauber. Jetzt sitzen hier angesichts der aktuellen Lage tausende Touristen fest.
Und die Gefahr ist real. Wie die Nachrichtenagentur AFP unter Berufung auf Augenzeugenberichte mitteilte, hat es auf der künstlichen Insel „The Palm“ in Dubai eine Explosion gegeben. Vier Menschen wurden verletzt. Vom Fairmont-Hotel steige dichter schwarzer Rauch auf. „Unser Gebäude in Dubai wurde gerade von Bombenexplosionen erschüttert“, schrieb Bloomberg-Reporterin Zainab Fattah bei X. Der Iran hat als Reaktion auf die US-israelische Luftangriffe Ziele in Israel und anderen Staaten der Region angegriffen.
Menschen auf der Straße, Rauch über Städten: Bilder der Eskalation im Nahen Osten




Auswärtiges Amt spricht Reisewarnungen aus: „Gefahr für Leib und Leben“
Das Auswärtige Amt weist darauf hin, dass jederzeit weitere Lufträume in der Region gesperrt werden könnten, Fluggesellschaften haben den Betrieb eingestellt. Die jeweiligen deutschen Auslandsvertretungen stünden in Kontakt mit den deutschen Staatsangehörigen vor Ort, hieß es aus dem Ministerium. Reisewarnungen werden dann ausgesprochen, wenn „allen Reisenden eine konkrete Gefahr für Leib und Leben droht“.
„Nehmen Sie Warnungen vor bevorstehenden Luftangriffen ernst. Suchen Sie bei Alarm umgehend nahegelegene Schutzräume oder das Innere eines Gebäudes auf und bleiben Sie Fenstern fern“, so die Behörde. Betroffene sollten sich in die Krisenvorsorgeliste des Auswärtigen Amts (ELEFAND) eintragen.
Reisende sollten zudem die Anweisungen der Behörden befolgen. Bei Fragen zu gebuchten Flügen sollen Urlauber die Fluggesellschaft oder den Reiseveranstalter kontaktieren. (Quellen: dpa, Auswärtiges Amt, AFP) (kas)
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